Sneaky Pete – Staffel 3 – Review | Amazon Original

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Sneaky Pete – Staffel 3 – Review SzenenbildFilme wie „Oceans 11“, „Italien Job“, „Thomas Crown“, oder „The Ladykillers“ sind seit Jahrzehnten sehr beliebt. Es sind sogenannten Heist Movies. Ein Dieb bzw. ein Betrüger versucht den ganz großen illegalen Job, um sich zu bereichern und ohne dabei erwischt zu werden.

Sneaky Pete fällt in dieses Genre. Eigentlich war die Serie von „Breaking Bad Star“ Bryan Cranston für CBS geplant, CBS hat die Serie aber direkt nach dem Piloten abgelehnt. Amazon übernahm stattdessen die Serie und gab dem Ganzen mal eben ca. 90 Mio. Budget pro Staffel und einer mega Starbesetzung.

Zwar konnte die Serie nie den Hype und den Erfolg eines “The Man in the High Castle“, „The Grand Tour“ oder „Marvelous Mrs. Maisel“ erreichen, aber die Serie fuhr stets ordentliche Klickzahlen und hatte ebenfalls sehr gute Kritiken.

Nun ging die Serie auf Amazon in die dritte Runde.

Story:

Sneaky Pete – Staffel 3 – Review SzenenbildTrickbetrüger Marius Josipović wird gezwungen, Jagd auf einen berühmt berüchtigten Trickbetrüger zu machen, der bis heute nicht erwischt wurde. Schafft er es nicht, muss Julia Bowman ins Gefängnis und sie wird dem Rest ihrer Familie verraten, dass er nicht ihr Cousin Pete ist, sondern ein Betrüger und Verbrecher. Marius mag aber das vermeintlich normale Leben in der Rolle des Pete bei der Familie Bernhardt. Gleichzeitig plant Marius mit einer alten Freundin einen neuen großen Trickbetrug, schnell wächst ihn das Ganze über Kopf. Es wird immer schwerer, alles unter einem Hut zu bekommen, und er muss ein hohes Risiko eingehen.

Nach dem Cliffhanger in Staffel 3 geht es hier anfangs etwas holperig zur Sache. Es ist nicht einfach hineinzukommen, da man erst mal durch die neue Ausgangslage mehrere neue parallellaufende Main Stories aufbauen will, inkl. neuem Heist. Hierzu werden auch unzählige neue Charaktere eingeführt, die man erst mal alle unterkriegen will.

Sneaky Pete – Staffel 3 – Review SzenenbildDie Staffel selbst hat, wie die anderen Staffeln davor, zehn Folgen mit einer Laufdauer zwischen 37-50 Minuten und ist ebenfalls durchgängig erzählt. Sobald man die holprigen zwei bis drei ersten Folgen überstanden hat, hört das auch mit dem holperig sein auf, denn dann ist man drin und es läuft ab da wie am Schnürchen. Die Erzählgeschwindigkeit ist extrem hoch und eine Wendung jagt die Nächste. Action gibt es jetzt keine, denn es dreht sich allein um die Sache, wie Marius/Pete versucht, die ganze Situation zu meistern, ohne dass er in irgendeiner Form auffliegt bzw. erwischt wird. Dadurch ist die Spannung wirklich sehr hoch und es ist richtig klasse, wie Marius/Pete sich jedes Mal rauswindet und improvisieren muss, weil wie so üblich, selten alles wie geplant klappt und mehr und mehr alles außer Kontrolle gerät.

Dadurch eignet sich die Staffel, wie auch die Staffeln davor, hervorragend zum Bingen. Die Wendungen sind teilweise sehr brachial und die dadurch entstehende Dramatik sehr hoch. Optisch ist das Ganze sehr hochwertig in Szene gesetzt, mit sehr tollen Kulissen und einer guten Ausstattung.

Der Cast spielt seine Sache gewohnt super. Margo Martindale als Familienoberhaupt Bernardt spielt ihre Rolle absolut souverän und verleiht ihrem Charakter sehr viel Gefühl. Marin Ireland als Julie Bowman kommt ebenfalls richtig klasse rüber und liefert sich tolle Streitdialoge mit Giovanni Ribisi. Vor allem, wenn sie beim Heist mitmischen muss, kommt es zu einer wirklich tollen und sehr lustigen Chemie zwischen den beiden, sodass man merkt, wie beide mit viel Spaß bei der Sache sind.

Sneaky Pete – Staffel 3 – Review SzenenbildEfrat Dor als Neue im Bunde gibt eine wirklich klasse Femme Fatale ab. Etwas verschenkt wurde aber Suits Star Patrick J. James, der vorab groß angekündigt wurde, aber am Ende nur eine Nebenrolle in fünf Folgen einnimmt, wo er sich jetzt nicht groß beweisen muss, aber immerhin gibt er eine ordentliche „Zielscheibe“ ab. So gut aber nahezu der komplette Cast spielt, am Ende ist es trotzdem eine sensationelle One-Man-Show von Giovanni Ribisi. Er spielt seine Rolle wunderbar schmierig, aber gleichzeitig auch mit viel Coolness und Gefühl. Man nimmt ihn den hochintelligenten, etwas nervösen Betrüger und das Improvisationstalent zu jeder Sekunde ab. Man fühlt und leidet und fiebert klasse mit ihm mit. Gleichzeitig ruft er hier auch die Leistung seines Lebens ab und beweist, was für ein vielseitiger Schauspieler er ist.

Das Ende der Staffel ist sehr gelungen, mit viel Gefühl und ohne Cliffhanger. Es eignet sich gut als Ende der Serie für den Fall, dass Amazon beschließen sollte, die Serie nicht weiter fortzusetzen

Sneaky Pete – Staffel 3 – Review Szenenbild

Fazit:

Insgesamt kann die dritte Staffel nicht mehr mit den genialen ersten beiden Staffeln mithalten, aber man bekommt trotzdem immer noch eine klasse und unglaublich spannende Serie mit einem sensationellen Hauptdarsteller geboten. Für Fans sogenannter Heist-Stories ist die Serie sowieso Pflicht, denn in diesem Bereich kann die Serie mit den ganz großen Titeln des Genres mithalten.

Amazon bietet die Serie auch in 4k an.

(Pierre Schulte)

©Bilder Amazon Prime – Alle Rechte vorbehalten!

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