Kaum ein Künstler hat die Musikwelt so nachhaltig geprägt und gleichzeitig so sehr polarisiert wie der King of Pop. Mit dem aufwendig produzierten Biopic „Michael“ startet an diesem Donnerstag die mit Spannung erwartete filmische Aufarbeitung seines Lebens in den deutschen Kinos. Wir verraten euch, warum dieser Film nicht nur ein visuelles und musikalisches Fest für Fans ist, sondern auch den ehrgeizigen Versuch unternimmt, den Menschen hinter dem globalen Phänomen greifbar zu machen.
Für das gigantische Projekt nahm Regisseur Antoine Fuqua auf dem Regiestuhl Platz, während Produzent Graham King, der bereits mit „Bohemian Rhapsody“ große Erfolge feierte, die Fäden im Hintergrund zog. Die wohl größte Überraschung und gleichzeitig klügste Entscheidung des Films ist die Besetzung der Hauptrolle: Jaafar Jackson, der echte Neffe der Pop-Ikone, schlüpft in die Rolle seines berühmten Onkels und liefert eine geradezu verblüffend authentische Performance ab. An seiner Seite glänzen Colman Domingo als strenger Familienpatriarch und Nia Long als liebevolle Mutter. Auch die geschäftliche Seite der Musikindustrie wird beleuchtet, unter anderem durch Miles Teller, der den einflussreichen Manager verkörpert. Der Film verspricht eine vielschichtige Annäherung an einen der größten und komplexesten Entertainer unserer Zeit.
Inhalt: Der Film beleuchtet den beispiellosen und zugleich tragischen Werdegang von Michael Jackson (Jaafar Jackson) in all seinen Facetten. Die Geschichte nimmt ihren Anfang in der bescheidenen Arbeiterstadt Gary in Indiana. Dort macht der junge Michael (Juliano Krue Valdi) unter der unerbittlich harten Hand seines Vaters Joe (Colman Domingo) gemeinsam mit seinen Brüdern als „The Jackson 5“ erste Schritte im Musikgeschäft. Der enorme Leistungsdruck und der fehlende Raum für eine unbeschwerte Kindheit legen schon früh den Grundstein für die spätere emotionale Zerrissenheit des Künstlers.
Im weiteren Verlauf konzentriert sich das Drama auf Michaels beispiellosen Aufstieg als Solokünstler, der mit Alben wie „Off the Wall“ und „Thriller“ Popgeschichte schrieb und die Welt der Musikvideos revolutionierte. Doch neben den beispiellosen kreativen Höhenflügen, den legendären Bühnenshows und dem weltweiten Ruhm scheut sich der Film auch nicht davor, die Schattenseiten dieses Lebens zu beleuchten. Er zeigt den immensen Druck der Öffentlichkeit, die wachsenden Kontroversen und die tiefe persönliche Isolation eines Mannes, der zwar Millionen Menschen rund um den Globus begeisterte, im Kern jedoch oft zutiefst einsam und auf der Suche nach sich selbst blieb.
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