Narrow Margin: 12 Stunden Angst – Blu-ray - Review – Mediabook | Koch Films | 02.06.2020

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Narrow Margin 12 Stunden Angst 1990 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewMit „Narrow Margin: 12 Stunden Angst“ schuf Regisseur Peter Hyams 1990 einen klassischen Thriller, in dem ein Bezirksstaatsanwalt, gespielt von Gene Hackman („French Connection“), versucht, eine Zeugin, gespielt von Anne Archer („Eine verhängnisvolle Affäre“), vor einer Horde Killer zu schützen. „12 Stunden Angst“ ist dabei selbst schon ein Remake des Films „Um Haaresbreite“ von Richard Fleischer aus dem Jahr 1952. Ob dieses Remake auch heute noch in der Lage ist, die Spannung hoch zu halten und wie der Film heute noch auf mich wirkt, erfahrt ihr wie immer wenn ihr weiterlest.

Story:

Ein Blind Date mit Michael Tarlow soll das Leben von Carol Hunnicut für immer verändern. Nachdem Michael das Date unterbricht, um auf seinem Hotelzimmer einen wichtigen Anruf zu tätigen, macht sich Carol derzeit im Bad frisch. Dabei erhält Michael unerwartet Besuch von einem seiner Klienten, dem kriminellen Leo Watts. Watts fand heraus, das Michael Geld von ihm abzweigte. Sowas kann Leo Watts nicht dulden und lässt Michael durch seinen Handlanger erschießen. Das sich Carol dabei im Bad versteckt, bleibt von Watts unentdeckt und so stiehlt sich Carol später ungesehen aus dem Hotelzimmer. Bezirksstaatsanwalt Robert Caulfield stößt bei seinen Ermittlungen betreff des Mordfalls Tarlow darüber, dass dieser nicht allein gewesen sein kann. So stöbert Detective Dominick Benti Carol in einer Hütte in den Rocky Mountains auf. Doch Leo Watts hat seine Augen und Ohren überall, so auch in der Staatsanwaltschaft. Noch während Caulfield versucht, Carol davon zu überzeugen, gegen Watts auszusagen, taucht bereits Watts Killerkommando auf. Detective Benti stirbt und für Caulfield und Carol gibt es nur noch die Flucht nach vorne. Der einzige Weg die nächstgrößere Stadt zu erreichen, funktioniert nur per Zug. Caulfield ist klar, in einem Zug, der 12 Stunden zur nächsten Stadt unterwegs ist und einem Killerkommando im Nacken, lässt ihre Überlebenschancen gen Null sinken. Doch er wird alles daran setzen, seine Zeugin heil aus dieser Situation zu bringen.

Narrow Margin 12 Stunden Angst 1990 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewMeinung:

Peter Hyams Remake des 1952er Films „Um Haaresbreite“ ist weit entfernt von einer billigen Kopie, wie man das leider sonst von einigen Remakes kennt. Hyams inszenierte seinen Film mit einem durchgehend hohen Tempo. Wirkliche Leerlauf-Szenen gibt es so gut wie keine. Nach einem kurzen Kennenlernen landet Anne Archer schon in einem astreinen Mordfall. Als Gene Hackman sich an die Mordermittlungen von Archers Date macht, kommt er recht schnell auf ihre Spur und versucht, sie davon zu überzeugen, gegen Watts auszusagen. Währenddessen sind schon die Häscher im Anmarsch und die Geschehnisse verlagern sich in einen Zug, der Jäger und Gejagte nicht viel Raum zum Handeln bietet. Von dort an kann Hyams seine Spannungskurve von Minute zu Minute steigern.

Unterstrichen wird die Hilflosigkeit der Gejagten durch die Ortswahl der Wildnis Kanadas, die unseren Titelfiguren auch keine Option zur Flucht liefert. Dabei lässt der Regisseur Hackman nie wie ein Top Bodyguard wirken, so wie das gerne andere Vertreter des Genres tun. Hackman muss zwar auch körperlichen Einsatz zeigen, dieser ist aber erst im Showdown, bis dahin besticht er durch seine Cleverness und auch der Glücksfaktor spielt unseren Flüchtigen in die Karten. Selbst für einen unerwarteten Twist hat Peter Hyams gesorgt. Anne Archer spielt zwar durchgehend gut und authentisch, dennoch gibt hier Gene Hackman eindeutig den Ton, ohne dabei aber zu omnipotent zu wirken. Dies dürfte der Rollenbeschreibung Archers zu verdanken sein, da diese keine großartige Ausweitung ihrer Figur vorsieht. Positiv ist wieder die durchwegs hohe Spannung, die sich im Verlauf auch weiter steigert. Auf die gerade in den 90er Jahren aufgekommene Zweisamkeit, die die meisten Protagonisten meist, trotz Häschern im Nacken, im Bett landen lassen, wurde glücklicherweise verzichtet. So bekommt der Zuschauer Spannung und Tempo über die gesamte Spieldauer geliefert.

Narrow Margin 12 Stunden Angst 1990 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewFazit:

Um die Anfangs gestellte Frage gleich von vorneweg zu beantworten: Ja, „Narrow Margin: 12 Stunden Angst“ konnte mich auch heute noch durchwegs sehr gut unterhalten. Die strikte Inszenierung, wenige bis gar keine Füllszenen, tolle Schauspieler und ein wirklich guter Spannungsbogen konnten über die Laufzeit hinweg überzeugen. Gerade ältere Thriller haben den Vorteil, dass, aufgrund fehlender Technik wie heutzutage, auch die Möglichkeiten der Gejagten beschränkt ist. Heute zückt man einfach das Smartphone, damals musste man sich ein Telefon suchen, was die Gefahr der Entdeckung und die Spannungskurve nochmals erhöhte. Gene Hackman spielt gewohnt großartig auf, Anne Archer durchweg gut, wobei ihre Rolle allgemein nicht so viel hergibt, außer auf der Flucht zu sein. Die Besetzung der Killer, bzw. des Anführers ist ebenfalls sehr gelungen und stellt einen wirklich guten Gegenpart zu Hackman her, auch wenn dies nur in einer Szene so richtig zum Tragen kommt. Der Hauptbösewicht hat dabei den kürzesten Auftritt, es wird zwar immer erzählt, was für ein Böser Leo Watts ist, aber bis auf den ersten Mord erfährt man nichts über ihn. Die Figur bleibt deswegen auch recht blass und könnte, statt dem großen Kriminellen, auch einfach nur ein reicher Typ sein, der sich Killer leisten kann. Um die Gefahr, die von diesem ausgeht, hätte man der Figur mehr Tiefe geben müssen, so erfährt man nie wirklich was diesen Gegenspieler so gefährlich macht. Und so wirkt jeder Killer im Film gefährlicher als der Obermacker selbst. Da wäre meines Erachtens noch einiges mehr drin gewesen. Nichtsdestotrotz erhält man auch heute noch einen sehr unterhaltsamen Thriller, mit einem wirklich gut aufgelegten Gene Hackman, welchen ich immer wieder gerne anschauen kann. Somit sollte bei dieser VÖ jeder zugreifen der Fan von Hackman ist und auch jeder der Freude an spannungsgeladenen und temporeichen Thrillern hat.

Habt ihr den Film gesehen, wie habt ihr ihn empfunden, hat er euch gefallen, bejubelt ihr ihn oder fandet ihr ihn bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

Narrow Margin 12 Stunden Angst 1990 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewBild:

Das Bild ist für einen Film dieses Alters wirklich ordentlich geworden. Die Farben wirken frisch, die Kontraste soweit ausgewogen. Das Highlight ist die Bildschärfe, die absolut überzeugen kann. Wo Licht da auch Schatten. Der Film weißt das typische Filmkorn auf, welches in hellen Szenen nicht wirklich ins Auge fällt, in dunkleren Szenen, in denen der Film hauptsächlich spielt, mal mehr mal weniger stark in den Vordergrund tritt. Dadurch ergeben sich auch manchmal etwas weichere Szene.

Auch der Schwarzwert kann nicht vollends überzeugen, so verschluckt dieser gerne auch mal Details. Alles in allem kann man aber immer noch von einer guten Qualität sprechen.

Ton:

Der Ton liegt für Deutsch und Englisch jeweils im Format DTS-HD MA 2.0 vor. Bezogen auf die Dialogverständlichkeit ist der Ton wirklich gut ausgefallen. Dialoge sind immer klar und deutlich zu verstehen. Räumliche Effekte wird der Surround-Sound Freund keine vorfinden.

Narrow Margin 12 Stunden Angst 1990 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewExtras:

  • Audiokommentar
  • Making of
  • Behind the Scenes
  • Interviews
  • Bildergalerie
  • Trailer

Technische Bewertungen beziehen sich immer auf das Alter und das vorhandene Ausgangsmaterial!

Wie immer möchte ich mich für eure Aufmerksamkeit bedanken und hoffe wir lesen uns bei meinem nächsten Review wieder.

(Marc Maurer)

©Bilder und Medium zur Verfügung gestellt von Koch Media – Alle Rechte vorbehalten.

 

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  • Story 7.5
  • Bild 7.5
  • Ton 8
  • User Ratings (0 Votes) 0
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Summary
7.7 Awesome

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