Tigerkralle UNCUT – DVD Review | Cargo Records DVD | 21.01.2021

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Am 12. Februar 2021 kommt „Tigerkralle“ UNCUT auf DVD in den Handel und wir haben schon jetzt für alle Interessierten das Review zum Film:

Jeder Filmfan aus den 80ern und Anfang der 90er kennt sie, die Helden der Videotheken. Während heutzutage nur noch Scott Adkins die DTV Hitfahne oben hält, gab es früher deutlich mehr. Leute wie Don „The Dragon“ Wilson, Loren Avedon, Jeff Speakman, Billy Blanks oder Jeff Wincott, wurden zu Helden einer ganzen Generation. Aber auch auf weiblicher Seite gab es eine große Heldin, die erst in Hongkong Actionfilmen zum Superstar mutierte und dann in Amerika einen Videotheken-Hit nach dem anderen produzierte.

Die Rede ist von der mehrfachen Schwarzgurt Trägerin und Martial Arts Mega Star Cynthia Rothrock. Filme wie „Martial Law“, „Karate Tiger 2“ oder „China O’Brien“, gehörten damals in jede gute VHS Sammlung. Nun bringt Cargo Records mit „Tigerkralle“ einen weiteren Kultfilm mit Cyntia Rothrock uncut auf DVD raus. An ihrer Seite Bolo Yeung, den meisten bekannt aus dem Kultfilm „Bloodsport“. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen „Tigerkralle“ zu testen, sodass wir euch sagen können, ob der Film zurecht Kult ist, oder aus heutiger Sicht eher zum billigen Trash neigt.

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Story:

Ein Serienkiller verbreitet Angst und Schrecken in New York. Sein Ziel: Martial Arts Experten. Nach und nach tötet er einen Kampfkünstler nach dem anderen. Deswegen will die junge, ehrgeizige Polizistin Linda Masterson sich dem Fall annehmen. Begleiten soll sie der in Ungnade gefallene Sgt. Tarek Richards. Beide sind hervorragende Kampfkünstler. Doch die Frage ist, werden die den Serienmörder finden und wenn ja, wie wollen sie den Mann aufhalten, der bereits unzählige andere Kämpfer auf dem Gewissen hat und scheinbar unbesiegbar ist?

Eindruck:

Ich muss gestehen, ich war damals ein riesen Cynthia Rothrock Fan und habe unzählige Filme mit ihr gesehen. Sogar heute noch landen immer mal wieder Filme mit ihr in dem Player und sei es nur, um mal wieder ihre tollen Kampfszenen zu sehen. „Tigerkralle“ jedoch habe ich an die 20 Jahre nicht mehr gesehen. Das liegt zum einen daran, dass ich bis auf wenige Ausnahmen die Filme aus Asien mit Cynthia Rothrock deutlich besser fand, als ihre US Filme und zum anderen an ihr selbst. Auch wenn sie hier die weibliche Hauptrolle hat, der Hauptaugenmerk liegt hier auf Jalal Merhi, der die Rolle des Sgt. Richards spielt und schauspielerisch, naja nennen wir es mal weniger gut ist.

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Die Story selbst ist aus heutiger Sicht sehr hanebüchen, doch damals gab es diese Art von Story tatsächlich sehr oft und ich muss sagen, für solche Filme ist das mehr als ausreichend. Schließlich dient diese in erster Linie als Vehicle für jede Menge Actionszenen und diese gibt es reichlich. In erster Linie in Form von Martial Arts. Hier merkt man aber, dass der blutjunge Kelly Makin hier sein Filmdebüt hingelegt hat, bevor er sich mit Serien wie „Flashpoint“ oder „Vikings“ deutlich besser beweisen konnte und dort zurecht Preise bekam. Die Kampfszenen sind leider von der Kamera nicht wirklich gut eingefangen, hier merkt man noch die Unerfahrenheit von Makin. Da hat man Fighter wie Rothrock, Merhi und Yeung, die in echt wirklich hervorragende Kämpfer sind, aber die Chance wird kameratechnisch nicht genutzt.

Die Kamera ist sehr nah am Geschehen und immer wieder gibt es schnelle Schnitte wodurch viele Kampfszenen trotz sehr gut ausgeführter Bewegungen deutlich an Wucht verlieren und auch unübersichtlich wirken. Da ist man vor allem von Rothrock in den Filmen davor deutlich Besseres gewohnt. Okay diese schlechte Kameraarbeit und Schnitttechnik wird heute immer noch in Big Budget Hollywood Filmen verwendet, um Zeit zu sparen und überblenden, dass man keine guten Kämpfer hat. Hier wäre es aber nicht nötig gewesen. Immerhin bietet Tigerkralle gegen Ende immer noch 2 hervorragende Kampfszenen. Da wären zum einen ein Kampf in einer Straßengasse, sowie natürlich der große Endkampf gegen Kultbösewicht Bolo Yeung. Ich muss sagen, diese beiden Kämpfe machen immer noch tierisch Laune und dies kann man sich immer wieder anschauen. Da schlägt das Herz eines jeden Old School Martial Arts Film Fans höher.

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Es muss aber auch gesagt sein, aus heutiger Sicht ist der Film nicht nur wegen der Story unfreiwillig komisch, sondern auch wegen der Charaktere und der Dialoge, die stellenweise sehr Over the Top sind. Man merkt vor allem zu Beginn, als es um die Serienmorde geht, dass die Opfer nicht aufgrund ihres schauspielerischen Könnens eingestellt wurden, sondern aufgrund der Tatsache, dass sie kämpfen konnten und Muskeln haben. Das ist schauspielerisch schon sehr arg anzuschauen, wobei sie so übertrieben Klischeehaft spielen, dass es schon wieder witzig ist.

Merhi macht seine Sache nur leicht besser. Cynthia Rothrock erweist sich von allen Darstellern sogar schauspielerisch noch am besten. Hier merkt man, dass sie nicht zum ersten Mal den Martial Arts Cop spielt. Bolo Yeung als Bösewicht ist natürlich weiterhin souverän, der schüttelte solche Rollen damals locker aus dem Ärmel. Insgesamt muss man sagen, dass der Film auch heute noch nicht der beste Rothrock Film ist und das trotz Kultstatus. Aus heutiger Sicht hat er aber noch mal mehr abgebaut hat. Mit jeder Menge Nostalgiebonus vor allem für Rothrock Fans, macht der Film immer noch Spaß, zumal sie einmal mehr beweist, dass sie eine Ikone des Martial Arts Actionsfilm ist.

Bild:

Das Bild ist in 4 : 3 und man merkt ihm das Alter an. Mit heutigen Produktionen kann es nicht mithalten, aber es ist auch deutlich besser, als damals auf VHS. Das Bild ist sauber und komplett frei von Verschmutzungen. Es gibt keine Pixelbildung und kein Rauschen. Von der Schärfe und von den Farben her, ist es aber recht schwach auf der Brust. Es ist zwar nicht verschwommen und alles ist gut erkennbar, aber heutzutage ist man da schon deutlich mehr gewöhnt, auch von älteren Produktionen.

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Ton:

Der deutsche und der englische Ton liegen im Monoton vor und reißen keine Bäume aus. Raumklang gibt es bei beiden Tonspuren nicht. Viele Details oder starke Bässe gibt es auch nicht. Was ich aber sagen kann ist, dass der deutsche Ton in allen Belangen dem englischen Ton überlegen ist. Während der englische Ton wie ein leises Lüftchen klingt, ist der deutsche Ton nicht nur den Dialogen deutlich kraftvoller.

Extras:

  • Trailer
  • Trailershow
  • Interview mit Cynthia Rothrock

Neben den Trailern gibt es ein ca. 20 Minuten langes Interview mit Cynthia Rothrock. Die Bildqualität des Interviews ist zwar sehr schwach, aber dafür ist der Inhalt sehr interessant und für Rothrock Fans sehr zu empfehlen.

Fazit:

Mit „Tigerkralle“ begann die Qualität der Rothrockfilme langsam abzunehmen, aber für Fans der damaligen Martial Arts Filme und vor allen für Cynthia Rothrock Fans, macht der Film immer noch Spaß. Da spielt der Nostalgiebonus natürlich stark mit. Klar gibt es bessere Filme mit Rothrock und die Story ist inzwischen sehr hanebüchen, aber also lockerer gute Laune Martial Arts Film alter Schule, macht er immer noch Spaß. Vor allem der Endfight macht Laune. Wer aber nicht mit diesen Filmen aufgewachsen ist, bzw. früher Fan dieser Art von Filmen war, für den wird „Tigerkralle“ definitiv nichts sein. Dafür hat der Zahn der Zeit schon zu sehr an „Tigerkralle“ genagt.

 

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
© Bilder und Trailer: Cargo Records DVD – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 6
  • Bild 4
  • Ton 3
Summary
4.3 gealtert

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