Predator: Hunting Grounds – PS4 Review | IllFonic | 29.04.2020

Predator Hunting Grounds 2020 Spiel PS4 Kritik Review Kaufen Shop

Predator Hunting Grounds 2020 Spiel PS4 Kritik Review Kaufen ShopIm Jahr 2015 legte Entwickler Turtle Rock mit „Evolve“ den ersten asymmetrischen Multiplayer-Titel vor. In diesem nahm ein Trupp von Soldaten den Kampf gegen ein einzelnes Monster auf. Anno 2020 folgt nun „Predator: Hunting Grounds“ von Illfonic. Ich habe mir angeschaut, wie sich die Jagd des Yautja (Rasse des Predators) spielt und ob eine coole Filmlizenz auch gleichzeitig einen grandiosen Multiplayer-Shooter garantiert?

Doch zunächst gilt es zu klären, worum geht es genau in einem asymmetrischen Multiplayer-Shooter geht? Das Konzept des Spielmodells ist denkbar einfach – ein Team von vier Spielern spielt, wie im gleichnamigen Blockbuster, gegen den Predator. Dabei besteht die Aufgabe des Predators einzig und allein darin, dass gegnerische Team komplett zur Strecke zu bringen und die Wirbelsäulen als Trophäen einzusacken. Selbstredend ist der Außerirdische seinen Gegnern physisch und technisch überlegen. Wenn man als Predator spielt, verbergt ihr euch in den Bäumen des südamerikanischen Dschungels, nutzt die Bäume als Parcours um eure Gegner aus dem Hinterhalt zu erlegen. Mit mächtigen Nahkampfattacken, unter Zuhilfenahme der Wristblades zum Ausweiden von Opfern, einem Kampf-Diskus oder der mächtigen Lasergun geht’s den menschlichen Söldnertrupps an den Kragen. Die Söldner sind dem übermächtigen Predator einzeln stark unterlegen, also müssen sie als Team agieren.

Predator Hunting Grounds 2020 Spiel PS4 Kritik Review Kaufen ShopDie Elitesoldaten, die aus der Ego-Perspektive gespielt werden, haben ein Waffen-Arsenal von Snipergewehren, Shot-Guns und später sogar der legendären M134 Minigun zur virtuellen Monsterjagd mit im Gepäck. Während des Kampfes kann ein gefallener Kamerad wiederbelebt werden – die Anzahl der möglichen Wiederbelebungen ist dabei vom jeweiligen Level des einzelnen Soldaten abhängig. Um die Chancen weiter zu erhöhen, kann man sich sogar im Matsch tarnen, so dass man für den auf Wärme-Muster spähenden Predator praktisch unsichtbar werden kann. Die Matches sind auf 15 Minuten festgelegt. Während der Predator nur durch Killen aller Soldaten die Runde für sich entscheiden kann, haben die Söldner die Möglichkeit über bestimmte Missionsziele die Runde zu gewinnen. Es gibt beispielsweise die Aufgabe Peilsender an Drogenboten zu befestigen, Wasserleitungen zu sabotieren, Computerterminals zu hacken oder einfach den Außerirdischen Trophäenjäger zur Strecke zu bringen. Dabei existieren momentan nur drei Maps auf denen man sich auf Monsterjagd begeben kann. Während der Jagd erschweren euch spawnende Gegnerscharen das Leben, wobei deren KI eigentlich nicht als Intelligenz zu bezeichnen ist – die digitalen Gegner laufen völlig unmotiviert in die Schusslinien und lassen sich regelrecht niedermähen.

Predator Hunting Grounds 2020 Spiel PS4 Kritik Review Kaufen ShopNach jeder Runde erhalten alle Mitspieler Erfahrungspunkte, mit denen sich Waffen- und Ausrüstungsverbesserungen und sogar andere Skins für den Predator kaufen lassen. Eine Besonderheit beim Matchmaking ist übrigens, dass es plattformübergreifend funktioniert. Es sind also Spiele zwischen PS4 und PC-Playern möglich. Das Matchmaking funktioniert auch relativ zeitnah – wenn man allerdings unbedingt als Predator spielen möchte kann es vorkommen, dass man sich bis zu fünf Minuten in einem Wartebereich wiederfindet, bevor das Spiel startet. Dieses Problem kann man aber umgehen, wenn man unter Freunden spielt, in privaten Spielen sind die längeren Wartezeiten nicht aufgetreten.

Die Technik von „Predator:Hunting Grounds“ ist leider eher nicht die Stärke des Titels. Die Charaktermodelle und Umgebungen wirken sehr altbacken und passen eher zur Last Generation. Es gibt flimmernde und aufpoppende Texturen und das gesamte Setting des Dschungels wirkt irgendwie zu bunt. Hier wurde viel Potential verschenkt, da doch im Hintergrund die potente Unreal 4 Engine werkelt, – aber zumindest läuft der Titel somit ständig flüssig. Auch das Balancing lässt streckenweise zu wünschen übrig – ist man als Predator verwundet, ist es sehr schnell vorbei mit der Tarnung – dann kann der Gegner schnell die Spur des verwundeten Yautja-Waidmann über das fluoreszierende grüne Blut aufnehmen und ihm den Rest geben. Regenerieren kann sich der Außerirdische allein in einem Versteck – Wird es zu kritisch kann man den eigenen Suizid durchführen und dabei noch ein paar Kontrahenten mitnehmen. Ist die grafische Umsetzung nicht der absolute Hit ist das Sounddesign hingegen ziemlich genial geworden. Die ikonischen Schnattergeräusche des Predators, der markerschütternde Schrei, wenn sich der Trophäenjäger heilt und das „Whoosh“-Geräusch beim Wechsel in den Wärme-Scan sind komplett wie in der Filmvorlage enthalten.

Inhaltsverzeichnis

Predator Hunting Grounds 2020 Spiel PS4 Kritik Review Kaufen ShopFazit:

„Predator: Hunting Grounds“ ist beileibe kein schlechtes Game. Das asymmetrische Multiplayer-Spiel-Prinzip (Monster gegen Söldner) weiß gerade mit Freunden zu gefallen – aber es wird leider durch das unausgereifte Balancing und eine schwache Technik ausgebremst. Die Grafik wirkt angestaubt, es existieren momentan nur drei Maps kann und beim Matchmaking muss man sich als Predator in Geduld üben. Aber auf der anderen Seite gibt es dann aber das coole Sounddesign, das die Atmosphäre der Filmvorlage genial einfängt und das coole Setting als Predator auf Trophäenjagd unterwegs sein zu können. Entwickler Illfonic hat sich die Kritik der Community bereits angesehen und will nachbessern. Einen ersten Patch für die Verbesserung des Balancing wurde bereits nachgereicht und es sollen auch weitere Updates und Erweiterungen der Maps folgen. Aber bis diese komplett auf den Weg gebracht sind, bleibt „Predator:Hunting Grounds“ für mich im guten Mittelmaß hängen und ist momentan eher ein Titel für Fans der Filmreihe.

Predator Hunting Grounds 2020 Spiel PS4 Kritik Review Kaufen Shop Pro:

  • Cooles Setting als Predator
  • Geniales Sounddesign
  • Asymmetrischer Multiplayer (Söldner vs. Predator)
  • Viele Gadgets, Perks und Anpassungen

Contra:

  • Schwache, altbacken wirkende Grafik
  • Teilweise unausgereiftes Balancing
  • Matchmaking teilweise sehr langatmig (gerade als Predator)
  • Sehr schwache KI

(Michael Schröder)

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Bewertungen: 4.8 / 5. 664

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