Story: Die Ulysse 1 befindet sich als erste Mission auf dem Weg zum Mars, finanziert durch den eigenwilligen Milliardär William Meyer, der in Zusammenarbeit mit der ESA eine passende internationale Crew um sich gesammelt hat. Kurz vor der Ankunft auf dem Mars erfahren sie, dass sie nicht die ersten sind. Die USA sind vor ihnen angekommen, ein Kontaktversuch mit ihnen bleibt erfolglos, einzig eine beunruhigende Videonachricht der Amerikaner erreicht die Crew. Auf dem Mars gelandet, wird die Stimmung bedrückender untereinander, da das Raumschiff beschädigt ist. Ein Start scheint aussichtslos und man ist auf dem roten Planeten gestrandet. Die Erforschung des Mars ist somit erst einmal in den Hintergrund gerückt, man sucht nach den Amerikanern, auch in der Hoffnung, gemeinsam das Schiff wieder reparieren zu können. Aber anstatt der Amerikaner trifft die Crew auf einen sowjetischen Astronauten. Der allerdings gar nicht leben dürfte, ist er doch 1967 bei einer Mission im All verunglückt.

Das Hauptaugenmerk ist hier auf die Crew um Meyer gelegt, die unterschiedlichen Charaktere sind bestens ausgearbeitet und bieten abwechslungsreiche Momente.
Von der Psychologin Jeanne bis zu dem sowjetischen Astronauten bekommt man per Flashbacks stets kleine Schnipsel zu ihnen und ihren Motivationen.
Das erinnert vom Storygerüst an „LOST“, auch weil eine mythische Note in der Geschichte verknüpft wird. Für mich aber kein Abklatsch, sondern eine erfrischende Komponente, die Story wird flott sowie detailliert aufgebaut. Es tauchen immer neue Aspekte auf, innerhalb der Protagonisten und auch auf dem Mars. Alles, was anfänglich vielleicht eine recht unbedeutende Randnotiz war, bekommt plötzlich mehr und mehr Sinn. Die Handlung verdichtet sich zunehmend und reißt alle in einem Strudel, den so keiner erwartet hat.

Am Ende jeder Folge gibt es quasi einen kleinen Cliffhanger, man ist versucht die Serie in einem Rutsch zu schauen. Das spricht für die Inszenierung, die gut aufspielenden und unverbrauchten Darsteller. Es macht einfach Spaß sie auf ihrem Abenteuer zu folgen und in tolle Atmosphäre auf dem Mars einzutauchen. Denn für eine TV-Serie ist visuelle Umsetzung, gerade auch für eine französische Serie, mehr als sehenswert.
Bild: Mit einer rötlichen Filterung wird der Mars optisch entsprechend wiedergegeben, die Szenen im Raumschiff überzeugen mit angebrachter natürlicher Farbgebung. Die Schärfe überzeugt, auch auf der großen Leinwand. Der Kontrast und Schwarzwert sind mehr als solide, einzig in dunklen Szenen erkennt man etwas Detailverlust.

Extras
- 5 kurze Featuretten
Testequipment
JVC DLA-X35
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1
(Hartmut Haake)
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