GreedFall – PS4 Review | Spiders

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GreedFall PS4 Review CoverDer französische Entwickler Spiders hat sich mit Titeln wie „The Technomancer“ oder „Bound by Flame“ schon im Action-Rollenspiel Genre versucht. Beide Titel hatten gute Ansätze, hinterließen aber leider aufgrund des Gameplays oder der unausgereiften Story nur einen eher soliden Gesamteindruck. „GreedFall“, als das bisher größte westliche RPG Projekt der Spiders, wirkt bereits im Vorfeld ausgereifter und da alle guten Dinge ja bekanntermaßen drei sind, haben wir das neue RPG der Spiders getestet.

„GreedFall“ schickt uns auf der bisher unerforschten, mysteriösen Insel Teer Fradee ins Abenteuer. Hier sollen wir, in der Rolle des Diplomaten De Sardet, gemeinsam mit Gouverneur Constantin D’Orsay nach einem Heilmittel für eine scheinbar unaufhaltsame Krankheit suchen, welche unsere Heimat und deren Bevölkerung auszulöschen droht. Doch zuvor müssen wir zunächst, in einem wirklich originell in Szene gesetzten Charaktereditor, festlegen, wie unser De Sardet denn aussehen soll. Auch Geschlecht und eine der drei Startklassen (Krieger, Taktiker, Magier) werden an dieser Stelle festgelegt. Anschließend folgt ein gut gemachtes Tutorial in unserer Heimatstadt Serene bei dem wir in aller Ruhe an das Kampfsystem, das Questsystem und alle weiteren Feinheiten herangeführt werden. Nach gut zwei Spielstunden und nachdem man alles gut verinnerlicht hat geht es aufs Schiff und weiter in Richtung Teer Fradee. Was nun folgt ist eine stimmungsvolle Zwischensequenz, bei der am Ende auch der Spieltitel eingeblendet wird und uns so aufzeigt, dass das zuvor erlebte alles nur der Anfang war. Das richtige Spiel beginnt erst jetzt.

GreedFall PS4 Review Szenenbild001„GreedFall“ hat zwar Startklassen, im Verlauf des Spiels lassen sich aber Skillpunkte nach Belieben auf viele unterschiedliche Fertigkeiten verteilen. So kann jeder Spieler im Endeffekt so spielen, wie er möchte und es für sich am besten hält. Waffengattungen, Magie, Diplomatie u. v. m. alles kann nach eigenen Vorlieben festgelegt werden. Wer also Questen lieber als Diplomat und ohne großes Blutvergießen lösen möchte, kann das, wenn er entsprechende Fähigkeiten skillt, auch tun. Sogar die Kleidung und das Auftreten unseres Protagonisten kann Einfluss darauf haben, wie sich Gesprächspartner verhalten.

Auf der PS4 Pro, mit der wir das Spiel getestet haben, lief das Spiel flüssig und ohne merkliche Einbrüche, hinzu kommen angenehm schnelle Lade und Speicherzeiten. Optisch schaut GreedFall ebenfalls sehr hübsch aus, nutzt eine warme Farbpalette und erinnert stellenweise an Titel wie „Assassin’s Creed: Black Flag“. Sehr viele liebevolle Details und ein tolles Art-Design findet man besonders in den Städten vor, auch die unzähligen Gewänder schauen klasse aus. Einziger Minuspunkt ist die hektische Kameraführung, an die man sich aber nach einer Weile gewöhnt hat.

In Sachen Sound bietet „GreedFall“ eine qualitativ hochwertige englische Vertonung samt guten deutschen Untertiteln, stimmungsvolle Hintergrundmusik und passende Soundeffekte.

Aufgrund vieler Gemeinsamkeiten, wie z. B. dem Party-System, dem Beziehungssystem oder der Multiple-Choice Dialoge, erinnert das Spiel an BioWare Titel wie „Dragon Age“. Auch das Kampfsystem ist den Spiders endlich gelungen. Es erinnert ebenfalls an „Dragon Age“ und kann bei Bedarf jederzeit pausiert werden. So können in aller Ruhe die Schwächen des Feindes zu studiert und die nächsten Schritte sorgfältig geplant werden.

GreedFall PS4 Review Szenenbild002Questgeber gibt es reichlich und zum Glück gibt es nur wenige der unbeliebten „töte X davon und sammle x hiervon“ Aufgaben zu bewältigen. Die meisten Missionen wurden wirklich schön ausgearbeitet und bieten verschiedene Herangehensweisen wie z.B. eine verschlossene Hintertür, die, den richtigen Skill vorausgesetzt, geöffnet werden kann. Ist eine Aufgabenreihe komplett abgeschlossen, kann sogar komfortabel per Schnellreise direkt zum Questgeber zurückgekehrt werden.

Das Erforschen der Insel Teer Fradee und ihrer vielen Geheimnissen erfordert mehr als nur eine scharfe Klinge oder Musketen. Auch Köpfchen ist gefragt, denn viele Entscheidungen müssen in zahlreichen, teils langen, Dialogen getroffen werden. Je nachdem, wie wir bei einer Mission vorgehen oder welchen Begleiter wir wählen, welcher Fraktion wir uns anschließen, all das wird den Spielverlauf beeinflussen.

Fazit:

Mit „GreedFall“ ist den Franzosen ihr bisher bestes, westliches RPG gelungen. Es ist zwar kein Triple A Meisterwerk, aber dennoch ein wirklich besonderes, grundsolides Spiel mit einem bisher einzigartigen und spannenden Setting das so richtig Spaß macht. RPG Fans sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Pro:

– tolles, einzigartiges Setting
– gutes Kampfsystem
– origineller Charaktereditor
– sympathische Gefährten
– tolle Abenteuerstimmung
– schönes Monsterdesign

Contra:

– Kameraführung teilweise hektisch
– teilweise langatmige Dialoge

(Björn Cuber)

©Bilder und Trailer Spiders – Alle Rechte vorbehalten!

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