Der Unsichtbare – Blu-ray - Review | Universal Pictures | 13.07.2020

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Der Unsichtbare 2020 Film Kaufen Shop News Review Kritik Trailer

Der Film „Der Unsichtbare“ kam am 09. Juli 2020 auf Blu-ray und DVD in den Handel und hier gibt es das ausführliche Review dazu.

 

Mit „Der Unsichtbare“ erweckte Regisseur Leigh Whannell („Upgrade“) eine Figur aus Universals Monsterfamilie erneut für die große Leinwand zum Leben. Bereits 2007 sollte der Unsichtbare auferstehen, doch Goyer der ein neues Drehbuch schreiben sollte, kam irgendwie nicht so recht voran. Im Laufe des letzten Jahrzehnts plante Universal mit all seinen Monstern eine Art „Dark Universe“, ähnlich dem von Marvel und DC. Nachdem der erste Anlauf mit der „Die Mumie“ mit Tom Cruise in der Hauptrolle 2017 aber leider floppte, kam man bei Universal von dieser Idee wieder ab und stellte eher unabhängige Einzelfilme in Aussicht. So ist „Der Unsichtbare“ von Leigh Whannell einer der ersten dieser Solofilme und dieser schlug an den Kinokassen auch gleich so richtig ein. Ob ich die allgemeine Begeisterung teilen kann oder anderer Meinung bin, erfahrt ihr wie immer wenn ihr meinen Zeilen folgt

Der Unsichtbare 2020 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerStory:

Cecilia hat eigentlich alles, was man sich wünscht, eine Beziehung, einen reichen und erfolgreichen Freund, ein großes Haus und doch dürfte sie eine der unglücklichsten Menschen sein. Ihr Freund ist zwar ein brillanter Wissenschaftler, doch ist er auch ein paranoider, kontrollsüchtiger Choleriker. Kurzum, ihre Beziehung ist die Hölle, besonders als er sie auch noch bedrängt, ein Kind von ihr zu wollen. Dies ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und sie ergreift die Flucht. Mit der Unterstützung ihrer Schwester taucht sie bei James, einem alten einem Freund aus Kindertagen, unter. Langsam beginnt sie sich zu erholen, bis eines Tages ein Brief eintrifft. Dieser informiert sie darüber, dass ihr Ex, Selbstmord beging und er sie in seinem Testament bedacht hat. So soll sie fünf Millionen Dollar erben. Aber nur unter der Voraussetzung, dass sie nicht straffällig oder für Geisteskrank erklärt wird. Der Schock und die Freude halten sich die Waage und es scheint so, dass sie endlich frei ist und sogar noch finanziell abgesichert. Doch kurz darauf, beginnen sich merkwürdige Dinge um sie herum abzuspielen. Erst verschwinden ihre Vorstellungsunterlagen, dann tauchen Mails bei ihrer Schwester auf, worin steht, dass sie sie hasst, dann scheint es so, dass sie James Tochter geschlagen hätte. Alle beginnen an ihr zu Zweifeln und selbst sie beginnt langsam an ihrem Verstand zu zweifeln. Doch es keimt ein Verdacht in ihr und als sie beginnt davon zu erzählen, fangen die Menschen um sie herum tatsächlich an zu glauben, dass sie langsam verrückt wird. Das ist aber erst der Anfang eines perfiden Plans und umso näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr spielt sie mit ihrer Zurechnungsfähigkeit.

Der Unsichtbare 2020 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerMeinung:

Mit einer weiteren Verfilmung des Unsichtbaren schlägt Leigh Whannell in eine ähnliche Kerbe, wie bei seinem Überraschungshit „Upgrade“. Wie bei diesem steht auch bei seinem Film über einen Unsichtbaren die Technik hinter einem bösen Plan. So muss ich zugeben, dass ich einen Film über einen Unsichtbaren gesehen habe, dies aber eine Interpretation des Stoffes war, welches nicht mehr viel mit der Ursprungsgeschichte des Originalfilms aus dem Jahre 1933 zu tun hat. Dieser entstand nach einem Roman von H.G. Wells. In dem damaligen Film, wie auch dem Buch, ging es um einen Wissenschaftler, der eine Unsichtbarkeitsformel findet. So entscheidet dieser, in einem Selbstversuch die Formel an sich selbst zu testen, was fatale Folgen hat. Die Unsichtbarkeit lässt sich nicht rückgängig machen und so sucht der Wissenschaftler fanatisch nach einem Gegenmittel. Mit der Zeit verfällt dieser einem Wahn und auch die moralischen Grundsätze werden über den Haufen geworfen. Denn ein unsichtbarer Mann kann alles tun, was er will, niemand kann einen Unsichtbaren aufhalten. Diesem Film folgten mehr oder weniger gute Fortsetzungen. Bis Paul Verhoeven ein sensationelles Reboot im Jahr 2000 mit dem Titel „Hollow Man – unsichtbare Gefahr“ nachlegte. In diesem hat der Wissenschaftler ebenfalls mit den Folgen der Unsichtbarkeit und einem ungeheuren Machthunger zu kämpfen. Bei beiden Figuren ist einzig der Tod die einzige Erlösung von der Unsichtbarkeit.

Soviel zu der Ur-Version und seinem damals wie heute sehr guten Nachfolger „Hollow Man“. Leigh Whannels unsichtbarer Mann spielt in seiner Interpretation diesmal eher eine Nebenrolle. Die alleinige Hauptrolle geht ganz klar an Elisabeth Moss. Diese muss sich, ich betone „einem“ und nicht „dem“ Unsichtbaren erwehren. Die Figur des Ex-Freunds Adrian, verkörpert von Oliver Jackson-Cohen („Spuk in Hill House“), hat schon zu Beginn nicht mehr alle Latten am Zaun und ist ein cholerischer Kontrollfreak, der Moss bzw. ihrer gespielten Figur Cecilia schon zu Beginn die Hölle heiß macht. Hier setzt Leigh Whannell das Sprichwort, das Genie und Wahnsinn nah beieinander liegen, zu 1000 Prozent um. So nutzt Adrian seine technische Erfindung, um ein perfides Spiel mit seiner Ex-Freundin zu spielen. Dabei hat er auch keinerlei Hemmungen, über Leichen zu gehen.

Der Unsichtbare 2020 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerFazit:

Kommen wir zum Fazit und beginnen gleich mit einer Frage: Konnte mich nun Whannels Version überzeugen? Ich sage mal „Jain“. Anstatt die Erfindung und deren Auswirkungen auf den Protagonisten in den Mittelpunkt zu stellen, wird diese zur Randerscheinung oder eher Mittel zum Zweck. Vergleichbar mit der Tarntechnik aus „Predator“. Ebenso der krankhaft besitzergreifende Freund von Cecilia und Erfinder dieser Technik. Dieser tritt, man möge mir das Wortspiel verzeihen, nur zweimal in Erscheinung, einmal am Anfang und einmal am Ende. alles mittendrin ist Schall und Rauch. Hätte ich den Film ohne Kenntnis des Titels gesehen, hätte der Mittelteil auch ein paranormaler Thriller wie „Entity“ sein können. Ich möchte sogar behaupten, das eigentliche Thema Unsichtbarkeit verkommt zu einer gegebenen Nebensächlichkeit. Einerseits hat mir die Erklärung der Technik gefallen, da diese eine Theorie der echten Wissenschaft aufgreift, andererseits verflog der Hauch des Mystischen, der den Vorgänger umgab. Weiterhin war mir auch nicht klar, warum ein Unsichtbarer schier übermenschliche Kräfte besitzt. Hier flogen die Protagonisten nur so durch das Bild. Und bei einer Einstellung, erkannte man eindeutig Whannells Handschrift. Es gab zwar noch ein paar Ungereimtheiten mehr im Film. Unter anderem, warum man nicht blutet, wenn man sich einen Füllfederhalter in die Pulsader rammt, aber seis drum. Gefallen hat mir wiederrum der Look und Elisabeth Moss hervorragendes Spiel. Weniger gefallen hat mir, dass Leigh Whannell das einstige mystische Thema der Unsichtbarkeit, aufgrund einer technischen Trickserei, aufgegeben hat. An sich hat der Erfinder der Unsichtbarkeit eher eine Neben- anstatt eine Hauptrolle. Dieser hat von vornherein schon nicht mehr alle Tassen im Schrank, dazu muss er in Whannells Version nicht erst von den Folgen der Unsichtbarkeit, wie seine Vorgänger, geplagt werden. Somit wurde die eigentliche Geschichte eines Unsichtbaren für einen Beziehungs-Psycho-Thriller geopfert. So hat der Film vom optischen und technischen Aspekt sowie der wirklich außerordentlichen Performance von Elisabeth Moss zwar eine Sichtungsempfehlung verdient, dennoch hat dieser Film für mich nicht viel mit dem ursprünglichen Thema des Unsichtbaren von H.G. Wells zu tun.

Habt ihr den Film gesehen, wie habt ihr ihn empfunden, hat er euch gefallen, bejubelt ihr ihn oder fandet ihr ihn bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

Der Unsichtbare 2020 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerBild:

Das Bild ist für eine aktuelle Titelveröffentlichung erwartungsgemäß sehr gut ausgefallen. Die Farben sehen sehr gut aus und die Farbtemperatur liegt wohl als gewünschtes Stilmittel des Regisseurs im eher kälteren Bereich. Die Kontraste hell wie dunkel sind hervorragend, nichts überstrahlt oder wird verschluckt, wo wir auch beim tollen Schwarzwert wären, der Details trotz dunkler Szenen schön präsentiert. Letztendlich bleibt noch das Thema Schärfe und auch hier leistet sich die Blu-ray Veröffentlichung keinen Patzer. Dennoch bin ich der Meinung, dass zum Beispiel „Avengers: Endgame“ noch ein Ticken besser aussieht.

Ton:

Auch beim Ton leistet sich Universal keinen Fauxpas und bietet mal wieder, als einer der wenigen, einen Dolby Atmos Ton. Dieser präsentiert eine unheimliche Räumlichkeit und wenn aus einer stillen Szene, eine actiongeladene Sequenz entsteht, wird der Zuschauer Dank des wirklich sehr gut abgemischten Tons regelrecht aus den eher ruhigeren Phasen herausgerissen. Bei einer der Szenen, die gen Ende hin im Regen spielen, wirkt es gerade so, als wenn man selbst gleich nass werden müsste. Besonders erfreulich, die Dialoge bleiben den ganzen Film über klar und verständlich. So muss eine aktuelle Veröffentlichung heutzutage aussehen.

Der Unsichtbare 2020 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerExtras:

  • Audiokommentar
  • Die Vision des Regisseurs mit Leigh Whannell
  • Mehr von Moss
  • Unveröffentlichte Szenen
  • Die Darsteller
  • Zeitloser Schrecken

Technische Bewertungen beziehen sich immer auf das Alter und das vorhandene Ausgangsmaterial!

Wie immer möchte ich mich für eure Aufmerksamkeit bedanken und hoffe wir lesen uns bei meinem nächsten Review wieder.

(Marc Maurer)

©Bilder, Trailer und Medium zur Verfügung gestellt von Universal Pictures – Alle Rechte vorbehalten.

 

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  • Story 7
  • Bild 9,5
  • Ton 10
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8.7 Awesome

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