Underwater - Es ist erwacht – Blu-ray Review | 20th Century Fox | Walt Disney Studios | 29.05.2020

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Underwater - Es ist erwacht 2019 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewMit „Underwater – Es ist erwacht“ kehrt Regisseur William Eubank („The Signal“) zu den klassischen Unterwasser Gruselfilmen zurück. Um diese wurde es im Blockbuster Kino die letzten Jahre recht ruhig. „Meg“ mit Jason Statham („The Transporter“) war der letzt größere Titel in diesem Segment. Dabei behandelte er die größere Version des „weißen Hais“. In „Underwater – Es ist erwacht“ befindet sich ein Team weit unter der Meeresoberfläche und geht Bohrungen nach. Ein Erdbeben zwingt die Crew, die Station zu verlassen und der Horror kann beginnen. So folgt der Film seinen Vorgängern, die da wären „Leviathan“, „Abyss” oder auch „Deep Star Six“. Ob ein Unterwasser Spektakel nach zig Jahren Leinwand Abstinenz noch überzeugen kann, erfahrt ihr wie immer wenn ihr diesem Review folgt.

Story:

Ein unerwartet starkes Seebeben trifft die Bohrstation Kepler 822, die auf dem Grund des tiefsten Punkts der Erde, dem Marianengraben liegt. Nur wenige können sich aus der Gefahrenzone retten, darunter die Maschinenbauingenieurin Norah Price (Kristen Stewart – „Twilight“), Captain Lucien (Vincent Cassel – „Oceans 12“), Rodrigo (Mamoudou Athie), Paul (T.J. Miller – „Deadpool“) sowie auch die Biologin Emily Haversham (Jessica Henwick  – „Game of Thrones“) und den Ingenieur Liam Smith (John Gallagher Jr. – „Westworld“). Gemeinsam versuchen sie, der tödlichen Falle unter dem Meer zu entrinnen und der einzige Weg führt dabei über den Meeresboden zu einem Forschungslabor. Als sie auf ihrem Weg versuchen eine Rettungskapsel zu bergen, stoßen sie auf eine bis dato unbekannte Lebensform, die von der Anatomie her der menschlichen Spezies ähnlich zu sein scheint. Auf ihrer Flucht vor diesen alles zerfetzenden Wesen, wird ihre Gruppe immer weiter dezimiert. Doch der Weg zum Forschungslabor ist noch weit, aber keiner der drei übrig gebliebenen Überlebenden will diesen Monstren zum Opfer fallen. Doch was sie an der Forschungsstation erwartet, stellt alles Bisherige in den Schatten.

Underwater - Es ist erwacht 2019 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewMeinung:

Alle Jahre wieder entdecken die Filmemacher die Untiefen unserer Erde als das perfekte Setting für ihre Katastrophen-, Thriller-, Action-, Fantasy- und Horrorfilme. In dem Jahr 1989 versuchten gleich drei Filme das Publikum für sich zu begeistern. James Camerons „Abyss“ beschäftigte sich mit Aliens in den Tiefen des Ozeans, bei „Deep Star Six“ der „Underwater – Es ist erwacht“ wohl am ähnlichsten ist, wurde ein Monstrum erweckt und bei „Leviathan“ gab es einen Mix aus „Alien“ und einem Mutations-Horrorfilm. So wurde Ende der 80er so gut wie jedes Genre unter Wasser abgedeckt.

Nun, rund 30 Jahre später, begibt sich wieder ein Filmemacher auf den Grund des Meeres und erweckt erneut eine unbekannte Lebensform, die so gar nicht happy ist, dass Menschen sich nun ebenfalls am Meeresboden tummeln. Und ich muss sagen, Regisseur Eubank vergeudet keine Zeit. Nach ein paar philosophischen Gedanken Kristen Stewarts im Waschraum der Bohrstation entfesselt dieser sogleich sein Unterwasser-Inferno. Nach dem ersten „what the fuck“ Moment konfrontiert man den Zuschauer gleich mit ein paar ziemlich klaustrophobischen Szene, welche zumindest mir die Nackenhaare aufstellten, als sich Norah, Rodrigo und Paul durch das Wrack kämpften. Erst dann lässt der Regisseur den Zuschauer wieder zu Atem kommen. Diese Spannung konnte Eubank fast durchgängig bis zu dem Punkt halten, als Norah von einem dieser Viecher fast verspeist wird. Ab diesem möchte der Film dann in einer ganz anderen Liga mitspielen, was ich dann doch etwas zu over the top fand. Ohne Spoilern zu wollen, aber der Film orientiert sich gen Ende an dem wieder neu entdeckten Monsterfilm Genre, welches von einem ziemlich großen Ur-Vieh aus Japan angeführt wird und demnächst mit einem ebenso großen Affen ein „Tänzchen“ aufführen soll.

Underwater - Es ist erwacht 2019 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewDas Schauspiel gefällt mir ziemlich gut, dies sogar zum ersten Mal von Seiten Kristen Stewarts. Während sie mich weder bei den „Twilight“ Filmen noch als Schneewitchen überzeugen konnte, war sie hier die Darstellerin, die ich am meisten überzeugen konnte. Ich dachte mir schon länger, dass in Stewart mehr als das Girlie steckt, die mit versteinerter Mimik einen glitzernden Vampir anhimmelt. So zumindest meine Vermutung nach Sichtung des Trailers zu dem kommenden Film „Jean Seberg“. Doch nun konnte mich Kristen Stewart tatsächlich schon vorher positiv überraschen. Von Vincent Cassel hätte ich mir zwar mehr erwartet, aber so viel gab seine Rolle nun auch wieder nicht her. Denn man ahnt es schon, dass die eh schon kleine Gruppe auf ihrem Weg zum Forschungslabor nach und nach weiter dezimiert wird. Der restliche Cast spielt soweit recht gut, sofern ihre „kleinen“ Rollen es zulassen, einzig Jessica Henwick kann neben Stewart noch etwas brillieren. Die Effekte sind durchwegs auf einem hohen Niveau und ich konnte nicht wirklich oft den Unterschied sehen, ob die Schauspieler nun in einem Unterwassertank drehten oder doch CGI im Spiel war. Aber auch hier werde ich nicht verraten, wie es wirklich gemacht wurde. Ob die Bilder überzeugen können, soll der Leser hiernach während seiner eigenen Sichtung unvoreingenommen selbst entscheiden.

Tauchen wir auf und kommen zum Fazit:

Underwater - Es ist erwacht 2019 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewFazit:

Der Film „Underwater – Es ist erwacht“ konnte mich größtenteils wirklich mitnehmen und begeistern. Aber warum nur größtenteils, das ist, ohne groß zu spoilern, einfach erklärt. Der Film versucht gen Schluss unverhältnismäßig aufzutrumpfen, dies entlockte bei mir aber kein „Oha, sondern nur ein „Aha“. Dieses mit dem Zusatz „echt jetzt, das hätte jetzt nicht wirklich sein müssen“. Des Öfteren ist ein „größeres“ Finale nicht unbedingt das bessere und auch was mit einem Protagonisten geschieht, bzw. wofür sich diese entscheiden, ist wieder das typischen Hollywood Ende. Ob Happy oder Deadly End werde ich nun ebenfalls nicht verraten. Nur so viel, es fehlte mal wieder an Mut ein überraschendes oder unerwartetes Finale zu kreieren. Das Schauspiel von allen ist mehr als ordentlich, das von Kristen Stewart sogar sehr gut. Die visuellen Effekte sind ebenfalls auf einem Top Level und konnten das eine ums andere Mal sogar mein geübtes Auge täuschen. Bis auf das Ende, welches ich etwas suboptimal finde, konnte mich der Film wirklich sehr gut unterhalten. Somit kann ich zwar wegen des restlichen Films über das Finale etwas hinwegsehen und dennoch führt das Ende dann doch zu einer kleinen Abwertung. Somit wird es Zeit für meine Sichtungsempfehlung: Wer die alten Unterwasserfilme wie „Abyss“, „Deep Star Six“ oder auch „Leviathan“ kennt und dem auch „Meg“ gefallen hat, kann hier bedenkenlos zugreifen. Dabei würde ich „Underwater“ bis auf „Abyss“ noch über den genannten ansiedeln. Jeder der Action, Thrill, Grusel und Schock in einem unüblichen und bedrückenden Setting mag, kann hier getrost zugreifen, ohne dies bereuen zu müssen.

Habt ihr den Film gesehen, wie habt ihr ihn empfunden, hat er euch gefallen, bejubelt ihr ihn oder fandet ihr ihn bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

Underwater - Es ist erwacht 2019 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewBild:

Das Bild leistet das, was ich von einer aktuellen VÖ erwarte. Es ist scharf, kontrastreich, besitzt einen ausgewogenen Schwarzwert und kann durchweg überzeugen. Dennoch gibt es Titel, die die genannten Punkte noch besser hinbekommen. Selbst das gerade bei U-Boot und allgemein bei Unterwasserfilmen gefürchtete Banding in dunkel abgestuften Szenen, tritt nur minimal auf. Auffallender wird es dann bei Lichtquellen, wo der Verlauf von hell zu dunkel dann auch stärker ausfällt. Auch das gerne vorkommende Bildrauschen, ebenfalls in dunklen Szenen ist nicht vorhanden. die Farbgebung bewegt sich Genrebedingt im grau-grün-bläulichen Bereich und unterstützt den Eindruck tief unter der Wasseroberfläche zu sein.

Ton:

Die deutsche Tonspur liegt im Format DTS 5.1 vor, die englische im Format: DTS-HD MA 7.1. Im direkten Vergleich konnte ich jetzt keine großen Unterschiede zwischen dem 5.1 und dem 7.1 Ton ausmachen. Beide sind in der Lage einen tollen Surroundsound ins Wohnzimmer zu zaubern. Von kleinen feinen Tönen bis hin zum wummern des Basses aufgrund brachialer Action ist alles gegeben was das Surroundsound Herz begehrt. Überraschend war für mich als Freund glasklarer Dialoge, dass diese niemals untergingen und immer verständlich blieben. An solch einer Abmischung sollte sich manch andere Produktion mal ein Beispiel nehmen. Denn so muss sowas aussehen, damit man Spaß am Krachbumm hat und noch den Dialogen folgen kann.

Underwater - Es ist erwacht 2019 Film Kaufen Shop News Kritik ReviewExtras:

  • Erweiterte / entfallene Szenen
  • Häschen Montage
  • Making-of Underwater
  • Audiokommentar
  • Kinotrailer

Technische Bewertungen beziehen sich immer auf das Alter und das vorhandene Ausgangsmaterial!

Wie immer möchte ich mich für eure Aufmerksamkeit bedanken und hoffe wir lesen uns bei meinem nächsten Review wieder.

(Marc Maurer)

©Bilder, Trailer und Medium zur Verfügung gestellt von 20th Century Fox/Walt Disney Studios – Alle Rechte vorbehalten.

 

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