Be Cool - Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten großen Hit – Blu-ray Review | Concord Home Entertainment

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Be cool BD CoverMit „Schnapp Shorty“ gelang Barry Sonnenfeld eine kultige Verfilmung des gleichnamigen Romans „Elmore Leonards“ aus dem Jahre 1995. Diesen Erfolg versuchte    F. Gary Gray im Jahre 2005 zu wiederholen. Mit dabei sind wieder einige namhafte Promis aus der Film, Musik und Wrestling Welt, wie André Benjamin (Outkast), Cedric The Entertainer, James Woods, Danny DeVito, Steven Tyler Leadsänger von Aerosmith, Vince Vaughn, Uma Thurman, Harvey Keitel und last but not least Dwayne „The Rock“ Johnson in einer extrem coolen und total untypischen Nebenrolle sowie einige weitere Bekanntheiten. Dieses Mal verschlägt es Chili Palmer in die Musik Industrie. Ob Regisseur Gray den Erfolg des Erstlings mit diesem Thema wiederholen konnte oder ob der Film und die BD ein Flop wurden, erfahrt in den nächsten Zeilen.

Inhalt:

Chili Palmer ist Back, nach seinem Durchbruch als Filmproduzent des Filmes „Get Leo“, beginnt er sich aber auch schon wieder zu langweilen. Vielleicht sollte er in sein altes Business zurückkehren. Während er noch so am Schwanken ist, wird er von dem Musik-Produzenten Tommy Athens beschwatzt, einen Film über ihn zu drehen. Doch noch bevor der Kaffee fürs Schwätzchen auf dem Tisch steht, wird Tommy von Russen übern Haufen geschossen. Chili ist trotz des Attentats weder geschockt noch erschrocken, beschäftigt ihn noch immer die Frage, was er als nächstes auf die Beine stellen soll. Dabei landet er in einem Club und wird dort auf die talentierte Sängerin Linda Moon aufmerksam. Tja, das könnte doch sein nächstes „Projekt“ werden. Kurzum, noch im gleichen Moment löst Chili Lindas Vertrag mit ihrem Manager Raji, hat er doch schon große Pläne mit Linda. Und da kommt Tommys Witwe Edie ins Spiel, die das Label NTL-Records soeben geerbt hat. Nur tun sich schon die nächsten Probleme auf, Tommy hat 300.000 Dollar Schulden bei Sin LaSalle. Lindas Manager ist erstmal aus dem Spiel, doch Linda hat auch noch einen Vertrag mit Nick Carr, einem weiteren Produzenten. Dazu wirft sich Chili auch noch Rajis Bodyguard zu Füßen. Auf der einen Seite soll er Chili kalt machen, auf der anderen würde er liebend gern bei Chili für einen Film vorsprechen. Für Chili wird es langsam aber sicher richtig anstrengend, das alles zu ordnen. Als wäre das nicht genug, rücken ihm jetzt auch noch die Russen auf den Pelz, etwas, worauf Chili neben dem ganzen anderen Chaos jetzt nicht auch noch Bock hat. Aber Chili wäre nicht Chili, wenn er das nicht auf seine eigene, obercoole Art ganz geschmeidig lösen würde.

Be cool Review Szenenbild003Meinung und Fazit:

Ja, ja, das alte Spiel, ein erfolgreicher Vorgänger zieht selten einen ebenso erfolgreichen Nachfolger nach sich. So kurios und wirr sich die Inhaltsangabe liest, so ist auch der Film geworden. Nun gut, der Film ist jetzt nicht so schlecht, aber an „Schnappt Shorty“ kommt er bei weitem nicht ran. Kommen wir erstmal zum Positiven. John Travolta als Chili Palmer ist einfach eine ultra-coole Socke und die Rolle scheint ihm auf den Leib geschrieben, da gibt’s nichts zu mäkeln. Ihm zuzusehen, wie er auf seine ganz eigene Art Konflikte und Probleme löst, ist einfach zu herrlich. Auch der restliche Cast weiß durchaus zu gefallen. Kommt dabei aber zu keiner Zeit an Travoltas Performance heran. Sieht man Uma Thurman und John Travolta zusammen in den Szenen, denkt man unweigerlich an „Pulp Fiction“ und die Tanzszene lässt keine Zweifel daran, dass das eine eingebaute Hommage an diesen ist. Dwayne „The Rock“ Johnson hat zwar nur einen recht kleinen Nebenpart, diesen füllt er aber mit solch herrlichen Aktionen aus, dass man schon ein Grinsen im Gesicht hat, wenn er nur im Bild erscheint. Allein sein eingeübter „Monolog“ eines „Dialogs“ ist schon das Paradoxon schlechthin und ein genialer Lacher, besonders wenn die Kamera auf Uma Thurmans Gesicht schwenkt. Die Gaststars geben sich hier die Klinke in die Hand und machen ihre Sache ebenfalls gut. Hier wären Steven Tyler und besonders André Benjamin von Outkast genannt, welcher durchweg in seiner kleinen Rolle überzeugt.

Die Story an sich ist an den Vorgänger angelehnt. Ehemaliger Kredithai kommt auf die Idee, einfach so mal kurz Filmproduzent zu werden und nun kommt der Kredithai-Filmproduzent auf die irrwitzige Idee, Musikproduzent zu werden. Klingt gleich, ist aber leider nicht gleich gut und somit sind wir schon beim negativen angelangt. Im Gegensatz zu Regisseur Barry Sonnenfeld schafft es Regisseur F. Gary Gray nicht, einen konsistenten Film zu erschaffen. Er springt wild zwischen den verschiedenen Plots und Figuren hin und her. Dies wirkt teils recht zusammengewürfelt und anstrengend, was auf Dauer ermüdet. Dabei sind viele Gags einfach nicht besonders witzig, geschweige denn originell. F. Gary Gray versucht eine Art Heist Movie mit Twists aufzubauen, was aber ebenfalls nicht so richtig gelingen will. Dazu ist das Drehbuch dann doch zu konfus.

Be cool Review Szenenbild001Was im Endeffekt bleibt ist eine „nette“ Fortsetzung, die ihrem Vorgänger leider nicht das Wasser reichen kann. Es gibt einige wirklich lustige Gags, John Travolta rockt seine Rolle und manche Szenen besonders mit „The Rock“ sind einfach zu schön und bleiben sogar über Jahre hinweg im Gedächtnis. Doch die zuvor genannten Schwächen gleichen die Highlights auch gleich wieder aus. Für eine seichte Abendunterhaltung nach einem Arbeitstag oder dem obligatorisch verregneten Sonntag reicht die Unterhaltung aber allemal aus. Nur sollte man dabei den direkten Vergleich mit „Schnappt Shorty“ vermeiden.

Habt ihr den Film gesehen, wie habt ihr ihn empfunden, hat er euch gefallen, bejubelt ihr ihn oder fandet ihr ihn bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

Bild:

Das Bild ist durchweg gut geworden. Farben, Kontraste sind nun sehr ausgewogen, die rötliche Färbung, mit der noch die DVD zu kämpfen hatte, ist verschwunden. Der Schwarzwert hat ab und zu  zu kämpfen und verschluckt gerne mal Details auf Travoltas schwarzer Kleidung. Die Schärfe hat deutlich zugelegt. Alles in allem eine wirklich gute Qualität ohne Bildfehler oder Verunreinigungen.

Be cool Review Szenenbild002Ton:

Der Ton liegt für Deutsch jeweils in DD 2.0 und DTS-HD Master Audio 5.1 vor, letzteres Format gilt auch für die englischen Tonspur. Der Ton macht eine wirklich gute Figur. Die Dialoge sind immer durchweg gut verständlich, die Musik füllt schön den Raum. Am Ton gibt’s von meiner Seite aus nichts zu bemängeln.

Extras:

  • Entfallene Szenen
  • Making-of
  • Original-Kinotrailer

(Marc Maurer)

©Bilder und Medium zur Verfügung gestellt von Concorde Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten!

 

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  • Story 6.5
  • Bild 8
  • Ton 8
  • User Ratings (0 Votes) 0
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Summary
7.5 Awesome

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