Heute möchte ich euch eine außergewöhnliche Dokumentation vorstellen, welche sich mit dem Leben und Schaffen des 1898 in den Niederlanden geborenen Künstlers Maurits Cornelis Escher befasst. Doch wer war M. C. Escher, der sich selbst nie als Künstler bezeichnete. Dieser Frage möchte die Dokumentation „Reise in die Unendlichkeit“ von Robin Lutz auf den Grund gehen. Der Dokumentarfilm beginnt mit den Worten: „Ich fürchte, es gibt auf dieser Welt nur eine Person, die einen guten Film über meine Drucke machen kann: Ich selbst!“ Diese Zeilen schrieb Escher einst an einen amerikanischen Sammler und er sollte recht behalten. So werteten die Macher dieser Doku etliche Texte aus Eschers Büchern und Tagebücher aus. Escher war nicht nur ein visionärer Grafiker, sondern auch ein scharfer Beobachter. So hielt er seine Beobachtungen als auch seine Erfahrungen in zig privaten Aufzeichnungen fest. Anhand dieser Texte war es Regisseur Robin Lutz möglich, ein Skript zu erstellen, welches Escher auch nach seinem Tode die Möglichkeit gibt, seine ihm gewidmete Dokumentation „selbst“ zu vertonen.
Meinung und Wertung:
Wie bereits erwähnt, sah sich Escher nie selbst als Künstler, selbst gegenüber dem Musiker Graham Nash, der sich bei Escher für dessen Kunstwerke bedanken wollte, betitelte er sich selbst eher als Mathematiker. Dennoch bleibt kein Zweifel daran, dass er durch seine Werke die künstlerische Welt nachhaltig beeinflusste. Trotzdem erschloss es sich ihm schon zu Lebzeiten nicht, weshalb seine Werke so große Aufmerksamkeit auf sich zogen. Besonders die Hippies in den Swinging Sixties/ Woodstock waren von seinen Werken angetan. Sehr zum Leidwesen Eschers, da sie seine schwarz/weiß Werke bunt einfärbten. Ihm war weder klar, warum diese Generation auf seine Bilder so abfuhr, noch warum sie diese kopierten, geschweige denn einfärbten. Meiner bescheidenen Meinung nach wirkten Eschers surreale Werke auf einen LSD-geschwängerten Geist besonders anregend, isses bunt, ist es besonders schööön.

Diese Dokumentation zeigt neben dem Künstler und seinem Schaffen auch das Leben, das ihn prägte. So erfahren wir als Zuschauer nicht nur durch Eschers Erzählungen selbst etwas über diesen Ausnahmekünstler, sondern auch durch Interviews mit Familienangehörigen und Wegbegleitern.

Kennt ihr M.C. Escher und / oder habt Ihr bereits die Dokumentation gesehen? Wie habt Ihr sie empfunden, hat sie Euch gefallen, bejubelt Ihr sie oder fandet Ihr diese eher bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit.
Bild:
Das Bild ist durchweg als ordentliche für eine DVD zu bezeichnen. Dabei sind Farben, Kontraste, Schärfe auf einem sehr guten Niveau. Die Schwarzwerte gehen auch in Ordnung. Für eine DVD gibt es nichts zu bemängeln.
Ton:
Der Ton liegt DD 5.1 jeweils in Deutsch und Englisch vor. Da wir es hier mit einer Dokumentation zu tun haben, liegt das Hauptaugenmerk auf den Dialogen. Diese sind durchweg klar, sauber und verständlich.
Extras:
- 24 seitiges Booklet
- Faltplakat
- 5 Postkarten
- Trailer
- Trailershow
Wie immer möchte ich mich für eure Aufmerksamkeit bedanken und hoffe wir lesen uns bei meinem nächsten Review wieder.
(Marc Maurer)
©Bilder und Medium zur Verfügung gestellt von MFA+ – Alle Rechte vorbehalten.
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