Spacebase Startopia – PS4 Review | Realmforge Studios | 10.04.2021

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Am 26. März 2021 kam „Spacebase Startopia für die verschiedenen Konsolen in den Handel und wir haben das Review dazu:

Habt ihr vielleicht auch schon immer den Traum verfolgt, eine eigene Raumstation zu leiten? Da habe ich eine vakante Stelle – nix wie hin zur Raumstation Startopia! Dummerweise hat man dort vor kurzem den derzeitigen Commander bei einer Mission ausserhalb der Station vergessen. Das Chaos regiert, überall liegt Müll rum und die Aliens feiern seit gefühlten 96 Stunden in Dauerschleife. Die Luft wird immer dicker und die Meinungsverschiedenheiten der Außerirdischen untereinander nicht besser. Hier besteht akuter Handlungsbedarf! Also Anwärter auf den Commander-Posten – dann mal schnell ans Werk und die eigenen Fähigkeiten im Weltall unter Beweis gestellt.

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Das Studio Realmforge ist den meisten Fans durch Aufbauspiele und Wirtschaftssimulationen ein Begriff. Das deutsche Team ist beispielsweise für die Neuinterpretationen der Dungeons-Serie und M.U.D. TV verantwortlich. Spacebase Startopia basiert auch auf einem Klassiker der Spielgeschichte, nämlich „Startopia“ – das damalig von einem Team von ehemaligen Bullfrog Entwicklern produziert wurde.

Im Kern handelt es sich bei „Spacebase Startopia“ um eine Symbiose zwischen Aufbau und Wirtschaftssimulation, gemixt mit einer Prise Echtzeitstrategie und viel trockenem Humor. Bevor man sich als neuer Commander auf der Raumstation einen Namen macht, gilt es sich zuerst im Tutorial mit den Kernelementen des Spiels vertraut zu machen. Dies ist vor allem deshalb angebracht, weil „Spacebase Startopia“ keineswegs selbsterklärend ist und dem Spieler einiges an Einarbeitungszeit abverlangt. Die Tutorials sind in kleine Missionen unterteilt, in denen man die wichtigsten Aspekte des Spiels, wie die grundlegende Steuerung, die Bedeutung der einzelnen Objekte und Räumlichkeiten bis hin zur Bedeutung und Besonderheiten der einzelnen Alien-Völker lernt.

Unsere Raumstation verfügt über mehrere Decks. Diese sind in drei verschiedene Unterdecks aufgeteilt, die jeweils ihre eigenen Funktionen, Einheiten und Gebäude mit sich bringen. Jedes Unterdeck kann dabei allerdings auch erweitert werden, denn gerade zu Beginn einer Partie ist der Platz auf der Basis stark beschränkt.

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Das Sub-Deck trägt die größte Verantwortung: Hier werden die Güter produziert, neue Aliens empfangen und der Müll recycelt. Das alles geht aber natürlich auf Dauer ganz schön ins Geld. Daher muss man das Unterhaltungs-Deck ausbauen, wo man Hotels, Wellness-Oasen und Discos für die Besucher baut – nicht nur, um deren Zufriedenheit zu erhöhen, sondern auch, um ordentlich Credits einzukassieren. Manchmal brauchen die Außerirdischen Ruhe vom hektischen Gewusel des Sub-Decks und den Neon-Träumen des Unterhaltungs-Decks. Hier kommt dann das Bio-Deck ins Spiel. Dieses kann ganz detailliert mit verschiedenen Biotopen angepasst werden, sodass sich jeder Bewohner wie zu Hause fühlt. Das Bio-Deck ist zudem verantwortlich für die Produktion von Rohmaterialien wie Sauerstoff, die man zum Erhalt der anderen Decks dringend benötigt.

Bereits im Tutorial lernt man auch die etwas schnippische und hochnäsige KI der Station namens VAL kennen. Im eigentlichen Sinne, soll uns HAL – pardon VAL bei den täglichen Herausforderungen mit Rat und Tat zur Seite stehen – aber tatsächlich ist sie mehr damit beschäftigt, unsere Taten mit geringschätzenden und bissigen Kommentaren zu versehen. Dieser Humor ist im gesamten Spiel vorhanden und macht den eigentlichen Charme aus. „Spacebase Startopia“ ist keine bierernste Science-Fiction Simulation, sondern nimmt sich selbst gern mal auf die Schippe.

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Wie bei vielen Spielen dieser Art, gibt es bestimmte wiederkehrende Elemente. Es gilt Behausungen zu bauen, eine Kommunikationszentrale zu errichten und auf die Bedürfnisse der Außerirdischen zu achten. Ohne Atmosphärenfilter herrscht beispielsweise schon bald dicke Luft an Bord der donutförmigen Station. Elementar ist, dass die Bewohner der Station glücklich sind. Um mehr über die Bedürfnisse der einzelnen Charakter zu erfahren, kann man die Bewohner einzeln anwählen. Hat man das Tutorial erfolgreich absolviert, wartet die Kampgane auf den neuen Commander. Hierbei stehen drei verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Auswahl: Je höher die gewählte Stufe ist, desto schwieriger gestaltet sich der Ausbau der Spacebase. Die eigentliche Story ist dabei wenig spektakulär, wird in einer Art Comic präsentiert und dreht sich u.a. um diplomatische Probleme sowie die Verständigung der einzelnen Alien-Völker untereinander. Natürlich kommt auch hier der Humor nicht zu kurz. Im Verlauf der Missionen landet man im Orbit verschiedener Planeten und muss in unterschiedlichen Herausforderungen bestehen. Beispielsweise muss ein Müllproblem beseitigt, Rohstoffe besorgt oder ein Alien-Konflikt geschlichtet werden.

Wie sieht es denn nun mit der Übersichtlichkeit und der Steuerung aus? Die Menüs sind leider teilweise nicht sehr übersichtlich gestaltet, sodass man schon Zeit benötigt, um die verschiedenen Symbole und Steuerungselemente für die richtigen Aktionen zu finden. Dies führt gerade in hektischen Situation schnell zum Chaos. Da die zu bebauende Fläche der Station einem Donut ähnelt, muss man die Kameraperspektive immer wieder rotieren lassen. Die Rotatation lässt sich aber zum Glück in den Einstellungen ausschalten.

Grafisch ist „Spacebase Startopia“ eher zweckmäßig gestaltet. Moderne Hochglanz-Optik oder Effekthascherei sucht man vergebens. Ist aber auch nicht notwendig, denn der leicht comichafte Style mit den liebevollen Animationen und Details der Aliens versprüht seinen eigenen Charme. Die dreisten Kommentare von VAL mit der passenden Musikuntermalung für jedes Deck runden das Gesamtpaket ab. Zusätzlich zur eigentlichen Solo-Kampagne gibt es auch die Variante, die Story im Mehrspieler-Modus zu absolvieren. Hier könnt ihr euch selbst Ziele setzen und die beste Raumstation im Universum bauen.

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Fazit

„Spacebase Startopia“ ist leider nicht ganz der gewünschte Remake Aufbau-Strategie-Hit geworden wie erhofft. Das Tutorial war schon während der Testphase bei den Fans der größte Kritikpunkt. Anstatt die Systeme und Mechanik dem Spieler mit spezifschen Herausfoderungen beizubringen, wird man mit Informationen und Möglichkeiten regelrecht überfrachtet. Die sperrige Belegung des Gamepads macht den Spielspaß auf der Konsole nicht größer. Auf der Habenseite stehen toller Humor, eine bunte comichafte Präsentation der Raumstation und ihrer Bewohner sowie eine tolle Vertonung der aufsässigen KI VAL. Auch das Design der meisten Missionen in der umfangreichen Kampagne weiß zu unterhalten. Was dem Titel aber einfach fehlt, ist das Alleinstellungsmerkmal – ähnliche Games findet man bereits dutzendfach im Genre. Am Ende bleibt „Spacebase Startopia“ ein Titel für Fans der ursprünglichen „Startopia-Serie“, und Liebhaber von humorigen Aufbau-Wirtschaftsspielen im Sciene-Fiction Setting – es ist aber leider keine Revolution des Aufbau-Genres.

Pro:

  • bunter Comicstyle der Aliens
  • toller Humor
  • Kommentare von VAL
  • umfangreiche Kampagne

Contra:

  • verwirrende Menüs
  • überfrachtetes, verwirrendes Tutorial
  • sperrige Steuerung am Gamepad
  • einige Missionen langatmig

Hier erhältlich:

(Michael Schröder)
© Bilder und Trailer: Realmforge Studios – Alle Rechte vorbehalten!

  • Inhalt 6
  • Grafik 7
  • Sound 8
  • Spielspaß 7
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7.0 Humorvoll

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