The Kings Man: The Beginning – Blu-ray Review | Walt Disney

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Am 10. März 2022 kommt der Film „The Kings Man: The Beginning“ auf Blu-ray, DVD und 4K UHD in den Handel und wir haben schon jetzt das Review dazu:

Mit der Verfilmung des Comic „Kingsman“ von Kultautor Mark Millar gelang Matthew Vaughn ein regelrechter Überraschungshit und ein Franchise war geboren, denn auch die Fortsetzung war sehr erfolgreich. Schnell wurde nicht nur ein dritter Film bestätigt, sondern auch noch ein Prequel. Doch bis zum Release des Prequels war es eine recht schwere Geburt. Erst wurde 20th Century Fox von Disney aufgekauft, wodurch der Release des Films verschoben wurde und dann kam Corona. Nun nach über 2 Jahren nach dem eigentlich geplanten Start, kam der Film in die Kinos und war weiterhin dank Corona chancenlos, das hohe Budget wieder einzuspielen. Jetzt kommt der Film auf Blu-ray raus und wir haben den Film für euch getestet, sodass wir euch sagen können, ob der Film wirklich zurecht gefloppt ist oder er, wie die beiden anderen Teile, eine positive Überraschung verbirgt.

The Kings Man: The Beginning – Blu-ray Review Szenenbild
(L-R) Matthew Goode als Morton and Charles Dance als Kitchener in 20th Century Studios’ THE KING’S MAN. Photo credit: Peter Mountain. © 2020 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Story:

Der Duke von Oxford hat genug vom Krieg gesehen und widmet sein Leben lieber dem Frieden. Doch mit dem 1. Weltkrieg im Hintergrund, will sei Sohn Conrad sich freiwillig der Armee anschließen und zur Front. Mit seinen treuen Angestellten will der Duke dies verhindern und beschließt insgeheim dafür zu sorgen, dass schnell Frieden herrscht. Während Conrad an der Front um sein Leben kämpft, kommt der Duke einer großen Verschwörung auf die Spur und nur er und sein Team sind die einzige Hoffnung Schlimmeres zu verhindern.

Eindruck:

Unter der ganzen Masse an Comicverfilmungen, waren die ersten beiden Kingsman Filme eine richtig positive Überraschung. Denn entgegen aller Tradition, setzte man klar auf Gewalt und politisch alles andere als korrekten Humor. Umso überraschender ist es dann, dass man bei diesem Prequel genau auf das, was die ersten Filme so besonders gemacht hatte, verzichtete. Im Vergleich zu den Vorgängern, wirkt „The Kings Man: The Beginning“ regelrecht zahm und bodenständig. Klar tat man dies mit Absicht, da man die Entstehung der Kingsman zeigen wollte und man zu der Zeit noch nicht auf dem Level war, wie man es aus den anderen Filmen kennt. Aber dass man am Ende so brav wurde, das ist schon sehr enttäuschend, denn nun sticht man definitiv nicht mehr aus der Masse heraus.

The Kings Man: The Beginning – Blu-ray Review Szenenbild
Rhys Ifans als Rasputin (facing camera), Alexander Shefler als Tsaravich Alexei (on floor), Tom Hollander als Tsar Nicholas, Branka Katic als Tsarina Alix in 20th Century Studios’ THE KING’S MAN. Photo credit: Peter Mountain. © 2020 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Wobei natürlich gesagt werden muss, Ralph Fiennes spielt den Duke absolut souverän und mit einer toller Ausstrahlung. Man hat regelrecht das Gefühl, dass er nicht nur diese Rolle spielt, sondern auch ist. Herrlich dazu auf die bezaubernde Gemma Arterton als seine Hausdame und Scharfschützin. Um keinen Spruch verlegen zeigt sie klasse wer der eigentliche Boss im Haus ist und auch Djimon Hounsou, als Butler, macht eine tolle Figur. Einzig Harris Dickinson wirkt in seiner Rolle etwas blass. Kaum hat man ihn gesehen, hat man ihn auch direkt wieder vergessen und sieht man ihn dann später wieder, denkt man sich: „Ach ja, den gibt es ja auch noch“.

In Sachen Ausstattung bekommt man hier richtig Feines geboten und man fühlt sich optisch perfekt in diese alte Zeit zurückversetzt. Der Film lässt sich im Aufbau auch viel Zeit, auch wenn es schon cool ist, viele Personen aus der Geschichte zu sehen, wenn auch in einer etwas speziellen Interpretation, wirkt es teilweise sehr skurril und auch irgendwie witzig. Trotzdem sind die Längen die da entstehen, bis das Ganze mal nach und nach etwas Fahrt aufnimmt, schon merklich. Ein Charakter wie Eggsy, aus dem ersten Kingsman Film, fehlt da merklich.

The Kings Man: The Beginning – Blu-ray Review Szenenbild
Daniel Bruhl als Erik, Valerie Pachner als Mata Hari in 20th Century Studios’ THE KING’S MAN. Photo Credit: Courtesy of 20th Century Studios. © 2020 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Immerhin geht es aber sehr konsequent zur Sache, was schon für eine gute Dramatik sorgt, auch wenn hierbei der Gewaltgrad gewaltig zurückgefahren wird. Ja, ab und zu fließt mal ein bisschen Blut, aber das ist praktisch kaum der Rede wert. Dies ist insofern schade, da gerade diese überspitze Gewaltorgien aus den ersten Filmen, für jede Menge Unterhaltungswert sorgten. Etwas, was man ohne Frage merklich vermisst. Ab und zu gibt es aber mal coole Ansätze bzw. etwas wohldosierte Action, wie das Treffen mit Rasputin oder die wirklich atemberaubende Actionsequenz an der Kriegsfront.

Trotzdem, Actionfans müssen sich sehr lange in Geduld üben, denn in den ersten 90 Minuten passiert da nicht so viel. In den letzten 40 Minuten wird dann die Geduld belohnt, dann dann geht es ab und man bekommt endlich das Gefühl der Kingsman. Ein wirklich spektakuläres Finale, wenn auch, aufgrund der Blutarmut immer noch vergleichbar zahm. Hier gibt es an sich richtig coole Action mit einer tollen Prise Humor. Es wird geballert, gefechtet und geprügelt was das Zeug hält, natürlich immer noch sehr Over the Top, aber es macht tierisch viel Spaß und ich habe mich köstlich amüsiert. So und nicht anders hätte es schon eher sein sollen. Immerhin macht das Finale die lange Wartezeit wieder wett. Das Ende selbst schreit natürlich nach Fortsetzung, wobei es zumindest seitens der Macher bereits Überlegungen gibt.

The Kings Man: The Beginning – Blu-ray Review
Ralph Fiennes als Oxford in 20th Century Studios’ THE KING’S MAN. Photo Credit: Courtesy of 20th Century Studios. © 2020 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Bild:

Das Bild ist sehr gelungen, eine wunderbare Detailschärfe. Sachen wie einzelne Poren und Härchen sind zu jeder Zeit zu sehen. Filmkorn gibt es zu keiner Sekunde. Das Bild bleibt durchgehend wunderbar sauber ohne Grieseln oder Rauschen. Die Farben sind hervorragend abgemischt, besser geht es kaum.

Ton:

Der englische Ton liegt in DTS HD MA 7.1. vor, der deutsche Ton dagegen in Dolby Digital Plus 7.1. Unterschiede sind bei der Abmischung zu hören. Beim deutschen Ton sind die Dialoge dominanter, beim englischen Ton sind diese etwas leiser, dafür sind aber die Details im Raumklang besser zu hören. Am Ende bleibt es aber Geschmackssache, was einem besser gefällt. Beide Tonspuren sind aber insgesamt auf sehr hohem Niveau.

The Kings Man: The Beginning – Blu-ray Review Szenenbild
Rhys Ifans als Rasputin in 20th Century Studios’ THE KING’S MAN. Photo credit: Peter Mountain. © 2020 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Extras:

  • The King’s Man: Das größte Spiel beginnt
  • No Man’s Land: Der stille Messerkampf – Tranchiert
  • Gedenken und Sinnfindung
  • Offizieller Red Band Trailer

Neben dem Trailer gibt es richtig viel Bonusmaterial. In der Summe kommt man weit über 2h hinaus. Allesamt komplett in HD. Sämtliche Features sind noch mal unterteilt in mehrere Kapitel und tatsächlich sind diese hochinteressant. Viele Szenen werden hier erklärt und man sieht Sachen, die einem Making of wirklich würdig sind und damit nicht nur eine ausführliche Entstehung der Action, sondern auch warum man wie entschieden und wie genau man wo was gedreht hat. Auch gibt es ein sehr interessantes Feature, was wirklich unter die Haut geht, indem man echte verwundete Soldaten zu Wort kommen lässt. Also in Sachen Bonusmaterial hat man nichts falsch gemacht das kann man jedem empfehlen. So und nicht anders hat Bonusmaterial auszusehen!

Fazit:

Ich mochte die ersten Filme, aber irgendwie fand ich dieses Prequel, auch wenn es technisch top war, irgendwie enttäuschend. Es fühlte sich einfach nicht mehr so richtig wie Kingsman an, war viel zu zahm und zu brav, auch wenn es zwischendurch immer wieder coole Ansätze gab. Erst das Finale rockt was das Zeug hält. Als Übergang für den offiziellen Kingsman 3 reicht es definitiv, aber so richtig dauerhaft in Erinnerung, wie die ersten beiden Filme, bleibt dieses Prequel leider nicht. Schade, man hätte da mehr draus machen können. Anschauen kann man „The Kings Man: The Beginning“ aber wie gesagt schon.

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
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