Marvels Cloak & Dagger – Season 2 – Review – Marvel Television (zu sehen auf Amazon Prime)

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Marvel dominiert seit über zehn Jahren die Kinokassen und ist dort eine absolute Macht. Ein Hit jagt den nächsten, und zig Rekorde wurden von Marvel gebrochen.

Im TV-Bereich sieht es dagegen komplett anders aus. Auf Netflix konnte Marvel zwar auch jede Menge Erfolge feiern, aber aufgrund zu hoher Lizenzgebühren hat Netflix sämtliche Marvelproduktionen relativ zügig abgesetzt. Auch im Free-TV überlebte Marvel nicht lange und selbst wenn, dümpeln sie oft mit extrem niedrigen Quoten stets am unteren Ende der Nahrungskette.

Eines der noch wenigen verbliebenen Marvel Serien, bevor demnächst eine neue Welle an Marvel Serien auf Disney+ starten soll, ist Marvels „Cloak & Dagger“, basierend auf dem gleichnamigen Marvel Comic von Bill Mantlo und Ed Hannigan. In den USA läuft diese Serie auf dem kleinen Disney Sparten Sender Freeform. Bei uns wird die Serie parallel zur US -Ausstrahlung auf Prime ausgestrahlt. Inzwischen ging nun Season 2 zu Ende.

Story:

Cloak Dagger Review Szenenbild001Acht Monate sind nach der Schlacht gegen Roxxon vergangen. Tandy versucht ein normales Leben zu führen, während Tyrone in einer verlassenen Kirche lebt und versucht, sich durchzuschlagen und nebenbei Verbrecher bekämpft. Als Tandy das rauskriegt ist sie beleidigt, weil Tyrone sie nicht um Hilfe gebeten hat. Als sich beide darauf mit einem mächtigen Zauberer anlegen habe sie bald Schwierigkeiten, Illusion und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Staffel 1 bekam damals sehr gute Kritiken und hat für den kleinen

Sender Freeform auch ganz ordentliche Quoten eingefahren. Staffel 2 bekam ebenfalls sehr gute Kritiken, konnte aber quotenmäßig nicht mehr mit der ersten Staffel mithalten. Die Zahlen haben sich sogar halbiert, dabei macht Staffel 2 nicht viel anders als noch Staffel 1, nur, dass die Schwächen während Staffel 2 noch mal deutlich präsenter sind. Aber immerhin sind die Quoten noch auf solidem Freeform Niveau geblieben.

Die Folgen selbst sind wie Staffel 1 durchgängig erzählt mit zehn Folgen zu je 39-40 Minuten. Verweise zur eigentlichen Marvel Cinematic Universe (MCU) findet man wie in Season 1 sehr wenig. Einzig ein Charakter aus „Daredevil“ wird nebenbei mal erwähnt sowie „Luke Cage“, der auch Erwähnung findet. Jedoch die Ereignisse aus den Filmen habe keinerlei Einfluss auf die zweite Staffel.

Hauptdarstellerin Olivia Holt und Hauptdarsteller Aubrey Joseph machen ihre Sachen gewohnt sehr gut und harmonieren sehr gut zusammen. Auch die Charaktertiefe der beiden inkl. deren jeweiligen Zusammenspiel ist richtig klasse. Der Rest des Casts macht seine Sache ganz okay, wobei Brooklyn McLinn einen eher 08/15 Bösewicht abgibt, welches ein immer wiederkehrendes Problem bei Marvel ist, da sie es eher selten schaffen, einen ordentlichen Bösewicht abzuliefern.

Cloak Dagger Review Szenenbild003Optisch ist jede Folge fast wie ein Kunstwerk, welches mit einem sehr guten Score unterlegt ist, was für eine wirklich sehr gute Atmosphäre sorgt. Die Action und die CGI ist für TV-Verhältnisse eher im unteren Durchschnitt anzusiedeln. Hier merkt man halt, dass hier nicht das Mega Budget zur Verfügung stand, und da es sowieso sehr wenig Action gibt in der Staffel, war das wohl auch keine große Priorität für die Macher.

New Orleans als Kulisse kommt aber gewohnt klasse rüber und unterstreicht diese einzigartige Atmosphäre der Serie.

Aber wie auch in Staffel 1 ist die größte Schwäche der Serie die Story.

Vieles wird durch Atmosphäre, Score und Optik überblendet, aber trotzdem schaffen es die Macher tatsächlich, dass die Story nicht nur sehr langsam erzählt wird, sondern auch teilweise komplett stehen bleibt.

Hier werden knapp fünf Minuten Story in einer 40 Minuten Folge verpackt, wie z.B. eine Folge, wo dieselben Szenen mehr oder weniger aus unterschiedlichem Blickwinkel gezeigt werden und man so zum Schluss ein Gesamtbild bekommt. Auch Sprünge in der Zeit sind an der Tagesordnung. Spielerisch konnten sich so die Macher natürlich fleißig austoben. Sowas ist ja mal ganz nett, aber als Zuschauer fragt man sich, wann es inhaltlich mal weiter geht.

Während Staffel 1 konnte man vielleicht noch mit dem extrem langsamen Storytelling leben, aber hier wurde es schon etwas zu viel des Guten. Es geht sogar soweit, dass man die komplette Story der Staffel locker innerhalb einer Folge hätte erzählt werden können.

Cloak Dagger Review Szenenbild004Das Ende der zweiten Staffel ist an sich ganz nett, möchte gern auf Spektakulär machen, verpufft aber aufgrund der schwachen Action. Scoretechnisch ist die gesamte Staffel aber wirklich klasse unterlegt. Die Storyline ist an sich gut abgeschlossen und würde auch zu einem Serienende passen, denn einen riesigen Cliffhanger gibt es nicht und mit den verbliebenen offenen Fragen, kann man eigentlich gut leben.

Fazit:

Wer mit der ersten Staffel aufgrund der langatmigen Story Probleme hatte, wird hier noch mehr die Krise kriegen, auch wenn es von der Erzählweise eher wie ein Kunstwerk ist, spürt man halt auch sehr deutlich, wie alles auf der Stelle tritt, aber immerhin machen der Cast seine Sache ganz gut. Zur Komplettierung der MCU ist diese Serie ebenfalls unnötig, da auf die MCU kaum eingegangen wird, man verpasst also nichts, wenn man die Serie ignoriert.

(Pierre Schulte)

©Bilder Amazon Prime – Alle Rechte vorbehalten!

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