The Punisher (2004) Uncut – DVD Review | Sony Home Entertainment

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The Punshier 2004 DVD Cover„The Punisher“ dürfte in Marvels Superhelden Reihe wohl einer der umstrittensten Figuren sein. Kämpfen die allseits bekannten Figuren wie “Iron Man“, „Captain America“, „Spider-Man“, etc. für Gerechtigkeit und Freiheit in den „Grenzen“ der Gesetze. So kämpft der Punisher zwar auch für Gerechtigkeit, nur mit der Gesetzestreue hapert es etwas. Die Figur folgt da einer ganz eigenen Auslegung bestehender Rechtsprechung. So kommt es auch, dass bisherige Verfilmungen des Punishers fast keine Freigabe unter FSK 18 erhalten haben, eher sogar drüber, wenn nicht sogar indiziert. Die Indizierung des 2004er Punishers wurde kürzlich aufgehoben und Sony hat nun endlich die ungeschnittene Version des Films remastered veröffentlicht. Bisher gab es drei Kino Verfilmungen sowie eine Serie. Die 1989er Version mit Dolph Lundgren war für mich am weitesten von den Comics weg. Dieser wirkte wie eine eigene Interpretation, die sich nur des Namens des Antihelden bediente. Da empfinde ich die mir hier vorliegende Version aus dem Jahre 2004 als schon wesentlich näher am Original. Ebenso auch die Version aus dem Jahre 2008 „Punisher: War-Zone“, so wie auch die Serie: „Marvel’s – The Punisher“ von 2017. Diese Titel erwähnte ich nur der Vollständigkeit halber, in diesem Review werde ich mich alleinig der 2004er Verfilmung widmen.

Inhalt:

Es soll Frank Castles letzter Job als FBI Undercover Ermittler sein, seiner Familie wegen möchte er sich dieser Gefahr nicht mehr aussetzen. Ein letzter Auftrag vor seiner Versetzung geht aber leider ordentlich daneben. Während des Einsatzes kommt Bobby Saint, der Sohn der Unterweltgröße Howard Saint, zu Tode. Howard Saint ist blind vor Wut, sinnt auf Rache und es soll auch nicht allzu lange dauern, bis er den Namen des Verantwortlichen hat. Für Bobbys Tod soll nicht nur Castle büßen, sondern seine ganze Familie, Frau, Kind, Vater, Mutter, Verwandte – alle sollen hingerichtet werden. Saint spürt die Castles in Puerto Rico auf und das Schicksal nimmt seinen grauenvollen Verlauf. Wie durch ein Wunder überlebt Castle dieses Massaker, sein schmerzlicher Verlust, scheint ihn am Leben gehalten zu haben. Von Saint totgeglaubt, zieht sich Frank Castle zurück, um wieder zu Kräften zu kommen. Erstarkt kehrt er auf der Bildfläche zurück, sein Ziel: er wird Saints Organisation Stück für Stück und Mann für Mann auseinandernehmen, bis er zuletzt an Saint selbst Rache üben kann. Auf diesem Pfad der Verwüstung und des Todes, wird ihn nichts und niemand aufhalten, bis Saint für seine Taten bezahlt hat.

The Punisher 2004 Review Szenenbild001Meinung und Bewertung:

Ich für meinen Teil bin froh, endlich die ungeschnittene Version wieder sehen zu dürfen, da ich diese auch schon vor der Indizierung kannte. Ich finde es immer befremdlich, wenn eine Filmversion erst öffentlich vollends gezeigt und später geschnitten wird. Persönlich habe ich kein Problem damit, einen Film zu sehen, der vor seiner Veröffentlichung geschnitten wird, somit kenne ich nur diese. Kenne ich aber bereits eine andere, dann stört es mich doch sehr und ich mache einen großen Bogen um solche Titel.

Kommen wir nun auf den Film selbst zu sprechen. Der Plot ist recht einfach nach dem Rache Muster gestaltet: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Wobei das Verhältnis von Seiten der Saints, natürlich weit überspannt wird. Womit es heißen müsste: Auge um Augen und Zahn um Zähne. Wird doch des Protagonisten ganze Familie ausgelöscht, während er für den Tod „nur“ einer einzelnen Person verantwortlich war. Dabei entsteht aus dem treuen Gesetzeshüter ein Antiheld, der seine ehemals auferlegte Gesetzestreue zum Erreichen seiner Ziele, ebenfalls weit übertritt. Somit sind wir wieder beim Thema „umstrittener“ Comic-Held bzw. in dem Fall Antiheld. Während andere Helden sich an die Gerichtbarkeit halten, nutzt Frank Castle (Punisher) die Selbstjustiz als eine seiner stärksten Waffen. Denn so ist sich kein Übeltäter sicher, nicht vom Punisher gerichtet zu werden. So düster sich dies nun alles anhört, so düster wurde der Film nun doch nicht inszeniert. Zugegeben, so manche Tötung seitens Castle erfolgt ohne Augenzwinkern, Mitleid oder Reue, dennoch wirkt der Film durch die Darstellung der Figuren übertrieben und surreal. Seien es die Schergen, die Saint im Laufe des Films auf Castle hetzt oder Castles Mitbewohner im Mietshaus. So kommt es im ganzen Film zu gewollt komischen Szenen, die die gezeigte Härte wieder etwas relativieren.

The Punisher 2004 Review Szenenbild002Die Darsteller gefallen mir allesamt durch die Bank hinweg. Besonders John Travolta, der einst durch seine 70er Jahre Tanz- und in den 80ern folgenden Familienfilme ein Comeback feierte. Dieser kann nicht nur den Tanzbär oder Familienmenschen mimen, er kann auch richtig schön auf durchgeknallt und böse machen. Und das tut er in diesem Streifen durchweg. Dabei steht ihm Thomas Jane mit seiner Darbietung in nichts nach. Das nenne ich ausgewogen, wo Held und Bösewicht sich auf Augenhöhe begegnen. Der Cast, der Castles Mitbewohner darstellt, lockert die Düsternis, die auf der Geschichte liegt, immer wieder herrlich auf. Die überzogenste und wohl comichafteste Darstellung obliegt aber einem ehemaligen Wrestler, der den Fans unter dem Namen „Diesel“ bekannt sein dürfte. Dieser hat sich so verändert, dass ich bis heute Probleme habe, diesen Hünen wiederzuerkennen. Anstatt im Lederlook mit langen schwarzen Haaren, tritt er hier muskulöser denn je, mit weißhaarigen Kurzhaarschnitt, rot-weiß gestreiften T-Shirt und Jeans auf. Wo wir wieder beim Comic-Stil wären. Wirkt es doch so, als hätte man „Popeyes“ bösen Bruder auf Frank Castle gehetzt.

Lang Rede, kurzer Sinn: für Fans der ungeschnittenen Erstsichtung ist die 2004er Version des Punishers, ein Pflichttitel. Für Zuschauer, die keine ultra-ernste Darstellung der Figur erwarten und „nur“ coole Action und einen toll Aufspielenden John Travolta sowie Thomas Jane sehen wollen, kann ich diesen Film absolut empfehlen. Für alle anderen bleibt noch die 2008er und / oder die Serien Version, welche beide in eine recht kompromisslosere Kerbe schlagen.

Habt ihr den Film gesehen, wie habt ihr ihn empfunden, hat er euch gefallen, bejubelt ihr ihn oder fandet ihr ihn bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

The Punisher 2004 Review Szenenbild003Bild:

Gute Schärfe, ausgewogener Schwarzwert, dennoch wirkt das Bild ein bisschen blass, die Kontraste sind zwar in Ordnung, doch farblich wäre da noch mehr gegangen. Das Bild schwankt vom rötlichen ins bläuliche. Das Bild ist für DVD Verhältnisse zwar ordentlich geworden, dennoch würde ich die BD Version, die mir ebenfalls vorliegt, bevorzugen.

Ton:

Der Ton liegt für deutsch und englisch in Dolby Digital 5.1 vor. Der Ton wurde angenehm abgemischt, die Dialoge bleiben immer gut verständlich und wenn der Punisher die schweren Geschütze auspackt kracht es auch ordentlich, wobei der Sound nicht ganz so räumlich wirkt. Da wäre noch mehr drin gewesen.

Extras:

  • Audiokommentar
  • Deleted Scenes
  • Making of
  • Punisher Stunts
  • Musikvideo

(Marc Maurer)

© Bilder und Medium zur Verfügung gestellt von Sony Pictures – Alle Rechte vorbehalten.

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Für Fans der ungeschnittenen Erstsichtung ist die 2004er Version des Punishers, ein Pflichttitel.

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7.0 Gut

Kommentare

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