Seven Days War – Vorab Kino-/ Streaming Review | Kazé Anime | 29.07.2021

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Die Kazé Anime Nights starten wieder in den Kinos und „Seven Days War“ wird ab dem 10. August mit dabei sein. Wir konnten die Filme bereits für euch testen und haben für alle Interessierten das Review dazu:

Nicht erst seit Friday for Future lehnen sich die Kids gegen die Erwachsenen auf und so wird dieses Thema auch in unzähligen Filmen genutzt. Titel wie „Tribute von Panem“, „Die Kadetten von Bunker Hill“ oder die Serie „The 100“, gehören hierzu zu den Paradebeispielen. Natürlich wird das Thema auch im Animebereich gerne genutzt, unter anderem in der Verfilmung von „Seven Days War“. Doch kann dieser Film diesem an sich ausgelutschten Thema noch was Gutes abgewinnen? Im Zuge der Kazé Anime Nights kommt „Seven Days War“ am 10. August 2021 in die Kinos, wir durften den Film vorab testen und können euch die Antwort ganz genau liefern.

Seven Days War – Vorab Kino-/ Streaming Review Szenenbild

Story:

Aya soll mit ihrem Vater nach Tokio umziehen. Entsprechend bricht für sie eine Welt zusammen. Ihr langjähriger Freund Mamuro beschließt mit ihr wegzulaufen und sich für die nächsten sieben Tage in einer alten leerstehenden Firma zu verstecken, denn in 7 Tagen hat Aya Geburtstag. Schnell schließen sich noch mehr Freunde dem Abenteuer an. Was anfangs wie eine lockere Party wirkt, ändert sich schnell, als das kleine Flüchtlingskind Mallet auftaucht, denn sie wird von den Behörden gejagt. Mamuro und seine Freunde fangen darauf hin an Mallet zu beschützen und nehmen den Kampf gegen die Behörden auf, damit sie es gemeinsam schaffen, die Zeit bis zu Ayas Geburtstag zu überbrücken. Dabei lernen sie auch viel über sich und ihrer Gefühle.

Eindruck:

Dieser Film ist kein Actionfilm, sondern eher ein ruhiges Coming of Age Drama, mit leichten Thriller/Action Elementen, was mit sehr viel Gefühl erzählt wird. Die beiden Hauptcharaktere Aya und Mamuro sind toll und auch deren leicht schüchternes Zusammenspiel ist super, da sich keiner richtig traut, seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Die restlichen Charaktere, die alle nicht unterschiedlicher sein könnten, passen sehr gut dazu und sorgen für eine gute Charakterentwicklung untereinander. Allen voran steht die kleine Mallet, die entsprechend für Wirbel sorgt, ohne zu nerven.

Seven Days War – Vorab Kino-/ Streaming Review Szenenbild

Das Katz- und Mausspiel mit den Behörden ist gut dargestellt und gleichzeitig angenehm familiengerecht erzählt. Es gibt Titel, die das Ganze zu einer Ballerorgie im „John Wick“ Style verkommen lassen würden, doch bei „Seven Days War“ ist es so, dass die Polizei und die Beamten versuchen, die Kids schlichtweg einzufangen. Die Kids stellen sich sehr gut an, bauen kleine Fallen für die Behörden auf und liefern sich schöne Verfolgungsjagden innerhalb des großen Firmengeländes. Sie nutzen ihre Intelligenz und ihren Einfallsreichtum, um den Polizisten auszuweichen. All das sorgt für eine angenehme Spannung und Dramatik. Gleichzeitig versucht man nicht, es wie eine Komödie darzustellen, sondern bleibt angenehm durchgehend ernst.

Unterbrochen werden diese Verfolgungsjagden immer wieder durch ruhige Momente, wo Aya, Mamuro und ihre Freunde sich mal ausruhen, abseits natürlich vom Gegner beobachten, was sie häufiger machen. Hier merkt man, wie sich die Charaktere weiter entwickeln, zumal jedem klar wird, wie von Minute zu Minute und von Tag zu Tag mehr auf dem Spiel steht und man vor nichts Angst haben sollte und einfach die Momente genießen und sich was trauen muss. Denn die Zeit zusammen ist begrenzt, sodass vor allem für Mamuro bald klar wird, dass es besser ist, mal was zu riskieren und es zu versuchen, als nichts zu machen und es am Ende zu bereuen. Was diesem Film eine sehr schönen Botschaft tragen lässt.

Seven Days War – Vorab Kino-/ Streaming Review Szenenbild

Das Ende des Films ist angenehm rund, gibt einem als Zuschauer ein schönes Gefühl, das Erlebnis mit den Charakteren erwachsen geworden zu sein und soeben was richtig Schönes erlebt zu haben. Optisch ist dieser Anime sehr hochwertig gezeichnet, mit einem tollen Charakter- und Setdesign und einer tollen Bildersprache.

Fazit:

Ein inhaltlich toller und recht komplexes Coming of Age Drama über Hoffnungen, Träume und natürlich auch Mut. Die Charaktere sind toll und man hat sie direkt gern. Die Story ist mit ihren Actionanteilen und ihrer Dramatik zu keiner Sekunde langweilig, dazu gesellt sich eine schöne Bildersprache, welches in der Summe „Seven Days War“ zu einem richtig tollen Erlebnis macht.

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
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  • Story 9
  • Unterhaltung 10
  • Umsetzung 10
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Summary

Die Story ist mit ihren Actionanteilen und ihrer Dramatik zu keiner Sekunde langweilig, dazu gesellt sich eine schöne Bildersprache, welches in der Summe „Seven Days War“ zu einem richtig tollen Erlebnis macht.

9.7 Schön

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