THE CONTRACTOR – DVD Review | LEONINE

THE CONTRACTOR Film 2022 Kino Trailer Blu-ray DVD Artikelbild

Seit dem 29. Juli gibt es den Film „THE CONTRACTOR“ auf 4K UHD, Blu-ray und DVD im Handel und wir haben das Review dazu.

Story

James Harper kann eigentlich auf ein zufriedenes Leben blicken, eine liebevolle Frau, ein Sohn der seinen Vater verehrt, wäre da nicht sein Job. Im Dienste der Armee wird er urplötzlich ausgemustert, trotz dass er alles gegeben hat für seinen Job. Doch seine Knieverletzung macht ihn entbehrlich für die Armee. Schnell stellt sich eine Existenzangst ein, die Rechnungen stapeln sich und Geld muss her. James trifft seinen Freund Mike wieder, beide haben zusammen in der Armee gedient, doch Mike arbeitet längst bei einer privaten Militärfirma, welche ein Gehalt bietet, das den skeptischen James schnell überzeugt, ebenfalls einzusteigen.

Seine erste Mission klingt simpel und führt ihn nach Berlin. Jedoch geht einiges schief, Mike und ihm gelingt es soeben zu flüchten, allerdings hat es Mike übel erwischt und auch das Knie von James streikt total. James päppelt seinen Freund wieder auf, der verspricht ihm, dass auch er hieraus kommt. Zunächst scheint dieser Plan auch zu funktionieren, als James dann zu einem vereinbarten Treffpunkt erscheint, um außer Landes gebracht zu werden, wird aber stattdessen das Feuer auf ihn eröffnet.

THE CONTRACTOR – DVD Review Film 2022 Szenenbild

Eindruck

Der Regisseur Tarik Saleh drehte mit „The Contractor“ einen Action-Thriller, dessen Plot zwar nicht neu klingt, aber eine interessante Ausgangssituation bietet. Nicht nur, weil der frisch angeheuerte James Harper mit dem Handicap seines Knies arbeiten muss. Für seine Story holte der Regisseur einige prominente Darsteller vor die Kamera. Mit unter anderem Chris Pine (James Harper), Ben Foster (Mike), Kiefer Sutherland (Rusty) oder Eddie Marsan (Virgil), liest sich der Cast vielversprechend. Hier kann ich es auch vorwegnehmen, alle spielen ordentlich auf und verleihen ihren Rollen die notwendige Tiefe.

Das Setting gefällt. Nachdem Beginn in der USA wechselt die Szenerie flott nach Berlin. Die Kulissen gefallen, auch weil sie nicht typische Postkarten-Motive zeigen, sondern eine lebendige Stadt. Die Inszenierung ist relativ ruhig, der Regisseur nimmt sich Zeit für seine Hauptfigur und man lernt James und seine Familie kennen. Man sieht, wie er versucht, trotz seiner Kniebeschwerden weiter ein Teil der Armee zu bleiben und was er persönlich dafür alles auf sich nimmt. Sein Freund und ehemaliger Vorgesetzter Mike kämpft auch mit einem Schicksal, beim ihm ist es sein kranker Sohn, dessen Pflege teuer und intensiv ist.

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Sobald die Mission in Berlin startet, erhöht sich das Tempo gelegentlich und gut eingebaute Actionszenen, lockern die Szenerie auf. Die Story ist recht geradlinig erzählt, bezieht ihre Spannung daraus, dass James und Mike getrennt werden und ersterer, anstatt gerettet, urplötzlich eliminiert werden soll. Ihre vorangegangene Mission wird knapp eingeführt und erklärt. Der Zuschauer erfährt nur Oberflächliches und ahnt schon, da bahnt sich mehr an.

Fazit

Die Zutaten in „The Contractor“ passen, eine Story, die spannend klingt, gut gewählte Darsteller und auch die Optik ist stimmig. Allerdings gelingt es dem Regisseur zu selten, das Ganze packend in Szene zu setzen. Trotz der gemächlichen Einführung, die Zeit, die er sich für James und seine Familie nimmt, der Funke will nicht so recht überspringen beim Zuschauer. Nicht wegen des bekannten Plot, der zugegeben, nicht sonderlich innovativ ist. Eher liegt es am Aufbau des Spannungsbogens. Man bekommt zu viel Altbekanntes serviert und selbst den Twist erraten die Zuschauer schnell, womit „The Contractor“ überraschungsarm bleibt.

Was ich dem Film zugutehalte, sind neben den gut aufspielenden Akteuren, die Kameraarbeit und seine gelungene Atmosphäre. Zudem unterhält er recht ordentlich, ohne große Längen, lässt aber wie gesagt einiges an Spannung vermissen.

THE CONTRACTOR – DVD Review Film 2022 Szenenbild

Bild

Das Bild der DVD ist recht ordentlich, bietet eine gute Schärfe und einen ausgewogenen Kontrast. Der Schwarzwert zeigt sich ebenfalls von seiner besseren Seite. Farblich erscheint vieles recht reduziert, mit einem fahlen Look. Doch diese triste Herangehensweise vom Bild passt sehr gut und vermittelt eine passende Atmosphäre. Somit ein gelungenes Bild, das Freunden der DVD sicherlich Freude bereitet.

Ton

Die Dolby Digital 5.1 Spur beginnt verhalten, vieles spielt sich im vorderen Bereich ab. Hin und wieder schleichen sich ein paar Umgebungsgeräusche in die Rears. Der Score sorgt hier am meisten für ein mittendrin Gefühl. Daneben werden die Dialoge bestens wiedergegeben. Die Actionszenen geraten wuchtiger und werden recht dynamisch abgebildet, jedoch der letzte Punch fehlte mir hier auch, das gilt auch für die Präsenz vom Subwoofer.

Extras

  • Trailer
  • Interview mit dem Cast
  • Trailershow

Testequipment
JVC DLA-X35
SONY KD-77AG9
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

Hier erhältlich:

(Hartmut Haake)
© Bilder und Trailer: LEONINE – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 6,5
  • Bild 8
  • Ton 6,5
Summary

Trotz der gemächlichen Einführung, die Zeit, die er sich für James und seine Familie nimmt, der Funke will nicht so recht überspringen beim Zuschauer.

6.7 schade