CHIVALRY 2 – PS4 Review | Torn Banner Studios | Deep Silver | Koch Media | 15.06.2021

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Am 8. Juni 2021 kam „CHIVALRY 2 für die PS4, PS5, die Xbox One und PC in den Handel und wir haben das Review dazu:

Epische mittelalterliche Schlachten hautnah auf der SONY-Konsole erleben – das will der neue Titel von den Torn Banner Studios, Tripwire Interactive und Deep Silver „CHIVALRY 2 bieten. Ich habe mich mutig ins heftige Kampfgetümmel geworfen.

„CHIVALRY 2 ist ein Multiplayer-Ego Slasher, der von mittelalterlichen Filmschlachten inspiriert wurde. Der Spieler erlebt aus nächster Nähe weitläufige Belagerungen von Burgen, bei denen flammende Pfeile und Katapult-Geschosse durch die Luft zischen, Überfälle von gegnerischen Konvois bei denen Schwerter, Hellebarden und Streitäxte krachend aufeinander treffen, Überfälle auf mittelalterliche Dörfer, Massenschlachten auf Turnierplätzen und weitere reizvolle Schlachtszenarien.

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Bevor wir uns jedoch in die virtuellen Massenschlachten werfen, gilt es in einem ausführlichen Tutorial die Grundzüge der Steuerung in puncto Angriff und Verteidigung zu erlernen. Während wir zu Beginn nur auf Baumstämme und Holz-Attrappen einschlagen, geht es im späteren Verlauf des Trainings auch gegen KI-gesteuerte Ritter. Denn obwohl die Steuerung bei den Kämpfen schnell erlernbar ist, ist sie sehr viel komplexer, als es zunächst den Anschein hat. Sinnloses Draufkloppen bringt sehr schnell den Verlust der eigenen Körperteile und den Bildschirmtod. Zudem spielt sich jede Waffe unterschiedlich.

Das Kampfsystem funktioniert aus einem guten Mix aus Angriffen und Paraden. Der Blick der Kamera bestimmt im Nahkampf dabei die Schwungrichtung der eigenen Waffe. Leider ist die Steuerung mit dem Gamepad aus meiner Sicht nicht optimal gelöst. Die Mehrfachbelegung der Tasten beim Ausweichen, das Timing beim Parieren oder Verteilen der eigenen Hiebe, wirkt zu träge. So passiert es gerade zu Beginn nicht selten, dass man zu einem Schlag ausholt und in der Bewegung schon vom Gegner verstümmelt oder getötet wird. Sicherlich trägt das zum Realismus auf dem Schlachtfeld bei – es birgt aber auch die Gefahr, dass man anstelle des Gegners gern mal einen Spieler aus dem eigenen Team einen Kopf kürzer macht.

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Nach dem Abschluss des Tutorial entscheiden wir uns für eine Seite. Auswählen kann man aus dem blauen Team Agatha oder dem roten Team Mason. Drei verschiedene Spielmodi stehen zur Auswahl: Deathmatch, Free-For-All oder die Belagerung. Die verschiedenen Maps werden durch eine lose Story zusammengefügt, die in kleinen Episoden die Fehde der Häuser Agatha und Mason um unrechtmäßige Könige und Herrschaftsansprüche erzählt. Es gibt insgesamt 8 Karten, die in unterschiedliche Abschnitte aufgeteilt sind. Als Beispiel: Zunächst müssen wir unseren Konvoi im Wald bei einem nächtlichen Überfall beschützen, um im Anschluss unsere Katapulte an der Burgmauer aufzubauen und die Festung zu stürmen.

Insgesamt können sich bis zu 64 Spieler gleichzeitig gepflegt eines auf die Murmel kloppen und das funktioniert plattformübergreifend zwischen Konsoleros und PC-Zockern. Das Matchmaking funktionierte in meinen Tests übrigens tadellos.

Folgende vier Klassen, die sich wiederum in drei Unterkategorien unterteilen, sind auswählbar: Für den Fernkampf stehen Bogenschützen zur Verfügung, die auch mit Speeren oder ähnlichen Waffen ausgerüstet werden können. Im Nahkampf bewährt sich gerade für Einsteiger der Ritter, da dieser viel Schaden anrichtet und darüber hinaus über eine starke Gesundheit verfügt. Den Allrounder stellt der Fußsoldat dar. Zu guter Letzt gibt es den Vanguard, der primär für Schadensverteilung zuständig ist, aber nur über wenig Lebensenergie verfügt. Gelingt bei dieser Klasse der Spagat zwischen Angriff und Zurückhaltung kann man der eigenen Truppe einen echten Vorteil verschaffen.

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Wer den Vorgänger „Medieval Warfare“ aus dem Jahr 2012 bereits gespielt hat, wird sich mit Sicherheit an die exzessive Gewaltdarstellung erinnern. Damals flossen literweise Blut und alle möglichen Gliedmaßen wurden abgetrennt. Das hat sich auch im Jahre 2021 bei „CHIVALRY 2 nicht geändert. Auch hier fliegen Arme, Beine und Köpfe, nur wirkt das Ganze, dank der Unreal4-Engine, noch plastischer. Beispiel gefällig – die ultimative Bestrafung für einen Gegner, den Kopf abschlagen, anschließend aufheben und einem anderen Gegner ins Gesicht werfen.

Gegenstände wie Besen, eine Kirchenglocke oder Tomaten und angezündete Hühner, ja richtig gelesen – lassen sich während der Schlachten aufheben und als Waffe umfunktionieren. Das wirkt abgedreht und ist es auch. „CHIVALRY 2 ist sicherlich brutal, aber niemals gewaltverherrlichend. Erweiterte Voice-Overs und Emotes, die Möglichkeit den Tod auch nach Abtrennen der eigenen Gliedmaßen oder Verbrennungen zu “verweigern”, bringen das Ganze mehr auf eine sarkastische Ebene. „CHIVALRY 2 wirkt teilweise wie eine ernstere Version von Monty Pythons “Ritter der Kokosnuss”.

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Fazit

Ja, so warn´s die alten Rittersleut´

„CHIVALRY 2 hat mich wirklich positiv überrascht. Es macht unheimlich viel Spaß und ist kurzweilig. Das Chaos auf dem Schlachtfeld, bei dem gern auch mal der eigene Mann erschlagen wird und so einige abgetrennte Extremitäten über den Bildschirm fliegen, vermittelt einen guten Eindruck, wie es im Mittelalter zugegangen sein muss. Die Kämpfe fühlen sich schnell, wuchtig und dreckig an. Einzig die etwas unrunde Steuerung per Gamepad verdient etwas Nachjustierung per Patch. Die verschiedenen Spielerklassen sind passend aufeinander abgestimmt. Eine detaillierte Grafik mit guten Animationen und tollen Effekten, sowie ein krachender Soundtrack runden das tolle Gesamtbild ab. Und trotz aller gezeigten Brutalität, bleibt immer ein Funken Humor mit im Spiel.

Wer Lust auf actionlastig mittelalterliche Massenschlachten á la Hollywood hat, ist bei „CHIVALRY 2 auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

Pro:

  • wuchtige, kurzweilige mittelalterliche Massenschlachten
  • 4 Spielerklassen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen
  • 8 Maps (5 große und 3 kleine)
  • über 60 Waffen, inklusive 20 Schild-Varianten
  • detaillierte Grafik, tolle Feuer und Gore-Effekte
  • passender, krachender Soundtrack

Contra:

  • Gamepad Steuerung etwas zu träge

 

Hier erhältlich:

(Michael Schröder)
© Bilder und Trailer: Torn Banner Studios | Deep Silver  | Koch Media – Alle Rechte vorbehalten!

  • Inhalt 9
  • Grafik 8
  • Sound 9
  • Spielspaß 9
Summary

Wer Lust auf actionlastig mittelalterliche Massenschlachten á la Hollywood hat, ist bei Chivalry 2 auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

8.8 Spaß

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