Ghostbusters: The Videogame Remastered - PS4 Review | Saber Interactive

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ps4 Ghostbusters Review PS4 CoverDie Filmreihe Ghostbusters aus den 1980er Jahren ist Kult. Die humorige Story um vier Geisterjäger, die ihre Heimatstadt New York vor paranormalen Problemen wie Geistern, Dämonen, überdimensionalen Marshmallow-Männern und ähnlichem Kropp-Zeug beschützen, kennt vermutlich fast jeder. Im Jahre 2009 kam das Spiel „Ghostbusters“ auf den Computerspielmarkt. Jetzt, im Jahre 2019 und pünktlich zum Jubiläum, spendiert uns Sabre Interactive das HD Remaster zu „Ghostbusters – The Video Game“.

In der Story , die laut Dan Aykroyd eigentlich in weiten Teilen den dritten Teil der Filme darstellt, wird in Manhattan eine mysteriöse Kraft entfesselt und die Stadt mal wieder von diversen Geistern, Dämonen und anderen paranormalen Kreaturen überrannt. An dieser Stelle treten die Geisterjäger auf den Plan, um das paranormale Böse zurück in seine Dimension – wo auch immer die liegen mag – zurückzudrängen.

Wir nehmen als Kadett und somit fünfter Ghostbuster unseren Dienst im Headquarter auf und sollen eigentlich zunächst einige Einsteiger-Prüfungen durchführen, als das Chaos beginnt. Irgendeine paranormale Energie sorgt dafür, dass sich Slimer aus seinem Gefängnis befreien kann und entflieht. Da wir gerade an Ort und Stelle sind, unterstützen wir unsere neuen Kollegen bei der Jagd auf Slimer. Diese Anfangssequenz dient gleichzeitig als Tutorial, um sich mit der Steuerung und dem Handling der notwendigen Gerätschaften wie Protonenbeschleuniger, PKE-Meter, Geisterfallen und anderen nützlichen Gadgets vertraut zu machen.

Im Spielverlauf sind wir entweder im Team auf Geisterjagd oder auch schon mal allein unterwegs. Die Level bieten bekannte Locations aus den Filmen, z. B. das Sedgewick-Hotel mit dem bekannten Ballsaal, das Ghostbusters-Headquarter oder bekannte Gegenspieler wie den Marshmallow-Mann oder Gozer. In den Leveln gilt es zunächst die Boss-Geister und paranormalen Gestalten zu orten, da diese sich gern in Objekten wie Vasen, Lampen oder Telefonen verstecken. Hierzu wählt man sein PKE-Meter. Einmal geortet jagt man die bösen Gesellen mit seinem Protonenstrahler, um sie zu schwächen und abschließend per Gespensterfalle dingfest zu machen.

ps4 Ghostbusters Review Szenenbild001Da die Steuerung sehr griffig und eingängig ist, geht die Gespensterjagd sehr flott von der Hand. Für gefundene Objekte oder gefangene Geister erhält man neue Einträge in den eigenen Gespensterführer oder Geld. Dieses kann man dann in die Verbesserung des eigenen Equipments investieren.

Die Comic-Grafik des Titels wurde für das Remaster deutlich aufpoliert. Die Gesichtsanimationen der Hauptcharaktere sind zwar nicht mehr ganz zeitgemäß, aber trotzdem sind die Herren Stantz, Spengler, Venkman und Zedemore ihren Originalen gut nachempfunden. Auch die Objekt- und Umgebungsgrafiken haben ein Update erhalten. So kann man jetzt bei den Protonenbeschleunigern die metallische Oberfläche erkennen und auch die Laser und Lichteffekte wirken zur damaligen PS3 Variante deutlich schöner.

Trotzdem ist es so, dass bestimmte Objekte auch in der aktuellen Version des Titels sehr unsauber und unscharf wirken – sehr ärgerlich und unnötig.

Auf der akustischen Seite hingegen passt alles. Die Ghostbusters werden von den Originalschauspielern synchronisiert und der Soundtrack ist das Original aus den Hollywood-Filmen. Manchen mag allerdings stören, dass es keine deutsche Lokalisation in der Remaster-Version gibt, sondern nur deutsche Untertitel.

Ein weiterer echter Kritikpunkt ist, dass der Multiplayer-Part komplett aus der aktuellen Version entfernt worden ist. Sehr schade, denn gerade der Multiplayer-Part, bei dem vier Spieler gleichzeitig an der virtuellen Geisterjagd teilnehmen konnten, machte in der PS3 Version sehr viel Spaß.

ps4 Ghostbusters Review Szenenbild002Fazit:

Auch im Jahr 2019 hat die virtuelle Geisterjagd um die Ghostbusters wenig von ihrem Charme eingebüßt. Trotzdem hat das HD-Remaster Licht und Schattenseiten. Auf der Haben-Seite steht natürlich die großartige Atmosphäre der Filme. Originalschauplätze, bekannte Figuren, Originalstimmen der Schauspieler, Original-Soundtrack, das passt zusammen. Allerdings nur auf englisch – die deutsche Tonspur ist einfach nicht mehr erhalten.

Auch bei der Grafik muss man mit Kompromissen leben. Natürlich wurde alles für das Jubiläumsjahr aufpoliert und verbessert, aber leider nicht konsequent. Manche Texturen wirken immer noch matschig, unscharf und einfach nicht mehr zeitgemäß.

Für mich ist auch nicht verständlich, warum man entschieden hat, den Multiplayer-Part komplett aus der aktuellen Version zu entfernen. Am Ende hätte man einiges mehr rausholen können. Jeder Neueinsteiger, der die Filme nicht kennt (eigentlich unvorstellbar) sollte sich den Titel nach Möglichkeit vorher in einem Hands-On-Video anschauen. Spieler, die die PS 3 -Version bereits kennen, seien ebenfalls gewarnt, da es keine neuen Spiel-Elemente in der aktualisierten Version gibt.

Echte Ghostbuster-Fans (wie mich) wird dies aber alles nicht abschrecken, für sie sollte „Ghostbusters – The Video Game – Remastered“ einen Must-Have Titel darstellen.

Pro:

+ großartige Atmosphäre der Ghostbusters Filme
+ original Stimmen der Darsteller
+ original Soundtrack aus den Filmen
+ aufpolierte HD-Grafik

Contra:

– teils schwammige, unscharfen Texturen
– keine deutsche Synchron-Fassung
– kein Multiplayer

(Michael Schröder)
©Bilder Saber Interactive – Alle Rechte vorbehalten!

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7.8 Gut

Discussion2 Kommentare

  1. Avatar

    Schade ist auch, dass (zumindest in der Switch Version) einige KI Aussetzer von damals (PS 3) übernommen wurden.
    Ich musste zwei mal einen Kontrollpunkt neu laden, da mein Ghostbusters Team partout nicht mit mir mit marschieren wollte und ich so nicht ins neue Gebiet kam, obwohl ich die “geheime” Tür bereits gefunden habe. (Geschehen nach der Wendeltreppe in den Katakomben unterhalb der Bibliothek)

  2. Avatar

    Dass die deutsche Synchro von damals fehlt, ist für mich das K.O. Kriterium schlechthin! Schade, aber so hat das Spiel bei mir keine Chance.

Kommentare

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