Der Leuchtturm – Blu-ray Review | Universal Pictures | 02.05.2020

Story: Der Leuchtturmwärter Tom Wake, dessen Mobilität aufgrund einer Beinverletzung etwas eingeschränkt ist, bekommt mit Ephraim Winslow einen neuen Gehilfen zur Seite gestellt, der ihn vier Wochen lang unterstützen soll. Wake verteidigt seine Position im Leuchtturm allerdings mit eiserner Hand. Er herrscht über das Licht und den Raum oben im Leuchtturm, betätigt sich noch als Koch und damit bleibt die Vielzahl an anderen Tätigkeiten bei Winslow hängen. Doch egal was Winslow macht, es ist nie gut genug in den Augen von Wake. Dieser tyrannisiert ihn wo er kann und so nimmt Winslow die Situation anfänglich noch zähneknirschend hin. Doch zunehmend wird er misstrauischer gegenüber Wake, was passierte mit seinen vorherigen Gehilfen. Nach und nach nehmen die Spannungen untereinander zu, dann naht noch ein plötzlich auftretender Sturm, der Winslow länger auf der Insel hält als geplant. Eindruck: Der Regisseur Robert Eggers („The Witch“) bringt mit der Leuchtturm erneut einen Horrorfilm ins Kino. Wobei der Horror hier recht unterschwellig daherkommt, er entsteht aus der Isolation und Enge der beiden Leuchtturmwärter auf der Insel sowie dessen kammerspielartige Inszenierung und ihrer gegenseitigen Abneigung. Der Leuchtturm ist komplett in schwarz/weiß gedreht und erzielt dadurch eine beängstigend düstere Atmosphäre. Im Vordergrund steht natürlich das Zusammenspiel der beiden Darsteller und so viel vorweg, Willem Dafoe und Robert Pattinson bieten eine eindrückliche, wie herausragende Leistung. Das Psychoduell zwischen dem wortkargen Winslow (Robert Pattinson) und dem Plappermaul Wake (Willem Dafoe) ist grandios inszeniert. Die Abgeschiedenheit der beiden verursacht zunehmend ein Unbehagen, einige verstörende Bilder tun ihr Übriges dazu. Das ungewöhnliche, fast quadratische Bildformat in 1.19:1 engt die Szenerie zusätzlich ein und hätte passender nicht inszeniert werden können. Die Kamera fängt alles körpernah ein und begrenzt die beiden Darsteller beängstigend in der Kulisse ein. Die diffuse Ausleuchtung der Szenerie trägt viel zu der beklemmenden Atmosphäre bei und macht deren Isolation greifbar. Als Beispiel mal das gemeinsame Abendessen der beiden, an einem kleinen Tisch, in dessen Zentrum eine Petroleumlampe thront, welche wie ein Leuchtturm die Szenerie ausleuchtet und die Gesichter der Akteure teils bizarr wie surreal wirken lässt. Hier nähern sich Wake und Winslow dann zwar etwas an, doch es wirkt so trügerisch, wie das Meer um sie herum. Dazu ein gespenstisch klingender Score, häufiges Gekreische der Möwen, das immer wiederkehrende Nebelhorn, welches bedrohlich klingt und all das verschmilzt perfekt mit den imposanten Bildern. Fazit: Schon mit „The Witch“ lieferte Robert Eggers einen eindringlichen Film und überzeugte mich ebenso mit seiner einzigartigen Herangehensweise. Mit „Der Leuchtturm“ legt er definitiv ein paar Schippen darauf, der Film besitzt eine ungeheure Wucht und zieht den Zuschauer unweigerlich in seinen Bann. Wirkt der Film anfänglich vielleicht etwas sperrig, so strahlt „Der Leuchtturm“ schnell einen gewissen Reiz aus, dessen Anziehungskraft man sich kaum entziehen kann. Wenn ich es nicht besser wüsste, ich würde glatt behaupten, das ist der neue Film von David Lynch, ohne diesen aber zu kopieren. Das träge Tempo, die Bildersprache, einige schockierende Szenen und eben der verstörende Score erinnern mich jedenfalls an die Machart von David Lynch. Der Leuchtturm bleibt natürlich eigenständig genug und trägt die einzigartige Handschrift des Regisseurs Robert Eggers. Selbst kleine fast unscheinbare Dinge erzielen eine ungeahnte Wirkung. Wenn Winslow z.B. die Notdurft am nächsten Morgen draußen entsorgt, dann ist das eigentlich ein normaler Vorgang. Doch die eingefangene Szene wirkt anders als gedacht, man ekelt sich davor und bemitleidet Winslow. Diese kleinen Details in „Der Leuchtturm“ machen den Unterschied aus, ein Kontrast der eigentlich kaum in die heutige Filmwelt zu passen scheint. Doch zeigt uns der Leuchtturm den Weg, dass ein guter Film prinzipiell nur zwei perfekt aufspielende Darsteller und eine durchdachte Story benötigt, um reichlich Spannung zu erzeugen. Schön zu sehen, dass man eine Geschichte bekommt, die offensichtlich mehr erzählen kann, als manch teuer bezahltes Drehbuch aus Hollywood hervorbringt. Das im Vergleich zu „Der Leuchtturm“ häufig so simpel geschrieben scheint, nur, um seine Stars gekonnt zu umschmeicheln und sie ins rechte Licht zu rücken. Einfach einzigartig, dass manchmal ein solcher Film zwischen den Blockbustern strandet und zeigt, das man mit viel weniger Geld, deutlich bessere Filme erschaffen kann. „Der Leuchtturm“ erhellt die Filmwelt, mit einer atmosphärisch dichten Charakterstudie, dessen Horror schleichend beginnt. Bild: Wie schon angesprochen, das Bild ist in schwarz/weiß und im ungewöhnlichen 1.19:1 Bildformat. Die Schärfe ist überzeugend, an Details mangelt es trotz der teilweise spärlichen Ausleuchtung nicht. Der Schwarzwert ist satt und der Kontrast liegt an der Grenze zur Perfektion. Hier stimmt einfach alles, ob Close up, Halbtotale oder Totale, nie hat man den Eindruck etwas zu verpassen. Im Hintergrund sieht man alles, was man sehen soll, nichts versumpft oder geht verloren. Ton: Die DTS 5.1 Tonspur begeistert ebenfalls. Das Klangbild ist häufig extrem dynamisch und zieht das komplette Boxenset mit ein. Die Rears werden imposant eingesetzt und man bekommt das Gefühl, die Möwen kreisen im Heimkino. Das Nebelhorn wird dezent, aber eindrucksvoll vom Sub untermauert und erzielt dadurch seine imposante Wirkung. Eine extrem gelungene Abmischung, dynamisch und kraftvoll, sowie dezent, wenn nötig. Natürlich wird auch der Score entsprechend gut in den Raum gestellt und rundet damit diese vorzügliche Tonspur ab. Extras: • Unveröffentlichte Szenen • Eine dunkle und stürmische Geschichte (3 Kapitel) • Filmkommentar mit Co-Autor/Regisseur Robert Eggers Testequipment JVC DLA-X35 Panasonic DMP UB704 Marantz AV8801 / MM7055 B&W 7er Serie 5.1 (Hartmut Haake) ©Bilder Universal Pictures – Alle Rechte vorbehalten! [button link="https://amzn.to/2DxkwCC" size="large" target="new" text_color="#ffffff" color="#007a0e"]Hier bei amazon.de bestellen[/button] [button link="https://amzn.to/2DxkwCC" size="large" target="new" text_color="#ffffff" color="#007a0e"]Hier bei amazon.de bestellen[/button] [button link="https://amzn.to/2DxkwCC" size="large" target="new" text_color="#ffffff" color="#007a0e"]Hier bei amazon.de bestellen[/button]

Story: Der Leuchtturmwärter Tom Wake, dessen Mobilität aufgrund einer Beinverletzung etwas eingeschränkt ist, bekommt mit Ephraim Winslow einen neuen Gehilfen zur Seite gestellt, der ihn vier Wochen lang unterstützen soll. Wake verteidigt seine Position im Leuchtturm allerdings mit eiserner Hand. Er herrscht über das Licht und den Raum oben im Leuchtturm, betätigt sich noch als Koch und damit bleibt die Vielzahl an anderen Tätigkeiten bei Winslow hängen. Doch egal was Winslow macht, es ist nie gut genug in den Augen von Wake. Dieser tyrannisiert ihn wo er kann und so nimmt Winslow die Situation anfänglich noch zähneknirschend hin. Doch zunehmend wird er misstrauischer gegenüber Wake, was passierte mit seinen vorherigen Gehilfen. Nach und nach nehmen die Spannungen untereinander zu, dann naht noch ein plötzlich auftretender Sturm, der Winslow länger auf der Insel hält als geplant. Eindruck: Der Regisseur Robert Eggers („The Witch“) bringt mit der Leuchtturm erneut einen Horrorfilm ins Kino. Wobei der Horror hier recht unterschwellig daherkommt, er entsteht aus der Isolation und Enge der beiden Leuchtturmwärter auf der Insel sowie dessen kammerspielartige Inszenierung und ihrer gegenseitigen Abneigung. Der Leuchtturm ist komplett in schwarz/weiß gedreht und erzielt dadurch eine beängstigend düstere Atmosphäre. Im Vordergrund steht natürlich das Zusammenspiel der beiden Darsteller und so viel vorweg, Willem Dafoe und Robert Pattinson bieten eine eindrückliche, wie herausragende Leistung. Das Psychoduell zwischen dem wortkargen Winslow (Robert Pattinson) und dem Plappermaul Wake (Willem Dafoe) ist grandios inszeniert. Die Abgeschiedenheit der beiden verursacht zunehmend ein Unbehagen, einige verstörende Bilder tun ihr Übriges dazu. Das ungewöhnliche, fast quadratische Bildformat in 1.19:1 engt die Szenerie zusätzlich ein und hätte passender nicht inszeniert werden können. Die Kamera fängt alles körpernah ein und begrenzt die beiden Darsteller beängstigend in der Kulisse ein. Die diffuse Ausleuchtung der Szenerie trägt viel zu der beklemmenden Atmosphäre bei und macht deren Isolation greifbar. Als Beispiel mal das gemeinsame Abendessen der beiden, an einem kleinen Tisch, in dessen Zentrum eine Petroleumlampe thront, welche wie ein Leuchtturm die Szenerie ausleuchtet und die Gesichter der Akteure teils bizarr wie surreal wirken lässt. Hier nähern sich Wake und Winslow dann zwar etwas an, doch es wirkt so trügerisch, wie das Meer um sie herum. Dazu ein gespenstisch klingender Score, häufiges Gekreische der Möwen, das immer wiederkehrende Nebelhorn, welches bedrohlich klingt und all das verschmilzt perfekt mit den imposanten Bildern. Fazit: Schon mit „The Witch“ lieferte Robert Eggers einen eindringlichen Film und überzeugte mich ebenso mit seiner einzigartigen Herangehensweise. Mit „Der Leuchtturm“ legt er definitiv ein paar Schippen darauf, der Film besitzt eine ungeheure Wucht und zieht den Zuschauer unweigerlich in seinen Bann. Wirkt der Film anfänglich vielleicht etwas sperrig, so strahlt „Der Leuchtturm“ schnell einen gewissen Reiz aus, dessen Anziehungskraft man sich kaum entziehen kann. Wenn ich es nicht besser wüsste, ich würde glatt behaupten, das ist der neue Film von David Lynch, ohne diesen aber zu kopieren. Das träge Tempo, die Bildersprache, einige schockierende Szenen und eben der verstörende Score erinnern mich jedenfalls an die Machart von David Lynch. Der Leuchtturm bleibt natürlich eigenständig genug und trägt die einzigartige Handschrift des Regisseurs Robert Eggers. Selbst kleine fast unscheinbare Dinge erzielen eine ungeahnte Wirkung. Wenn Winslow z.B. die Notdurft am nächsten Morgen draußen entsorgt, dann ist das eigentlich ein normaler Vorgang. Doch die eingefangene Szene wirkt anders als gedacht, man ekelt sich davor und bemitleidet Winslow. Diese kleinen Details in „Der Leuchtturm“ machen den Unterschied aus, ein Kontrast der eigentlich kaum in die heutige Filmwelt zu passen scheint. Doch zeigt uns der Leuchtturm den Weg, dass ein guter Film prinzipiell nur zwei perfekt aufspielende Darsteller und eine durchdachte Story benötigt, um reichlich Spannung zu erzeugen. Schön zu sehen, dass man eine Geschichte bekommt, die offensichtlich mehr erzählen kann, als manch teuer bezahltes Drehbuch aus Hollywood hervorbringt. Das im Vergleich zu „Der Leuchtturm“ häufig so simpel geschrieben scheint, nur, um seine Stars gekonnt zu umschmeicheln und sie ins rechte Licht zu rücken. Einfach einzigartig, dass manchmal ein solcher Film zwischen den Blockbustern strandet und zeigt, das man mit viel weniger Geld, deutlich bessere Filme erschaffen kann. „Der Leuchtturm“ erhellt die Filmwelt, mit einer atmosphärisch dichten Charakterstudie, dessen Horror schleichend beginnt. Bild: Wie schon angesprochen, das Bild ist in schwarz/weiß und im ungewöhnlichen 1.19:1 Bildformat. Die Schärfe ist überzeugend, an Details mangelt es trotz der teilweise spärlichen Ausleuchtung nicht. Der Schwarzwert ist satt und der Kontrast liegt an der Grenze zur Perfektion. Hier stimmt einfach alles, ob Close up, Halbtotale oder Totale, nie hat man den Eindruck etwas zu verpassen. Im Hintergrund sieht man alles, was man sehen soll, nichts versumpft oder geht verloren. Ton: Die DTS 5.1 Tonspur begeistert ebenfalls. Das Klangbild ist häufig extrem dynamisch und zieht das komplette Boxenset mit ein. Die Rears werden imposant eingesetzt und man bekommt das Gefühl, die Möwen kreisen im Heimkino. Das Nebelhorn wird dezent, aber eindrucksvoll vom Sub untermauert und erzielt dadurch seine imposante Wirkung. Eine extrem gelungene Abmischung, dynamisch und kraftvoll, sowie dezent, wenn nötig. Natürlich wird auch der Score entsprechend gut in den Raum gestellt und rundet damit diese vorzügliche Tonspur ab. Extras: • Unveröffentlichte Szenen • Eine dunkle und stürmische Geschichte (3 Kapitel) • Filmkommentar mit Co-Autor/Regisseur Robert Eggers Testequipment JVC DLA-X35 Panasonic DMP UB704 Marantz AV8801 / MM7055 B&W 7er Serie 5.1 (Hartmut Haake) ©Bilder Universal Pictures – Alle Rechte vorbehalten!   Story:

Der Leuchtturmwärter Tom Wake, dessen Mobilität aufgrund einer Beinverletzung etwas eingeschränkt ist, bekommt mit Ephraim Winslow einen neuen Gehilfen zur Seite gestellt, der ihn vier Wochen lang unterstützen soll. Wake verteidigt seine Position im Leuchtturm allerdings mit eiserner Hand. Er herrscht über das Licht und den Raum oben im Leuchtturm, betätigt sich noch als Koch und damit bleibt die Vielzahl an anderen Tätigkeiten bei Winslow hängen. Doch egal was Winslow macht, es ist nie gut genug in den Augen von Wake. Dieser tyrannisiert ihn wo er kann und so nimmt Winslow die Situation anfänglich noch zähneknirschend hin. Doch zunehmend wird er misstrauischer gegenüber Wake, was passierte mit seinen vorherigen Gehilfen. Nach und nach nehmen die Spannungen untereinander zu, dann naht noch ein plötzlich auftretender Sturm, der Winslow länger auf der Insel hält als geplant.

Der Leuchtturm 2019 Film Shop Kaufen Review Kritik NewsEindruck:

Der Regisseur Robert Eggers („The Witch“) bringt mit der Leuchtturm erneut einen Horrorfilm ins Kino. Wobei der Horror hier recht unterschwellig daherkommt, er entsteht aus der Isolation und Enge der beiden Leuchtturmwärter auf der Insel sowie dessen kammerspielartige Inszenierung und ihrer gegenseitigen Abneigung. Der Leuchtturm ist komplett in schwarz/weiß gedreht und erzielt dadurch eine beängstigend düstere Atmosphäre. Im Vordergrund steht natürlich das Zusammenspiel der beiden Darsteller und so viel vorweg, Willem Dafoe und Robert Pattinson bieten eine eindrückliche, wie herausragende Leistung.

Das Psychoduell zwischen dem wortkargen Winslow (Robert Pattinson) und dem Plappermaul Wake (Willem Dafoe) ist grandios inszeniert. Die Abgeschiedenheit der beiden verursacht zunehmend ein Unbehagen, einige verstörende Bilder tun ihr Übriges dazu. Das ungewöhnliche, fast quadratische Bildformat in 1.19:1 engt die Szenerie zusätzlich ein und hätte passender nicht inszeniert werden können.

Der Leuchtturm 2019 Film Shop Kaufen Review Kritik NewsDie Kamera fängt alles körpernah ein und begrenzt die beiden Darsteller beängstigend in der Kulisse ein. Die diffuse Ausleuchtung der Szenerie trägt viel zu der beklemmenden Atmosphäre bei und macht deren Isolation greifbar. Als Beispiel mal das gemeinsame Abendessen der beiden, an einem kleinen Tisch, in dessen Zentrum eine Petroleumlampe thront, welche wie ein Leuchtturm die Szenerie ausleuchtet und die Gesichter der Akteure teils bizarr wie surreal wirken lässt. Hier nähern sich Wake und Winslow dann zwar etwas an, doch es wirkt so trügerisch, wie das Meer um sie herum. Dazu ein gespenstisch klingender Score, häufiges Gekreische der Möwen, das immer wiederkehrende Nebelhorn, welches bedrohlich klingt und all das verschmilzt perfekt mit den imposanten Bildern.

Fazit:

Schon mit „The Witch“ lieferte Robert Eggers einen eindringlichen Film und überzeugte mich ebenso mit seiner einzigartigen Herangehensweise. Mit „Der Leuchtturm“ legt er definitiv ein paar Schippen darauf, der Film besitzt eine ungeheure Wucht und zieht den Zuschauer unweigerlich in seinen Bann. Wirkt der Film anfänglich vielleicht etwas sperrig, so strahlt „Der Leuchtturm“ schnell einen gewissen Reiz aus, dessen Anziehungskraft man sich kaum entziehen kann. Wenn ich es nicht besser wüsste, ich würde glatt behaupten, das ist der neue Film von David Lynch, ohne diesen aber zu kopieren. Das träge Tempo, die Bildersprache, einige schockierende Szenen und eben der verstörende Score erinnern mich jedenfalls an die Machart von David Lynch. Der Leuchtturm bleibt natürlich eigenständig genug und trägt die einzigartige Handschrift des Regisseurs Robert Eggers.

Der Leuchtturm 2019 Film Shop Kaufen Review Kritik NewsSelbst kleine fast unscheinbare Dinge erzielen eine ungeahnte Wirkung. Wenn Winslow z.B. die Notdurft am nächsten Morgen draußen entsorgt, dann ist das eigentlich ein normaler Vorgang. Doch die eingefangene Szene wirkt anders als gedacht, man ekelt sich davor und bemitleidet Winslow. Diese kleinen Details in „Der Leuchtturm“ machen den Unterschied aus, ein Kontrast der eigentlich kaum in die heutige Filmwelt zu passen scheint. Doch zeigt uns der Leuchtturm den Weg, dass ein guter Film prinzipiell nur zwei perfekt aufspielende Darsteller und eine durchdachte Story benötigt, um reichlich Spannung zu erzeugen. Schön zu sehen, dass man eine Geschichte bekommt, die offensichtlich mehr erzählen kann, als manch teuer bezahltes Drehbuch aus Hollywood hervorbringt. Das im Vergleich zu „Der Leuchtturm“ häufig so simpel geschrieben scheint, nur, um seine Stars gekonnt zu umschmeicheln und sie ins rechte Licht zu rücken. Einfach einzigartig, dass manchmal ein solcher Film zwischen den Blockbustern strandet und zeigt, das man mit viel weniger Geld, deutlich bessere Filme erschaffen kann. „Der Leuchtturm“ erhellt die Filmwelt, mit einer atmosphärisch dichten Charakterstudie, dessen Horror schleichend beginnt.

Bild:

Wie schon angesprochen, das Bild ist in schwarz/weiß und im ungewöhnlichen 1.19:1 Bildformat. Die Schärfe ist überzeugend, an Details mangelt es trotz der teilweise spärlichen Ausleuchtung nicht. Der Schwarzwert ist satt und der Kontrast liegt an der Grenze zur Perfektion. Hier stimmt einfach alles, ob Close up, Halbtotale oder Totale, nie hat man den Eindruck etwas zu verpassen. Im Hintergrund sieht man alles, was man sehen soll, nichts versumpft oder geht verloren.

Der Leuchtturm 2019 Film Shop Kaufen Review Kritik NewsTon:

Die DTS 5.1 Tonspur begeistert ebenfalls. Das Klangbild ist häufig extrem dynamisch und zieht das komplette Boxenset mit ein. Die Rears werden imposant eingesetzt und man bekommt das Gefühl, die Möwen kreisen im Heimkino. Das Nebelhorn wird dezent, aber eindrucksvoll vom Sub untermauert und erzielt dadurch seine imposante Wirkung. Eine extrem gelungene Abmischung, dynamisch und kraftvoll, sowie dezent, wenn nötig. Natürlich wird auch der Score entsprechend gut in den Raum gestellt und rundet damit diese vorzügliche Tonspur ab.

Extras:

  • Unveröffentlichte Szenen
  • Eine dunkle und stürmische Geschichte (3 Kapitel)
  • Filmkommentar mit Co-Autor/Regisseur Robert Eggers

Testequipment:

JVC DLA-X35
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1
(Hartmut Haake)

©Bilder Universal Pictures – Alle Rechte vorbehalten!

 

 

 

Bewertungen: 4.7 / 5. 434

3 Meinungen zu “Der Leuchtturm – Blu-ray Review | Universal Pictures | 02.05.2020

  1. jackoneill sagt:

    das klingt mal richtig interessant, vielen Dank für das sehr gute Review.

  2. Hartmut sagt:

    Dankeschön, ja ein Film, der auch mich überrascht hat. Ein wirklich intensiver Film, der einen mitreißt, ein absolutes Highlight aktuell!

  3. Birgit sagt:

    Klang für mich sehr interessant, war auch was besonderes – aber eigentlich hat der Film mich leer zurückgelassen. Ich hab viele Fragen erhalten, aber kaum Antworten.

Schreibe einen Kommentar