Fear the Walking Dead – Season 5 – Blu-ray Review | Universal Pictures | 10.12.2019

Fear the Walking Dead Staffel 5 Filme Shop kaufen

Fear The Walking Dead Staffel 5 Filme Shop kaufen„The Walking Dead“ gehört zu den erfolgreichsten Basic Cable Serien in den USA, auch wenn die Quoten nicht mehr annähernd an deren Höchstzeiten heranreichen, sind die Streaming-Zahlen immer noch ein Level für sich.

Durch den Erfolg von „The Walking Dead“ musste natürlich auch schnell ein Spin of her, auch wenn „Fear the Walking Dead“ nie annähernd an den Erfolg oder die Klasse von „The Walking Dead“ rankam, geht es auch da inzwischen in die 5. Runde. Nachdem Amazon bereits die 5. Staffel bei uns ausgestrahlt hat, bringt Eone die Staffel nun auch unzensiert auf Blu-ray raus und wir durften diese Blu-ray für euch testen.

Story:

Die Gruppe um Alicia (Alycia Debnam-Carey) und Morgan (Lennie James) dachte, sie könnten endlich kurz verschnaufen, aber dann werden sie gewarnt, dass das naheliegende Atomkraftwerk kurz vor dem Super-Gau steht und viele Bereiche bereits radioaktiv verstrahlt sind, selbst die Walkers werden so zu einer noch größeren Bedrohung, weil auch diese verstrahlt sind. Nun müssen alle einen schnellen Fluchtweg finden, doch das ist alles andere als einfach, als sie auch eine Gruppe von Kindern treffen.

Fear The Walking DeadEindruck:

Nachdem während Season 4 ein Großteil der Charaktere der ersten Stunde die Serie „verlassen“ haben und es einen Zeitsprung gab, sodass die Serie nun parallel zu „The Walking Dead“ läuft, gibt es im Grunde kaum noch große Unterschiede zur Hauptserie.

Inzwischen ist neben Morgan, gespielt von Lennie James, nun auch Dwight, gespielt von Austin Amelio, von „The Walking Dead“ zu „Fear the Walking Dead“ rübergewandert, sodass dort deren Geschichten weitererzählt werden, wobei ich sagen muss, beide kommen hier merklich besser rüber, als in der Hauptserie. Vor allem Dwight, der schon in „The Walking Dead“ eine tragische Figur war, bekommt noch mehr Dramatik hinzu, zumindest in der ersten Hälfte der Staffel.

Die neuen Charaktere aus Season 4 rund um Maggie Grace, Jenna Elfman und Garret Dilahunt bekommen nun auch mehr Screentime und lassen die teilweise sehr unsympathischen Charaktere aus den ersten Staffeln vergessen, da diese schon merklich besser rüberkommen. Wobei viele Charaktere auch teilweise recht bräsig agieren, sodass man als Zuschauer stellenweise schon den Kopf schütteln muss. Dazu nerven auch die großen Ansprachen, die sich mehr oder weniger ständig wiederholen, mehr und mehr und sorgen dadurch nur noch für Augenverdrehen.

Schön ist es zumindest, dass erst mal nicht wieder einfach die Hauptserie kopiert wird und ein neuer böser Mensch eingeführt wird. Hier ist mehr oder weniger die Natur der Gegner, wodurch die Serie schon eine komplett andere Facette bekommt.

Jedoch hat Staffel 5 dasselbe Problem, wie die Staffeln davor und wie bei der Hauptserie. Inhaltlich tritt die Serie auf der Stelle und es geht kaum weiter und natürlich sind die Zombies aka Walkers nur eine Nebenrolle und kommen jetzt nicht gerade häufig in Erscheinung.

Fear The Walking DeadVom Storytelling her hat die Staffel auch leider mal wieder mit einigen Logiklöchern zu kämpfen, sodass man bei der Serie definitiv nicht nachdenken darf, denn wenn man das macht, fällt der Unterhaltungswert schon gravierend ab, denn Logiklöcher und die bereits erwähnten nicht gerade intelligenten Charaktere, die ihre Art zu handeln auch ständig widersprechen, sind extrem stark vertreten. Kann man diese Schwächen aber ignorieren, bekommt man zumindest in der ersten Hälfte der Staffel eine recht unterhaltsame „No Brainer Endzeit Dramaserie“ mit Zombies. Die Zombies selbst sind gewohnt hochwertig in Szene gesetzt mit handgemachten Masken, dazu sind die Gore Effekte auch sehr gelungen.

Wobei das Level der Hauptserie, die in letzter Zeit auch schwächelte, wird immer noch nicht erreicht. Ab der zweiten Hälfte bricht die Qualität dann leider mit Wucht ein. Erst gibt es eine ultra langweilige Found Footage Folge nur, um dann wieder mit einer alten Bedrohung aufzutauchen, damit man sich schön weiterhin im Kreis drehen kann, ähnlich wie es in der Hauptserie mittlerweile der Fall ist. Manchmal sorgt die zweite Hälfte von „Fear the Walking Dead“ dafür, dass man dasGefühl bekommt, es ist eine Mission of the Week Serie, ohne dass überhaupt was erzählt wird. Die Erzählgeschwindigkeit, die bisher schon sehr langsam war, wurde noch mal langsamer gemacht und man merkt mehr als deutlich, wie man alles künstlich in die Länge ziehen wollte. Der Style wird dann in den letzten Folgen endgültig geändert und es wird im Dokumentations-Found-Footage-Style erzählt, was die letzten Folgen absolut quälend machen. Von der Idee her ganz nett, aber halt ultra langweilig umgesetzt.

Eine neue Gegnerin taucht zwar auf, aber ansonsten passiert absolut gar nichts außer, dass man Leute in die Kamera sprechen sieht. Immer wieder diese „helft allen Menschen“ Botschaften, dazu gibt es noch mal weniger Zombies zu sehen und was die neue Gegnerin angeht, naja, auch die trägt nicht gerade dazu bei, dass die Serie sich steigert, da auch sie nach demselben Muster agiert, wie alle anderen Walking Dead Bösewichter.Das Finale ist recht unspektakulär ohne große Spannung oder Action, mit recht harmlosem Cliffhanger und da die meisten Charaktere einem während der zweiten Hälfte von Staffel 5 wieder egal geworden sind, was mit denen passiert, sorgte es eher für ein Gesicht-Verziehen als zum Mitfiebern.

Fear The Walking DeadBild:

Ähnlich wie die Hauptserie hat auch „Fear The Walking Dead“ einiges an Stilmittel. Es gibt durchgängig leichtes Grieseln und die Farben sind sehr kühl. Die Schärfe ist aber okay, sodass zumindest Details wie einzelne Haare gute sichtbar sind. Auch wenn das Bild gewollt weit weg von Referenz ist und jetzt nicht gerade schön aussieht, sieht es nicht ganz so extrem übel aus, wie bei der Hauptserie. Insgesamt eher mittelmäßige Bildqualität.

Ton:

Der deutsche und englische Ton liegt jeweils in DTS HD 5.1 vor und sind beide auf gleichem Level. Beide bieten wirklich viel Kraft und sehr detaillierten Raumklang, sodass man wirklich vieles um einen herum hören kann, was da passiert. Gleichzeitig bieten beide Tonspuren gleichstark viel Kraft.

Die deutsche Synchro ist ganz solide. Einige Stimmen sind gut gewählt, andere eher na ja. Richtig übel macht aber keiner seinen Job und auch die Gefühle kommen ordentlich rüber.

Fear The Walking DeadExtras:

Behind the Scenes Features:

  • Grüße vom Set
  • Ein Blick auf Staffel 5
  • Dwights Reise
  • Die Rückkehr von Daniel Salazar
  • Beziehungen in der Apokalypse
  • Handeln statt Reden
  • Nicht einfach nur überleben
  • Aufbau einer Zukunft
  • Abschlussbetrachtung

Als Extras gibt es reichlich. Die Features an sich sind einzeln betrachtet eher kurz, teilweise zwischen drei und 15 Minuten aber in der Summe kommt man auf ca. 75 Minuten an sehr interessanten Making of und Behind The Scenes Features komplett in HD, stellenweise übrigens mit besserem Bild, als bei der Serie selbst. Dazu sind die Features sehr interessant gestaltet und jab, auch hier direkt interessanter als die Serie an sich, es werden viele Szenen erklärt und Cast und Crew kommt oft zu Wort.

Fear The Walking DeadFazit:

Die erste Hälfte der Staffel machte wirklich Spaß, trotz der unglaublich vielen Schwächen, aber was die Macher in Bezug auf der zweiten Staffelhälfte geritten hat, versteht wohl keiner. Zu Recht gibt es bereits Online-Petitionen, dass die Showrunner gefeuert werden sollen, weil hier die 5. Staffel sowas von mit unglaublicher Wucht an die Wand gefahren wird, schlimmer geht es kaum. Die zweite Hälfte zog die Staffel wirklich extremst runter und es ist wohl so, dass wenn man diese acht Folgen auslässt, man absolut nichts verpasst, weil wirklich so ziemlich gar nichts passiert. Bleibt zu hoffen, dass man bei Season 6 die Kurve noch bekommt.

(Pierre Schulte)

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Bewertungen: 4.7 / 5. 579

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