Chris Hemsworth ist der Traum aller Frauen und ist vor allem berühmt für seine Parade Rolle im Marvel Cinematic Universe als Thor. Außerhalb dieser Reihe hat Chris Hemsworth aber nicht viel gerissen. Tatsächlich gehen mit Filmen wie „Ghostbusters“ „Blackhat“ oder „Men in Black: International“ ein paar gewaltige Flops auf sein Konto. Und nun versucht Hemsworth erneut, sich außerhalb seiner Rolle als Thor zu beweisen, wobei wenn man mal auf dem Papier guckt, ist der Film vielleicht doch nicht so anders wie man denkt, denn hier handelt es sich ebenfalls um eine Comicverfilmung und die Russo Brüder produzieren den Film, bzw. Joe Russo hat auch das Drehbuch geschrieben und wir wissen alle, dass die Russo Brüder mit dem „Avengers“ Finale und den „Captain America“ Filmen fleißig Comic Erfahrung haben. Netflix hat sich die Rechte gesichert und nun ging der Film online. Wir haben den Streifen für euch getestet und können euch sagen, ob es ein klasse Start eines neuen Franchises geworden ist oder ein erneuter Beweis, dass Netflix in erster Linie Auffanglager für schlechte Filme ist.
Story:
In Bangladesh wird der Sohn von einem im Gefängnis sitzenden Drogenbaron entführt. Deswegen heuert dieser eine Gruppe von Söldnern an, um seinen Sohn zu befreien. Einer von ihnen ist Tyler Rake. Rake gelingt es, den Jungen aus den Händen der Bösewichter zu befreien, aber der Rückzug verläuft alles andere als nach Plan und sein komplettes Team wird verraten und getötet. Voller Wut ballert und metzelt sich Rake quer durch die halbe Stadt, um mit dem Jungen heil zum nächsten Rückzugspunkt zu gelangen. Dabei hinterlässt er eine Spur der Verwüstung.
Eindruck:
Ich kenne jetzt die Vorlage nicht, aber ich muss sagen, der Film ist der Traum eines jeden Actionfans. Nachdem in den ersten 20 Minuten die Charaktere vorgestellt werden und die Grundsituation erklärt wird, geht es ab und das mit unglaublicher Wucht, die einen etwas an „John Wick“ erinnert. Chris Hemsworth braucht hier auch nicht groß schauspielern, da er nicht so viel Dialog hat, meist schaut er grimmig und genervt und muss entsprechend nur auf seine Körpersprache und Präsenz achten und die ist wirklich top und ideal für diese Art von Action, die er hier mit toller Körpereinsatz und Härte zeigt, dagegen wirken Charakteren wie Jason Bourne oder Jack Reacher wir Kinderkram.

Erst ab Mitte des Films gibt es dann eine kurze Verschnaufpause, wo dann auch mal ein Hauch einer Story erzählt wird und tatsächlich schafft es „Extraction“, dass sich diese paar Minuten schon etwas ziehen, aber zum Glück kommt dann das Finale, wo es noch mal zu einer sensationellen Straßenschlacht kommt, die seines gleichen sucht und man sich denkt, mhmm so hätte ein moderner Rambo vielleicht aussehen können. Die Action bleibt aber weiterhin auch sehr abwechslungsreich und intensiv und dramatisch, sodass man hier wirklich sehr gut mitfiebern kann und es nicht eintönig wird. Einzig so manche CGI Hubschrauber sehen nicht so schön aus, aber das sind nur Kleinigkeiten, ansonsten ist alles sehr hochwertig in Szene gesetzt.

Das Ende des Films hat aber noch ein paar offene Fragen, da aber Anthony Russo schon gesagt hat, dass er sich erhofft, dass daraus der Start einer Reihe werden könnte, kann man sich ja denken, wie der Film ausgegangen ist.
Auch wenn die Story von „Extraction” auf einer Briefmarke passt. Actionfans kommen hier klar auf ihre Kosten. Wunderbar hart, kompromisslos und trotz ein paar Längen am Anfang und in der Mitte, macht der Film irre viel Spaß. Die Action ist atemberaubend aufgenommen und in Szene gesetzt. Chris Hemsworth macht seine Sache super, während die restlichen Charaktere kaum im Gedächtnis bleiben, ist der Film ein wunderbar kurzweiliger Film, den man sich als Actionfan immer wieder anschauen kann, mit einem Ende, wo man sich erhofft, dass noch weitere Abenteuer von Tyler Rake kommen. Pflichtprogramm für jeden Fan von Filmen wie „John Wick“ oder „The Raid“.
(Pierre Schulte)
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