Welcome to Blumhouse: The Lie | Streaming Review | Amazon Original | 12.10.2020

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Seit einigen Tagen gibt es „Welcome to Blumhouse: The Lie“ auf Amazon Prime zu sehen und hier gibt es das Review dazu:

Das kleine Studio Blumhouse ist eine Erfolgsgeschichte, wie es Hollywood nicht besser schreiben könnte. Seit über zehn Jahren sorgen sie mit ihren Low Budget Horrorfilmen für Furore an den Kinokassen. So konnten sich nicht nur neue erfolgreiche Franchises etablieren, sondern Blumhouse konnte auch Filmklassiker wie „Der Unsichtbare“ oder „Halloween“ neues Leben einhauchen. Auch bei den Oscars sorgten sie mit „Get Out“ für eine riesige Überraschung. Jedoch ist nun durch Corona eine riesige Einnahmequelle für Blumhouse weggebrochen. Deswegen haben sie einen 8-Filme-Deal mit Amazon gemacht und die Welcome to Blumhouse Reihe ins Leben gerufen, davon gingen vier direkt pünktlich zu Halloween im Oktober online. Die ersten beiden sind „Black Box“ und „The Lie“. „Black Box“ konnte uns schonmal sehr überzeugen, entsprechend waren wir auch sehr neugierig, wie sich „The Lie“ schlagen wird. „Wir haben „The Lie“ also für euch getestet und können euch nun sagen, ob die Reihe den guten Weg weitergehen wird oder die Qualität mit Wucht einbricht.

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Story:

Kayla ist nicht begeistert davon, in ein Tanz-Camp fahren zu müssen, doch ihre geschiedenen Eltern Rebecca und Jay bestehen darauf. Auf dem Weg dorthin trifft Kayla ihre Freundin und ihr Vater lässt sie mitfahren. Als Jay auf dem Weg eine Pause macht und er die Teenager kurz aus den Augen verliert, hört er einen Schrei und Kayla gesteht ihm, ihre Freundin getötet zu haben. Um ihre Tochter zu beschützen, versuchen ihre Eltern die Tat unter den Teppich zu kehren und weiterzumachen, als wäre nichts gewesen. Doch die Situation belastet die Beteiligten mehr und mehr und das Ganze gerät außer Kontrolle.

Eindruck:

Mit Veena Sud, eine der Schöpferinnen der Hitserie „The Killing“, hat man natürlich eine erfahrene Thriller-Schöpferin an Bord. „The Lie“ ist aber mehr ein Drama mit Thriller-Elementen und da ca. 50 % des Films auch innerhalb eines Hauses spielt, hat es auch schon ein bisschen was von Kammerspiel. Die ebenfalls aus „The Killing“ bekannte Mireille Enos und dazu noch Peter Saarsgaard als verzweifelte Eltern, spielen ihre Rollen wirklich sehr souverän runter. Man spürt zu jeder Sekunde ihre Verzweiflung und gleichzeitig ihren Willen, ihre Tochter zu beschützen, koste es was es wolle. Shooting Star Joey King macht das, was sie am besten kann und spielt auch hier mal wieder die nervige ständig quengelnde und vor allem sehr, sehr anstrengende Tochter, wodurch man bei ihr natürlich als Zuschauer immer wieder das Verlangen hat, ihr links und rechts eine zu knallen.

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Der Film selbst ist recht ruhig erzählt und wie gesagt mehr Drama mit Thrillerelementen und ich muss sagen er steigert sich im Verlauf sehr gut. Er fängt ruhig an und wird dann immer spannender und dramatischer, als man sich mehr und mehr in einem Netz uns Lügen verheddert, mit einer tollen letzten halben Stunde, wo die Spannung es wirklich in sich hat, weil das Ganze wie ein Kartenhaus zusammenbricht und man dann kaum noch wagt zu atmen, da alles regelrecht eskaliert.

Leider hat „The Lie“ ein großes Problem, die größte Wendung des Film spoilert sich selbst schon im Titel, sodass natürlich von der ersten Minute klar ist, wohin der Hase laufen wird und gleichzeitig dem Ganzen trotz der an sich sehr spannenden und dramatischen Geschichte sehr viel Luft rausnimmt. Dazu sorgt auch das Verhalten von Joey Kings Charakter, sprich der Tochter, für ein einziges großes Logikloch, denn das Verhalten gibt dann stellenweise einfach nur wenig Sinn, was natürlich auch vor allem rückblickend auf den Film schon für einiges an Kopfschütteln sorgt. Da hätte Veena Sud, die hier auch das Drehbuch geschrieben hat, natürlich besser nachdenken und vor allem aufpassen sollen.

Was man aber sagen kann, trotz der ruhigen Erzählweise ist „The Lie“ nie langweilig, was natürlich auch am guten Schauspiel der Eltern und natürlich auch an der Atmosphäre liegt, die sich im Verlauf der Story immer mehr steigert. Das Ende ist natürlich äußerst böse geraten, sowas von richtig böse. Aber ähnlich wie bei „Black Box“ hat „The Lie“ auch das Problem, dass durch die Auflösung der Wiederanschauungswert eher gering ist und der Film verliert durch das Wissen des Endes, wenn man nicht durch den Titel direkt drauf kommt, so einiges an Luft.

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Fazit:

Es ist nicht der beste Film von Blumhouse, es ist noch nicht mal der beste Film der Welcome to Blumhouse Reihe. Aber ich muss sagen, die Story ist trotz gewaltigem Logikloch und gewohnt nerviger Joey King spannend und dramatisch erzählt. Leider spoilert der Film sich durch den Titel selbst und spätestens nach dem Ende ist klar, dass man sich „The Lie“ kein zweites Mal anschauen wird, aber zum einmal anschauen bietet der Film solider Kost.

Amazon bietet den Film auch in 4k an.

(Pierre Schulte)
©Bilder Amazon Prime – Alle Rechte vorbehalten!

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  • Story 5
  • Umsetzung 6.5
  • Unterhaltung 4.5
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5.3 Awesome

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