Scarlet Nexus – PS4 Review | BANDAI NAMCO Entertainment | 13.07.2021

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Am 25. Juli 2021 kam „Scarlet Nexus für die PS4, PS5, Xbox Series X und als Xbox Download Code in den Handel und wir haben das Review dazu:

Na habt ihr Lust auf Brainpunk?? Nein ich meine nicht das Spiel, welches da so gehyped wurde und dann doch eine mittlere Katastrophe für Publisher und einige Spieler war. Ich meine auch nicht Cyberpunk, ich sprach von Brainpunk! Aber was ist Brainpunk eigentlich?

Im Groben und Ganzen eigentlich wie Cyberpunk nur ohne Robotergliedmaßen aber dafür mit sehr viel mehr Synapsen. Genau in diese lädt uns Bandai Namco ein. „Scarlet Nexus“ spielt in weit entfernter Zukunft, in der gigantische Metropolen durch das menschliche Gehirn geleitet werden und alles und jeder miteinander verknüpft ist. „Scarlet Nexus“, welches seit dem 25.06. für PC, PlayStation 4 und 5 sowie die letzten Xbox Generationen erhältlich ist, nimmt uns in Form eines Anime JRPGs mit, auf eine Reise, durch eine interessante, wenngleich verstörende Zukunftsvision.

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„Scarlet Nexus“ spielt in einer fernen Zukunft, technologisch ist es gelungen das menschliche Hirn so weit zu erforschen und zu entschlüsseln, dass es den Menschen möglich wird, sich komplett mit ihrer Umwelt zu vernetzen. Sprich deine Freunde, deine Familie, dein Hab und Gut, deine Stadt, alles ist immer bei dir und verbunden mit deinem Nervensystem. Vergleichbar als hätte man jeden Menschen an das Internet angeklemmt.

In der weiteren Forschung des Gehirns wurde ein Hormon gefunden, welches übermenschliche psychische Kräfte verleiht. Doch seit einigen Jahren hat sich um die Erde eine Art Kraftfeld, der „Extintion Gürtel“, gebildet, durch den grausame Monster, die sogenannten „Anderen“, erscheinen. Die „Anderen“, sind Hirnfresser mit abstoßend groteskem Erscheinungsbild. Um die Menschheit vor den immer währenden Angriffen der Hirnfresser zu schützen, formierte sich das AAS, die „Anderen Abwehr Streitkräfte“, welche aus starken Psyonikern mit herausragenden Superkräften besteht.

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Zu Beginn des Spiels haben wir die Auswahl zwischen dem männlichen Charakter Yuito und dem weiblichen, Kasane. Je nachdem welche Wahl man hier trifft, kann man die Geschichte von „Scarlet Nexus“ aus verschiedenen Blickwinkeln erleben. Beide sind neue Rekruten der AAS und besitzen Psychokinese-Kraft. Zusammen mit anderen Psyonikern, die über diverse elementare Superkräfte verfügen, bilden sie das Seto- und Kyoka-Platoon der AAS. Zu Beginn ihrer Dienstzeit ist schon während ihres Trainings klar, dass der Kampf gegen die „Anderen“ kein Zuckerschlecken wird. Nachdem Yuito häufig von Blackouts geplagt wird und Kasanes kleine Schwester sich plötzlich in eine „Andere“ verwandelt, tötet sein bester Freund Nagi unter Gehirnwäsche Captain Seto. Als dann noch alles irgendwie mit Yuito und Kasane zusammenzuhängen scheint, und das AAS auch noch alles vertuscht, riecht es nach Verschwörung. Die Grenzen zwischen Gut, Böse sowie Richtig und Falsch verschwimmen komplett.

„Scarlet Nexus“ ist ein Action-RPG in dem wir Kontrolle über Yuito, mit seinem Schwert, oder Kasane, mit ihren zwei Dolchen, übernehmen und uns durch immer wiederkehrende Scharen aus unglaublich grotesk aussehenden Monstern schnetzeln dürfen. Da beide über Psychokinese Fähigkeiten verfügen, können wir, solange es unsere Psypunkte zulassen, auch mit Umgebungsobjekten auf unsere Gegner eindreschen. Dies sieht nicht nur cool aus, sondern so ein fliegender Pickup lässt sich auch genial in eine Nahkampfcombo einbauen. Zudem werden Yuito und Kasane durch Mitglieder ihres jeweiligen Platoons unterstützt.

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Durch die Verbindung seiner Nervensysteme über das SAS, kann unser Charakter die Psykräfte seiner Mitstreiter abrufen. So ist es uns z.B. mit Yuito möglich, durch kurzzeitige Verbindung mit seiner quirligen Sandkastenfreundin Hanabi, Pyrokinese Fähigkeiten zu nutzen. Mit Hilfe der Teammitglieder und der SAS Verbindung ist es auch möglich, elementare Angriffe je nach Schwäche des Gegners einzusetzen, Schilde zu generieren oder Schwachstellen der Gegner zu erkennen. Auch die Flucht aus dem Kampf ist mit Hilfe von Unsichtbarkeit möglich. Zusätzlich generiert ausgeteilter Schaden Antriebspunkte, welche beim Erreichen des Maximums den Hirnantrieb aktivieren. Dieser bringt einen erheblichen Boost an Geschwindigkeit und Psykräften mit sich. Alles kombiniert mit verschiedenen Items, lassen uns die durchaus anspruchsvollen Gegner ins Jenseits befördern. Wem das nicht genügt, der kann im Menü das Verhalten seiner Mitstreiter im Kampf anpassen oder auf der Hirnkarte mit Hilfe von Skillpunkten verschiedene neue Fähigkeiten oder Verbesserungen freischalten. Eine interessante Kombination aus Hack´n Slay und RPG.

Natürlich gibt es auch eine Möglichkeit den Charakter und seine Mitstreiter mit neuen Waffen oder statusverbessernden Upgrademodulen aufzurüsten. Zudem bietet „Scarlet Nexus“ die Möglichkeit, seinen Charakter mit verschiedensten kosmetischen Gegenständen zu modifizieren. Ein kleiner Trost für den nicht vorhandenen Charaktereditor.

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Zwischen den Storyepisoden liegt immer eine kurze Standby-Phase, in der das Platoon keinen Einsatz hat. Hier kann man sich in seinem Unterschlupf ausruhen, Materialien zum Tauschen mit Händlern sammeln gehen oder die Beziehungen zu seinen Mitstreitern durch Geschenke oder Vertrauensepisoden, kleinen Geschichten, verbessern. Alles ist nicht uneigennützig, denn die Materialien lassen sich bei Händlern gegen Waffen tauschen, anstelle sie teuer kaufen zu müssen. Die Geschenke stellen die Teammitglieder im Unterschlupf auf, welcher sich so personalisieren lässt. Die Vertrauensepisoden stärken, wie der Name schon sagt, das Vertrauen der Teammitglieder zu Yuito oder Kasane, so dass ihre SAS Verbindung stärker wird und sich somit bessere Fähigkeiten abrufen lassen. So lässt es sich zu Beginn mit Hilfe von Hanabi kleine, brennende Fässer auf den Gegner werfen. Einige Vertrauensepisoden später werden die „Anderen“ in einem Sturm aus Wrackteilen und Flammen von einem unsichtbaren Yuito zerlegt.

Grafisch ist „Scarlet Nexus“ eins der besten Anime Spiele die mir je untergekommen sind. Oft wirken entweder die Welt oder die Charaktere plastisch und nicht zusammenpassend. Dies ist hier nicht der Fall. Charaktere und Hintergründe sind super filigran gezeichnet und scheinen aus einem Pinsel zu stammen. Warum kann ein „One Piece“ oder „Dragonball Spiel“ nicht auch mal so stimmig aussehen? Kampfanimationen, wie das Rumwirbeln mit Autos, Brückenpfeilern oder auch mal dem Surfen auf einem Bus, beeindrucken sehr und werden nur mit den faszinierenden, wenn auch etwas brutalen Finisher Moves, übertroffen. Einige Zwischensequenzen sind nicht gerendert, sondern zeigen in einem Rahmen die Geschehnisse wie in einem Comic. Ein Stilmittel, was mir persönlich in einem Spiel nicht zwingend gefällt, aber auch nicht sonderlich störend ist.

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Meine beiden negativen Punkte sind hier nur, dass man zu Beginn etwas grob in die Geschichte geschubst wird, alles leicht überfordernd wirkt und die Tatsache, dass wirklich jede offensichtliche Kleinigkeit, mit einem zu bestätigenden „ JA, ich habe verstanden“-Tooltipp erklärt wird, der zu Beginn den Spielfluss stört, versehen ist. An die Sache mit den Tooltips muss man sich gewöhnen oder sie komplett abschalten. Was die Geschichte betrifft, lässt sich jedes Kapitel nach Abschluss nochmal zusammengefasst nachlesen.

Wem jetzt noch nach mehr dürstet, dem wird auf Wakanim oder Funimation jeden Donnerstag eine Folge des „Scarlet Nexus“ Anime präsentiert. Und auch hier kann ich sagen, ansehen lohnt sich und zeigt nochmal ganz andere Seiten der Geschichte.

Fazit:

„Scarlet Nexus“ von Bandai ist ein interessantes, dennoch bedrückendes JRPG Abenteuer, welches uns mit in eine Welt der gedankenvernetzten Zukunft mit nimmt und uns eine Geschichte präsentiert, die uns Abgründe der Menschheit im Social Media und Vernetzungsbereich vorhält. Mit schaurig skurrilen Gegnern, einem actiongeladenen Kampfsystem und klasse Gamedesign, kommen nicht nur Animefans auf ihren Spielspaß. Wem das nicht genügt, der bekommt optional auf Wakanim oder Funimation den Anime zum Spiel wöchentlich nachgereicht.

Pro:

  • Interessantes Setting
  • Kostüme und ausgefallene Charakterdesigns
  • Überragend guter Anime Stil
  • TV Serie zum Spiel

Contra:

  • Am Anfang recht verwirrende Story
  • Klischeecharaktere
  • Wenig Abwechslung im Kampf trotz guter Ansätze

Hier erhältlich:

(Bastian Avermann)
© Bilder und Trailer: BANDAI NAMCO Entertainment – Alle Rechte vorbehalten!

  • Inhalt 7
  • Grafik 10
  • Sound 8
  • Spielspaß 7
Summary

Mit schaurig skurrilen Gegnern, einem actiongeladenen Kampfsystem und klasse Gamedesign, kommen nicht nur Animefans auf ihren Spielspaß.

8.0 Awesome

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