Berlin, Berlin: Der Film – DVD Review | Constantin Film | 02.06.2021

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Seit dem 27. Mai 2021 kann man den Film „Berlin, Berlin: Der Film“ auf DVD und digital ansehen und wir haben für alle Interessierten das Review dazu:

„Berlin, Berlin“ gehört zu den erfolgreichsten deutschen Serien. Sie ist eine der wenigen deutschen Serien, die den berühmten Emmy in den USA gewonnen hat. Vier Staffeln lang lockte die Serie unglaublich viele Zuschauer vor die Fernseher, doch dann kam der Schock. Hauptdarstellerin Felicitas Woll hatte keine Lust mehr auf eine weitere Staffel. Mit dem Ergebnis, dass man ohne sie nicht weiter machen wollte und man die Serie mit der vierten Staffel relativ offen beendete. Nun 15 Jahre nach dem Ende der Hitserie, wurde das Ganze als Kinofilm fortgesetzt. Doch aufgrund von Corona, landete „Berlin, Berlin: Der Film“ nicht in den Kinos, sondern wurde direkt auf Netflix veröffentlicht, wo der Film regelrecht zerrissen wurde. Nun erscheint „Berlin, Berlin: Der Film“ bei uns auf DVD und digital und wir haben ihn für euch getestet, sodass wir euch sagen können, ob der Film wirklich so mies ist, wie es überall heißt.

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Story:

Die Beziehung zwischen Lolle und Sven hat nicht funktioniert. Während Sven zum Hippie wurde, ist Lolle erwachsen geworden. Auch Hart hat sich von Sarah getrennt. Jetzt wollen Lolle und Hart heiraten und eine Familie gründen. Ausgerechnet dann taucht Sven wieder auf. Jetzt beginnt für Lolle ein unglaubliches Gefühlschaos, was noch komplizierter wird, als Dana Lolles Tablet stiehlt und eine Präsentation, welche die Zukunft ihrer Firma darstellt, in den Händen hält. Eine verrückte Schnitzeljagd beginnt.

Eindruck:

Man muss die Serie nicht gesehen haben, um den Film zu verstehen. Es gibt zwar einige Rückblenden zur Serie, um einige Nostalgiemomente zu erklären, aber so gesehen, steht der Film für sich allein. Tatsächlich ist es sogar von Vorteil, wenn man die Serie nicht kennt. Ich selbst habe die Serie gesehen und muss sagen, ich kann verstehen, warum sich einige Fans der Serie aufregen. Denn dass was man hier erlebt, ist definitiv nicht das Happy End, dass sich alle erhofft haben. Lolles Trennung von Sven, seine Verwandlung zum Hippie. Hart nicht mehr mit Sarah zusammen und nun ausgerechnet Hart mit Lolle zusammen. Alles natürlich Momente, die fernab jeder Logik und sehr schwer zu verdauen sind, aber so spielt manchmal das Leben.

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Auch, dass die Darstellerin Rhea Harder, die Sarah spielte, nicht mit von der Partie ist, ist gewöhnungsbedürftig. Tatsächlich fehlen viele vom alten Casts. Jan Sosniok und Matthias Klimsa, aka Sven und Hart, haben auch nur Nebenrollen, dafür tauchen zwei längst vergessene Darsteller wieder in verrückten Gastrollen auf. Somit sorgt der Sprung von der Serie zum Film, was den Inhalt angeht, definitiv für eine Schädelexplosion bei den Fans, die nicht einfach zu verdauen ist.

Es gibt aber noch andere Sachen, die gewöhnungsbedürftig sind. Zum einen die Tatsache, dass der Film kaum in Berlin spielt, welches ja die Hauptkulisse der Serie war. Zum anderen ist da noch Felicitas Wolls Stimme, man hört ja immer ihre Gedanken, aber da ihre Stimme inzwischen auch merklich gealtert ist, klingt sie natürlich anders, als in der Serie. Die Tatsache, dass die Comic Einspieler nun als Animationen dabei sind, ist aber nicht schlimm. Sie passen als Teil der Story und zeigen die verrückte Gefühlswelt von Lolle sehr gut.

Hat man aber diese Storywendung einigermaßen verdaut und lässt sich voll und ganz auf den Film ein, bekommt man tatsächlich eine sehr witzige Komödie geboten, die auf eine Art total anders ist als die Serie, aber gleichzeitig was den Humor angeht, viele Elemente wieder aufnimmt. Lolles Gefühlswelt ist ein reichliches Durcheinander und Chaos. Felicitas Woll, auch wenn sichtlich gealtert, spielt ihre Rolle super. Sie ist sich für keinen Slapstick-Moment zu Schade und verzieht herrlich das Gesicht, zu den verrückten Momenten. Die Animationseinspieler und ihre Gedanken aus dem Off, sorgen für eine wirklich hohe Gagdichte.

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Natürlich darf sie weiterhin unglaublich viel Rennen, wodurch die 77 Minuten Laufzeit des Films sehr gehetzt wirken. Naja, schließlich hatte es Lolle schon immer eilig und das chaotische Hetzen aus der Serie, wurde hier sehr gut in den Film übertragen, auch wenn dabei gelegentlich weiterhin diverse Logiklöcher auftauchen. Also mal eben mit einem Traktor vom Harz nach Berlin fahren innerhalb eines halben Tages, dass soll mir mal jemand nachmachen.

An sich springt der Film von einer Situation in die Nächste. Felicitas Woll trägt aber den Film so gut, als wenn sie in ihrer Rolle nie pausiert hätte. Auch Janina Uhse als neue im Team, harmoniert sehr gut mit ihr. Die beiden Rückkehrer der ersten Stunde haben herrlich verrückte Momente. Nicht wirklich logisch, aber auf jeden Fall witzig. Das Ende des Films wird sicherlich auch nicht jedem Fan der Serie gefallen, weil auch das kein typisches Happy End ist, aber es ist definitiv ein ordentlicher Schritt aus dem Chaos von Lolle.

Bild:

Das Bild ist für eine DVD wirklich hervorragend, tolle Schärfe mit sehr vielen Details und tolle kräftige Farben. Pixelbildung, Rauschen oder Grieseln war nicht zu sehen. Das Bild bleibt durchgehend sauber und scharf. Ich habe schon Blu-rays mit schlechterem Bild gesehen.

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Ton:

Der deutsche Ton liegt in Dolby Digital 5.1 vor und macht seine Sache ganz gut. Es ist schön kräftig mit guten Bässen und gutem Raumklang, ohne, dass Details verschluckt werden.

Extras:

  • Interviews
  • Trailer

Als Bonusmaterial gibt es jede Menge kurze Interviews mit Cast und Crew. In der Summe kommt man hier auf ca. 25 Minuten an Interviews. Dazu gibt es noch diverse Trailer.

Fazit:

Es ist definitiv nicht das Ende der Serie, was sich die Fans gewünscht haben. Tatsächlich wirkt der Inhalt fernab jeder Logik und sehr provozierend. Was der Film aber ist, er ist sehr witzig! Die Jokes sitzen, die Hektik kommt klasse rüber, Längen gibt es keine und Felicitas Woll rockt wieder die Rolle der Lolle. Hätte man es besser lösen können? Definitiv, aber als No Brainer Unterhaltung, ist „Berlin, Berlin: Der Film“ ideal. Erst recht für Leute, die die Serie nicht kennen.

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
© Bilder & Trailer: Constantin Film – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 7
  • Bild 10
  • Ton 7
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Summary

Es ist definitiv nicht das Ende der Serie, was sich die Fans gewünscht haben, doch er ist sehr witzig, die Jokes sitzen, die Hektik kommt klasse rüber, Längen gibt es keine und Felicitas Woll rockt wieder die Rolle der Lolle.

8.0 Lustig

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