Truth Seekers: Season 1 – Streaming Review | Amazon Original | 09.11.2020

Truth Seekers Filme Serie Artikelbild 2020

Amazon Prime hat die Comedy-Serie „Truth Seekers“ online und hier gibt es das ausführliche Review dazu.

Simon Pegg und Nick Frost sind Englands Comedy Duo der Spitzenklasse. Noch bevor ihre Karrieren begannen, waren die beiden schon beste Freunde. Mit Serien wie „Spaced“ erreichten sie Kultstatus und mit Filmen wie „Shaun of the Dead“ oder „Hot Fuzz“, wurden sie internationale Stars. Auch wenn sich die Wege ihrer Karrieren inzwischen getrennt haben, Pegg ist fleißig in Hollywood unterwegs, während Frost als TV-Star zu sehen ist, haben sie sich immer wieder die Zeit genommen für gemeinsame Gastauftritte. Nun haben sich die beiden wieder zusammengetan und spielen nicht nur gemeinsam in „Truth Seekers“, sondern haben die Serie auch zusammen geschrieben und produziert. Doch kann die Serie die großen Erwartungen erfüllen? Wir haben „Truth Seekers“ für euch getestet und können euch sagen, ob sie erneut eine Kultserie geschaffen haben, oder sich die Serie als Enttäuschung entpuppt.

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Simon Pegg als Dave, Nick Frost als Gus Roberts

Inhaltsverzeichnis

Story:

Wenn es um Probleme mit dem Internet und dem Telefon gibt, dann ist Gus Roberts der beste Mann für die Reparatur. Mit seinem neuen Kollegen Elton John, versucht er jedes Problem zu lösen. Gus ist nebenbei aber auch noch ein leidenschaftlicher Geisterjäger. Schnell entwickeln sich seine Aufträge zur Jagd nach dem Übernatürlichen. Als sie auf die junge Astrid treffen, die behauptet, von Geistern gejagt zu werden, nehmen sie sich dem Fall an.

Eindruck:

Die Staffel besteht aus 8 Folgen mit einer Laufzeit zwischen 25 und 33 Minuten und ist eine Mischung aus durchgängig erzählter Story und Mission of the Week. Teilweise erinnert es ein bisschen vom Aufbau her an die Kultserie „Der Tatortreiniger“. Gus und Elton werden bei jeder Folge rausgeschickt, um ein Internet/Telefon Problem zu lösen, während es dann zu übernatürlichen Situationen kommt. Erst im Verlauf kommt mehr Story dazu, als sie mehr und mehr versuchen Astrid zu helfen, dabei ist natürlich nichts so wie es scheint. Simon Pegg als Boss von Gus hat hier nur eine kleinere Nebenrolle, ist aber immerhin in nahezu jeder Folge zu sehen. Star der Serie ist Nick Frost, der die Rolle des Gus einnimmt. Die wenigen gemeinsamen Szenen sind dennoch großes Kino, hier stimmt die Chemie natürlich wie eh und je und was die beiden sich an Wortwitz um die Ohren Hauen, ist herrlich. Da kann die Chemie zwischen Gus und Elton nicht annähernd mithalten, wobei Nick Frost auch hier mit jeder Menge Charme und Wortwitz punktet. Man muss den dicken, bärtigen Mann mit seiner lockeren ruhigen Art einfach gernhaben.

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Die Atmosphäre der Serie ist gut gemacht, mit jeder Menge Hommage Szenen, wie z. B. zu „The Ring“, Filme der Hammer Studios oder auch zu „Doktor Who“. Die Serie ist aber nicht nur einfach Comedy, auch in Sachen Gruselfakter wird gut was geboten, sodass man immer mal wieder mitfiebern kann, auch wenn es jetzt nicht zum Level Nägelbeißer reicht. Die Spannung wird immer wieder durch Humor und lockere Szenen unterbrochen, aber immerhin wird es nie langweilig und man hat immer was zum Schmunzeln, zumal es stellenweise wirklich sehr verrückt zur Sache geht. Zumindest ist es in den ersten drei Folgen so, danach geht der ersten Staffel irgendwie die Luft raus. Die Gagdichte ist da entweder nicht so besonders hoch oder sie zünden einfach nicht. Vieles dümpelt dann nur noch vor sich hin. Wobei die Wendungen die dann kommen immerhin ganz nett sind, aber auch nichts, was einen umhaut. Die Atmosphäre ist okay, aber so richtig Spannung kommt nicht mehr auf. Es wirkt so, als hätte man ihre besten Ideen schon in den ersten Folgen verpulvert. Ernst nehmen kann man die Story natürlich weiterhin nicht, „Truth Seekers“ nimmt sich zu keiner Sekunde ernst, entsprechend sind so einige Sachen, die hier passieren recht hanebüchen gemacht. Aber so richtig  Charme wie z. B. bei „Spaced“ erreicht „Truth Seekers“ leider auch nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass Edgar Wright bei „Truth Seekers“ nicht mit an Bord war, sodass der Serie schon das Gewisse etwas fehlt. Optisch ist die Serie recht hochwertig erzählt, Kostümmäßig schon recht nerdig, passend zu den Charakteren, aber die Kulissen sind super und sehr abwechslungsreich.

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Samson Kayo als Elton, Nick Frost als Gus Roberts, Emma D’Arcy als Astrid

Fazit:

Insgesamt ist die erste Staffel von „Truth Seekers“ ganz nett geworden, aber mit den großen Titeln des Duo Pegg/Frost kann die Serie leider nicht annähernd mithalten. Optisch hochwertig in Szene gesetzt, teilweise ohne Frage auch sehr verrückt, mit ein paar netten Jokes, fällt der Staffel einfach das Gewisse etwas, die Frische, vielleicht auch der Charme, um mit den großen Titeln mithalten zu können. Zwar ist das Duo in den wenigen gemeinsamen Szenen ohne Frage cool, leider ist aber Frost die meiste Zeit ohne seinen Kumpel unterwegs und mit den anderen Kollegen kann er die Serie leider nicht tragen. Schade, ich habe mir da ein bisschen mehr erhofft.

Amazon bietet die Serie auch in 4k an.

(Pierre Schulte)

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Bewertungen: 4.7 / 5. 835

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