1917 – Kino-Review | Universal Pictures | 20.01.2020

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1971 Kino Film Oscar Shop kaufenStory:

Wir schreiben das Jahr 1917 und der 1. Weltkrieg tobt und wütet in Europa. Eine britische Einheit hält in Nordfrankreich die Stellung gegen deutsche Truppen und erhält währenddessen eine wichtige Botschaft über zwei britische Bataillone, die in einen feindlichen Hinterhalt zu laufen drohen. Da die Deutschen alle Kommunikationswege gekappt haben, kann die lebensrettende Nachricht nicht kommuniziert werden.  Daraufhin erhalten die Soldaten Schofield (George MacKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) von General Erinmore (Colin Firth) den Auftrag, die Bataillone persönlich aufzuspüren und zu warnen, um den Tod hunderter Soldaten zu verhindern – darunter auch Blake’s Bruder Joseph (Richard Madden). Über bombardierte Felder und Schützengräber, den Feind mit pulsierender Angst im Nacken, nehmen die zwei jungen Männer den Weg auf sich, mit der Hoffnung, rechtzeitig die Nachricht überbringen zu können.

1971 Kino Film Oscar Shop kaufenKritik:

Nicht auf die Quantität kommt es an, sondern auf die Qualität – so wird wohl Sam Mendes denken, denn seine Werke als Regisseur lassen sich an zwei Händen abzählen, wobei die erste Arbeit schon zwei Jahrzehnte in der Vergangenheit liegt. Hatte er sich zuletzt dem englischen Geheimagenten James Bond mit „Skyfall“ und „Spectre“ gewidmet, so liefert Mendes nach „Jarhead – Willkommen im Dreck“, aus dem Jahre 2005, erneut einen Kriegsfilm ab und zwar einen der ganz besonderen Art. „1917“ wird sich inszenatorisch zweifellos von der breiten Masse vorhandener Kriegsfilme absetzen und allgemein neue Maßstäbe setzen. Das Kriegsdrama wurde per „One Shot“ eingefangen, einer speziellen Aufnahmetechnik, die dem Zuschauer suggeriert, dass der Film -gänzlich ohne Schnitt – am Stück aufgenommen wurde und dadurch eine ganz besondere Handschrift trägt. Für sein Vorhaben hat Sam Mendes und der komplette Cast sechs Monate proben müssen, denn einfach alles, jede Kameraeinstellung oder Positionierung, jeder Dialog, jede Körperbewegung musste perfekt einstudiert werden und der Aufwand trägt bereits Früchte. Bei der diesjährigen Golden Globe Verleihung sahnte Sam Mendes die Auszeichnung als bester Regisseur ein und auch „1917“ wurde als bester Film prämiert, dabei stehen bereits für die kommenden Oscar Verleihung schlappe zehn Nominierungen in den Startgräbern, doch wird „1917“ dem gewaltigen Erfolg gerecht?

1971 Kino Film Oscar Shop kaufenKurz und knapp gesagt: Ja! Was hier einem geboten wird, ist schlicht und ergreifend in jeder Hinsicht ausnahmslos überragend. Nach nur wenigen Minuten brechen die zwei Soldaten auf und der blanke Horror des Krieges nimmt seinen Lauf – hart und kompromisslos. Als Zuschauer hat man nie das Gefühl einfach einen Film anzuschauen, sondern man begleitet die zwei tapferen Männer und durchlebt regelrecht die Angst der lauernden Gefahr. Der Anblick dieser vollkommen zerstörten und zu Grunde bombardierten Felder und Wege, die durch unzählige verweste Leichen bedeckt sind, an denen bereits Ratten knabbern, ist ein Anblick, der einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. Die Szenenkulisse ist optisch eine Wucht, die umgebungstechnisch nur so vor Details strotzt und in jeden Moment ein spürbares Unbehagen auslöst, dass dauerhaft präsent bleibt. Wird der Spannungsbogen mal gelockert, um eine Art von Sicherheit zu vermitteln, so kann das tatsächlich auch der Fall sein, doch in einem Kriegsgebiet herrscht Chaos und wenn die Intensität wieder anzieht, wird man dem rigoros ausgesetzt. Einen großen Anteil an dieser erzeugten Atmosphäre hat Komponist Thomas Newman, der mit zunehmenden Takt und druckvollen Tönen, einem das Herz unter dem Brustkorb schneller schlagen lässt und insgesamt einen fantastischen Soundtrack komponiert hat.

1971 Kino Film Oscar Shop kaufenEs sei gesagt, dass “1917” kein typischer Kriegsfilm ist, der durch gewaltige und eindrucksvolle Schlachten zu punkten versucht, sondern der Augenmerk liegt auf die perfekte Inszenierung jeder Szenerie und lässt den Zuschauer beim Betrachten Teil des Geschehens werden, bei der man das Gefühl bekommt, tatsächlich dabei gewesen zu sein. Besonders nach Ende des Films mit Einsatz des Abspanns, war es im Kino vollkommen still und kein einziger Zuschauer ist bei gut gefülltem Kinosaal aufgestanden, da diese einzigartige Wirkung wohl auf alle übertragen worden ist. Die investierte Zeit von Sam Mendes in dieses Projekt hat sich mehr als gelohnt und die Schnitte kann man zwar erahnen, sind aber dermaßen sauber und raffiniert gesetzt worden, dass es letztendlich nur bei Vermutungen bleibt – Chapeau!

Fazit:

Sam Mendes “1917” besticht Dank einer anspruchsvollen Machart, einem imposanten Soundtrack und bietet ein erstklassiges Kinoerlebnis, dass sich bereits jetzt schon in die Bücher der Filmgeschichte eingetragen hat.

©2020 UNIVERSAL STUDIOS

(Deniso)

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