Born to Fight 2 – DVD Review | Cargo Records | 25.01.2022

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Im Dezember 2021 kam der Film „Born to Fight 2“ auf DVD in den Handel und wir haben das Review dazu:

Mit der „Born to Fight“ Reihe ist es ähnlich wie bei der „Karate Tiger“ Reihe. Es sind Filme, die zwar dem Genre angehören aber ansonsten nichts miteinander zu tun haben. Der einfachheitshalber haben sie in Deutschland einen simplen Titel bekommen, damit sie sich gut verkaufen ließen und den deutschen Zuschauer denken ließen, es seien Fortsetzungen. Bei „Born To Fight“ handeln es sich dabei um diverse, hochklassige Hongkong Martial Arts Filme aus den 80ern und 90ern. Nun bringt Cargo Records den zweiten „Born To Fight 2“ Film bei uns auf DVD raus. Die Frage ist, kann der einstige Actionklassiker heute noch überzeugen? Wir haben den Film für euch getestet und können es euch ganz genau sagen.

Story:

Eigentlich wollte Interpol Agentin Cynthia nur Urlaub machen, um ihre Mutter zu besuchen. Doch ihre Mutter scheint in einem Frauenhändlerring involviert zu sein. Deswegen ist Cynthia gezwungen ihren Urlaub abzubrechen, um zu ermitteln. Doch Cynthia ist nicht die einzige, die es auf diese Verbrecherbande abgesehen hat, auch Barry ermittelt gegen die Bande, um seine verschwundene Schwester zu finden.

Eindruck:

Vom Storytelling ist dieser alte Film etwas holprig. Man springt von einer Situation die nächste ohne einen fließenden Übergang zu haben. Dadurch ist es alles andere als einfach, der Handlung zu folgen, da man nicht direkt erkennt, wer hier wie in welcher Verbindung zueinander steht. Zumal auch nicht immer alles logisch ist, da wird schon zu viel dem Zufall überlassen. Dabei ist die Story alles andere als komplex, sondern eine recht simple Actiongeschichte. Die Story dient nur als Faden für jede Menge Action und die hat es in sich. Cynthia Luster beweist hier klar, warum sie damals zu den ganz großen Martial Arts Darstellerinnen gehörte. Was sie hier an Action raushaut, ist wirklich großes Kino, mit tollen Stunts und herausragenden Fightszenen, was Hollywood heutzutage immer noch Staub schlucken lässt.

Auch der Rest des Casts ist mit sehr namhaften Martial Arts Darstellern besetzt, wie z. B. Shaw Brothers Mega Star Chien Kuan Tai oder auch Kultstar Dick Wei. Natürlich sind die Charaktere sehr klischeehaft auf cool getrimmt, was ihre Kleidung und vor allem auch ihr Auftreten angeht. Das wirkt aus heutiger Sicht etwas unfreiwillig komisch und es ist kaum zu glauben, dass sowas früher voll trendy war. Diese Klischeehaftigkeit wird noch durch die deutsche Synchronisation gesteigert, da die Dialoge und die Stimmen sehr stereotypisch rüberkommen und dabei schwer ernst zu nehmen sind.

Der Film bietet aber nicht nur jede Menge herausragende Martial Arts Szenen, sondern auch jede Menge Ballerszenen. Diese sind schnell, hart, wild und mit einem ordentlichen Bodycount. Man kombiniert Geballer und Martial Arts sehr gut zusammen, wie es früher bei den berüchtigten Girls with Guns Filmen so üblich war. Vor allem während der zweiten Hälfte gibt es so jede Menge Action. Anfangs ist die Action im Film noch wohldosiert, rockt aber, sobald sie gezeigt wird von der ersten Sekunde an, nur um dann ab der zweiten Hälfte des Film immer mehr zu werden.

Wie bereits erwähnt, haben die Fights es in sich, aber auch was hier an Stunts gezeigt wird, das tut schon beim Zuschauen richtig weh. Was diese Leute hier alles an Treffern einstecken mussten, ist unglaublich, vor allem, da alles echte Stunts ohne Netz oder doppelten Boden sind. Vor allem das Finale gehört zu den Fightszenen, woran man sich einfach nicht sattsehen kann und es sich  immer wieder anschauen möchte, weil es so sehr rockt. Wobei, auch wenn die Action im Verlauf einen immer höheren Anteil bekommt, bleibt das Storytelling sehr holprig und sprunghaft, wodurch alles abseits der Action leider zur Nebensache wird.

Bild:

Das Bild reißt keine Bäume raus. Man merkt das Alter und auch die Tatsache, dass die Asiaten ihre Filmmaster alles andere als gut behandelten. Besser als die VHS Version ist es schon geworden. Trotzdem, die Farben sind recht schwach, auch die Schärfe lässt zu wünschen übrig. Immerhin ist das Ganze frei von Verschmutzungen und weder verpixelt noch verrauscht.

Ton:

Der deutsche Ton liegt in Dolby Digital 2.0 vor. Auch er reißt keine Bäume aus. Es hat natürlich keinen Raumklang, Kraft ist okay, der Ton ist sauber ohne Rauschen oder Knistern. Aber man merkt, wie beim Bild hier beim Ton auch schon sehr deutlich das Alter.

Extras:

  • Trailer
  • Wendecover

Neben dem Trailer gibt es noch ein Wendecover mit einem anderen Motiv. Ganz nett, aber halt in der Summe alles andere als viel.

Fazit:

Ich muss zugeben, ich hatte „Born To Fight 2“ besser in Erinnerung. Das Storytelling ist doch sehr holprig. Die Charaktere und die Dialoge sind Klischee pur und mit Logik hat man es auch nicht so. Wo der Film aber weiterhin punktet, ist die Action, egal ob Geballer, Stunts oder Martial Arts. Das, was hier geboten wird, ist wirklich ganz großes Actionkino und entsprechend Pflicht für jeden Asia Action Film. Alleine schon wegen dem Finale, was zu den ganz großen Martial Arts Szenen gehört.

 

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
© Bilder und Trailer: Cargo Records – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 7,5
  • Bild 3,5
  • Ton 4
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Summary

Das Storytelling ist doch sehr holprig. Die Charaktere und die Dialoge sind Klischee pur und mit Logik hat man es auch nicht so. Wo der Film aber weiterhin punktet, ist die Action.

4.7 holprig

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