Wenn Frohlocken zur Qual und Manna zum Albtraum wird, ist ein waschechter Bayer im Paradies gelandet. Mit „Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang“ startet an diesem Donnerstag die heiß ersehnte Realverfilmung von Ludwig Thomas legendärer Satire in den deutschen Kinos. Wir verraten euch, warum dieser augenzwinkernde Kult-Klassiker in seinem neuen filmischen Gewand ein absolutes Fest für alle Liebhaber des bayerischen Humors ist und warum selbst Petrus manchmal gute Nerven braucht.
Regisseur Marcus H. Rosenmüller, der spätestens seit „Wer früher stirbt ist länger tot“ als Meister des bayerischen Kinos gilt, nimmt sich des berühmtesten Dienstmanns der Literaturgeschichte an. Mit viel Liebe zum Detail und tiefschwarzem Humor transportiert er die himmlische Geschichte auf die Leinwand. In der Hauptrolle brilliert Maximilian Brückner als grantelnder Alois Hingerl, der zwischen Harfenspiel und himmlischer Bürokratie die bayerische Gemütlichkeit schmerzlich vermisst. Ergänzt wird das erstklassige Ensemble durch Publikumslieblinge wie Monika Gruber und Michael Ostrowski, die dem göttlichen Chaos zusätzliche Würze verleihen. Entstanden ist eine wunderbar respektlose und charmante Komödie, die das bayerische Lebensgefühl gekonnt auf die Schippe nimmt.
Inhalt: Der Münchner Dienstmann Nummer 172, Alois Hingerl (Maximilian Brückner), verrichtet seine Arbeit stets mit bayerischer Gelassenheit – bis ihn eines Tages am Hauptbahnhof unvermittelt der Schlag trifft. Ehe er sich versieht, findet er sich im Himmel wieder. Doch das ewige Leben bei den Engeln hat sich der urbayerische Grantler völlig anders vorgestellt. Anstelle von kühlem Bier und deftiger Weißwurst stehen auf dem himmlischen Speiseplan ausschließlich fades Manna, und anstatt gemütlich im Hofbräuhaus zu sitzen, soll Alois von nun an als Engel Aloisius ununterbrochen auf der Harfe zupfen und Hosianna singen.
Seine aufgestaute Wut und sein lautstarkes Fluchen sorgen im Paradies schnell für massive Unruhe, sodass selbst der liebe Gott genug von dem himmlischen Querulanten hat. Um endlich wieder Frieden in die Hallen zu bringen, wird Aloisius mit einem Spezialauftrag betraut: Er soll der bayerischen Staatsregierung in München einen göttlichen Ratschlag überbringen. Mit einem Freiflugticket ausgestattet, kehrt er auf die Erde zurück. Doch anstatt seine Pflicht zu erfüllen, führt ihn sein erster Weg direkt an seinen alten Stammtisch ins Hofbräuhaus, wo er bei ein paar Maß Bier nicht nur seine göttliche Mission, sondern auch die Zeit völlig vergisst.
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